Bei der Kurzbeschreibung war gleich klar, dass ich es hier mit einer Episode zu tun bekommen werde, deren Konzept es bereits mehrfach gab. Mr. Krabs und Plankton waren ja sogar schon in „Zweite Flitterwochen“ gemeinsam auf einem Schiff. Aber gut, vielleicht gab es trotzdem den paar schöne Szenen.
Den Anfang fand ich jedenfalls schon mal interessant, als das Pfeifen der Kartenmusik nahtlos in die Episode überging und Fred pfeifend zu sehen war. Die plötzliche Explosion der Krossen Krabbe lieferte einen coolen Stimmungswechsel, allerdings hätte ich auf Freds Fratze verzichten können. Als man das "Innere" der zerstörten Krossen Krabbe sah, fühlte sich die Umgebung bedrückend leer an. Nicht mal der Abfalleimer konnte ausfindig gemacht werden, aber der wurde perspektivisch vielleicht von dem Tisch verdeckt. SpongeBob schmiss den Feuerlöscher achtlos auf Thaddäus, dieser Rabaukenschwamm soll mal besser aufpassen. Es folgte die wohl gezweckteste Fettszene aller Zeiten, als SpongeBob sich ein Kreuzfahrt-Büfett vorstellte, dadurch eine Wampe bekam und rülpsen musste. Damit stellte er selbst Puddingbecher-Rülps-Hai-Sandy in den Schatten. Mr. Krabs warf noch einen Hammer auf Thaddäus, was ich natürlich ebenso nicht tolerieren konnte. Der Wechsel von SpongeBobs Freude zur Traurigkeit bei Mr. Krabs’ Abreise hatte aber was.
Die verschiedenen Stockwerke und Türen auf dem Weg zu Mr. Krabs’ Kabine gefielen mir, wobei die Türen deutlich kreativer waren - vor allem die Shining-Zwillinge-Parodie. Als sich Mr. Krabs und Plankton begegneten, musste ich den Moment mehrmals anhören, um sicherzugehen, dass Plankton Mr. Krabs tatsächlich siezte. Ich bekam die Bestätigung durch die weiteren Dialoge und war entsetzt. Laut Fabi siezte Plankton ihn schon im dritten Film, doch das war nicht mehr in meiner Erinnerung und traf mich in einer normalen Episode wie ein Schlag. So was fließt allerdings wie immer nicht in meine Bewertung ein, weil das im Original nicht beabsichtigt war. Störend war es aber allemal, ich musste mich fürs weitere Verfolgen der Handlung hart zusammenreißen. Toll, und jetzt bemerke ich erst, dass Plankton noch seine obligatorische Hinternszene bekam, nachdem sein Handtuch in der Tür festklemmte. Also muss ich beim ersten Mal doch zu sehr abgelenkt gewesen sein.
Rubens Rolle in der Episode war ganz witzig, ich mochte, dass er an immer absurderen Orten auftauchte. Bei der Wasserrutsche stieß er die Schwimmreifen nicht mal so stark weg und dennoch krachten Mr. Krabs und Plankton in sämtliche Kinder vor ihnen - sogar zweimal hintereinander in dieselben, weil die Animatoren einfach 1:1 einen Ausschnitt der Szene copypastet hatten. Es ging nicht billiger, aber dafür war Mr. Krabs ja auch dort. Beim Aufprall auf der Pooloberfläche sah man im Hintergrund Siegbert, zumindest wurde er nicht vergessen. Die nächsten Szenen kann ich rasch abhandeln, die waren eine typische Aneinanderreihung von Streitereien bei diversen Aktivitäten: Shuffleboard, Disco, ein Restaurantbesuch und Kohle schaufeln. Wie schon in 318a war hier nichts wirklich Lustiges enthalten. Der Eisbergsalat war dann zwar ungewöhnlich, jedoch eine ulkige Abwandlung der klassischen Titanic-Szene. Etwas seltsam, aber in Ordnung war der Übergang vom Crash zu Mr. Krabs und Plankton auf dem Schlauchboot. Es verwirrte zuerst mein Gehirn, wo nach dem Unfall das ganze Wasser war.
Ich merke, dass die Kurzbeschreibung doch sehr irreführend ist, weil die Zeit auf der Insel ziemlich kurz war. Und ich habe auch nichts dazu zu sagen, bis Mr. Krabs und Plankton schon ihren Fluchtversuch unternahmen, indem Mr. Krabs Rubens Hose aufblies. Zählt das eigentlich als Fettszene? SpongeBob setzte sich ja bereits für die Statistik ein. Äh, wie konnten Mr. Krabs und Plankton überhaupt Bärte wachsen, wenn die Zeittafel angab, dass es lediglich der nächste Tag war? Klasse, wie mir während des Schreibens immer mehr Unsinn auffällt. Die miserable Schleimlagune-Übersetzung für die Goo Lagoon möchte ich mal verdrängen. Dass Mr. Krabs und Plankton zu dämlich waren, sich richtig auf der Insel umzusehen, lasse ich aufgrund von Mr. Krabs’ kaputten Knien und der Grenze für Plankton noch durchgehen. Immerhin ließ man sich was einfallen, warum sie das nicht von selbst entdeckt hatten. Kurioserweise endete die Episode noch nicht, sondern man machte einen einwöchigen Zeitsprung und Mr. Krabs und Plankton war so langweilig, dass sie sich einen freiwilligen Kampf um die Geheimformel lieferten. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Einerseits hätte man die Zeit auch wunderbar mit mehr Gags auf der Insel füllen können, andererseits war das Ende recht lustig, wie Ruben noch in der Flasche hinzukam.
Das war eine 3er-Episode, wie sie im Buche steht. Sie tat niemandem weh und man konnte sie sich mal anschauen, aber Eindruck hinterließ sie nicht, denn dafür mangelte es an besonderen Momenten und Gags. Genauer gesagt eine 3-. Eine Welle machte sie jedenfalls ganz bestimmt nicht.