3, 2, 1, a(h), da ist ja endlich mein nächster Review-Post. Ja, richtig geiler Anfang. Wirklich gespannt war ich nicht auf die Episode, weil KritzelBob gefühlt immer häufiger vorkommt, aber dennoch konnte man eventuell wieder ein paar kreative Zeichnungen erleben.
Mich irritierte ein wenig, dass SpongeBob den Bleistift mit einfachen Bewegungen über die Buchseite führte, aber dabei unter anderem Pfeile entstanden. Das hätte man durchaus etwas besser darstellen können. Dann wurde aus einem der Pfeile einfach so KritzelBobs Hand, welche die restlichen Kritzeleien griff und aus diesen KritzelBob erschuf. Soll das heißen, dass das immer wieder random passieren kann, wenn jemand einen Bleistift benutzt? Bisschen plump, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Bleistifte noch in der Episode vorkommen werden. Die Art, wie SpongeBobs Verwandlung ausgelöst wurde, fand ich da schon deutlich einfallsreicher: Nachdem SpongeBob gebissen wurde, musste das Mondlicht auf den Bleistift scheinen und dieser leuchtete SpongeBob für die Transformation an. Gut war, dass man wieder ein wenig Spannung erzeugte und beim ersten Mal den Wer-Kritzel nicht sah, sondern eine Zeittafel zum nächsten Morgen führte. Die Krallenspuren und der verängstigte Gary reichten aus, damit man sich vorstellen konnte, wie schlimm sich der veränderte SpongeBob aufgeführt haben musste.
In der Bootsfahrschule war amüsant, dass Mrs. Puff erst die Hoffnung hatte, dass SpongeBob den Führerschein aufgab. Ich nehme an, es sollte ein Gag sein, dass die Prüfung morgens startete und bis spät am Abend dauerte, sodass SpongeBob noch in der Schule wieder verwandelt wurde? Die Macher werden ja wohl kaum so dämlich gewesen sein, die Zeit derart durcheinanderzubringen. Jedenfalls war es krass, dass die Prüfung so lang ging. Die Verwandlungsszene wurde cool gestaltet und Wer-Kritzel trieb Schabernack im Klassenraum. Da war nichts Lustiges, aber der Shot, in dem Mrs. Puff sich zum Ausweichen aufblähte und Wer-Kritzel mit dem Boot durch die Tafel krachte, gefiel mir. Der Cameo-Auftritt von Miss Duttfisch war sogar mal ganz passend, weil sich SpongeBob in einer Bibliothek befand. Die Notfallhose und SpongeBob auf Gary waren ok und das Geschehen wechselte zur Krossen Krabbe. Dass Patrick dachte, Thaddäus würde ihn mit der dämlichen Weichbirne meinen, war auch mal wieder eine gute Line von ihm. KritzelBob ist inzwischen so bekannt, dass selbst Thaddäus ihn mit diesem Namen ansprach und sich fürchtete, dass dieser zurück war. Aber was meinte er mit „Nein, es ist viel schlimmer als das!“? Erkannte er, dass das eigentlich SpongeBob war? Falls ja: Wodurch? Ihm wurde nur eine Irokesenfrisur gezeichnet, die ihn boxte. Wahrlich mysteriös. Patrick, der sich über den Gratiskrabbenburger freute, diesen jedoch zu kritzlig fand, mochte ich. Das Anspitzen des Masts war wohl eine Referenz zu KritzelBobs Debüt-Episode und in Ordnung. Zum restlichen Chaos in der Krossen Krabbe kann ich nichts Näheres schreiben, es war jedoch unterhaltsam.
Die Musik während Wer-Kritzels Unruhetour war toll und das böse eisfressende Schweinchen hatte was, es war das Gegenstück zu meinem aktuellen Avatar Legoschweinemann. Lady Hochnas’ „Ich bin hochkant!“-Kommentar nach dem Skateboard-Unfall war so bescheuert, dass ich lachen und dabei „Ok…?“ sagen musste. Der Bär-Schnitzel-Spruch von Patrick war auch super. SpongeBob hatte dann eine Ersatz-Notfallhose dabei und die fand ich durch den ungewöhnlichen Einsatz seiner Mütze besser als die Ersatzhose. Mir gefielen zudem die Methoden mit dem Bleistiftverkäufer und dem Künstler, wie SpongeBob bei der Suche nach Wer-Kritzel verwandelt wurde. Als der Wer-Kritzel durch Mr. Krabs’ Silberradiergummi in die Enge getrieben wurde, tauchte plötzlich KritzelBob auf … mitsamt seiner Ehefrau? Das war wieder eine Szene, bei der immer noch nicht weiß, wie ich sie auffassen möchte. Das Problem ist, dass diese ausschlaggebend für die Note sein wird, denn dank ihr schwanke ich stark zwischen einer 2- und einer 3+. Einerseits ist es völlig absurd, dass KritzelBob verheiratet sein soll und dann auch noch mit einem weiblichen Fisch statt mit einer Kritzeldame. Ich meine … wie sollen die beiden zusammen sein, wenn KritzelBob selten durch was Gezeichnetes überhaupt zum Leben erweckt wird? Oder lebt diese Frau in der Kritzelzone und kam nun extra nach Bikini Bottom? Ja, ich überanalysiere das Ganze, ich weiß. Letztendlich war es ein bewusster weirder Joke der Macher und ich überlege halt, ob ich andererseits die Szene genau deshalb feiern sollte, WEIL sie so stumpf war, dass da die Frau aus z. B. dem Ende von „So ein Krampf“ auftauchte und behauptete, die Ehefrau von KritzelBob zu sein. Man soll die Szene bestimmt so interpretieren, dass erst KritzelBob in Erscheinung trat, den man wie den Wer-Kritzel nicht verstand und dann noch eine weitere Person als Übersetzerin hinzukommen musste, welcher die Crew aus Jux eine bekloppte Lore gaben. Die Bemerkung von Thaddäus, dass er SpongeBob für keine normale Person hält, war jedenfalls zweifelsfrei witzig. Dass dann noch Mr. Krabs in eine Kritzelversion verwandelt wurde, war ein klassischer Weg, eine Episode zu beenden, also weder gut noch schlecht.
Tja, und jetzt sitze ich hier und muss mich entscheiden, ob ich eine 2- oder eine 3+ gebe. Nach sehr langem Hin und Her wähle ich doch die schlechtere Note, weil die Ehefrau trotz möglicher Erklärungsversuche zu random und auch ein billiger Weg war, um KritzelBob zu übersetzen. Meine Kritik, wie KritzelBob aus der Zeichnung entstand, spielte da ebenfalls mit rein. Es ist schon schade, weil ich den kompletten Post noch mal durchgegangen bin und viele positive Aspekte genannt habe, aber diese beiden Szenen waren doch zu heftig, um sie zu verteidigen.