SpongeBob und eine andere Person vertauschen versehentlich ihre Besitztümer, sodass SpongeBob einen magischen Gegenstand erhält und damit Chaos anrichtet. Hmm, wo habe ich das nur schon mal gesehen? Bin gerade nicht auf Dreizack, so ein Ärger…
Am Anfang fand ich super, dass Sandy als Wissenschaftlerin skeptisch gegenüber Magie war. Mir gefiel, wie sie gelangweilt die Tricks des Zauberers erklärte und der Fisch neben ihr trotzdem ständig komplett stumpf „Wie hat er das bloß angestellt?“ fragte. Dass Sandy dann in einen Trick involviert wurde, war an sich gut, um sie ins Grübeln zu bringen, allerdings hätte man das nicht mit ihr als Opernsängerin machen müssen. Die Abraca-later-Zeitkarte war amüsant und der Tauschmoment wurde sogar recht plausibel gestaltet, indem SpongeBob und der Zauberer aneinanderstießen und beide benommen waren. SpongeBobs Verrenkungen, um das Autogramm auf seinem Rücken zu sehen, sagten mir ebenfalls zu. Er hatte sich wirklich eine ungünstige Stelle ausgesucht, die wohl nur noch von Blubberbernd getoppt worden wäre, der das Autogramm auf seinem Hintern gewollt hätte. Übrigens mochte ich auch SpongeBobs Versuche, Sandy den Zauber von Zauberei näherzubringen. Durch den Zauberstab in seinem Körper bekam SpongeBob Schluckauf und ich werde ganz schnell weitermachen, bevor ich mich zu sehr an eine bestimmte schlechte Episode erinnere. Seine Vermutung, dass der Schluckauf durch zu viel Popcorn verursacht wurde, war jedenfalls ganz nett.
Warum SpongeBob so seltsam herumhüpfte, kapierte ich nicht wirklich. Im Verlauf des Posts werde ich nur auf die wichtigsten Zauberveränderungen eingehen. Die Schlange war schon mal weird, ihre Frontalfratze hätte sie stecken lassen können. Dann wunderte mich zunächst, wieso das Kind ausgerechnet in eine Palme verwandelt wurde, aber die Kokoskuss, welche auf die dauernörgelnde Mutter fiel und sie ausknockte, war sehr witzig und kreativ. Das könnte mein Lieblingsgag in der gesamten Staffel gewesen sein. Mini-Thaddäus (nicht die Puppe aus Staffel 4) in Ungeziefergefahr hatte auch was. In der Episode tauchten immer mal wieder Kaninchen auf, was natürlich zu einem Zauberer passte und die fand ich stets putzig. Die Billardkugeln in Garys Futternapf waren in Ordnung und Old Man Walker als Gary war zwar kurios, aber eine interessante Entscheidung. Die Info, dass SpongeBob im Schlaf rülpst … ja, ich lass die so stehen, hab keine richtige Meinung dazu. Dass der Zauberstab zuschnappte, wenn jemand versuchte, ihn aus SpongeBob zu entfernen, fand ich gut gelöst, um diese einfache Methode auszuschließen. Als magisches Objekt konnte man so was auf alle Fälle machen. Der winkende Rezeptionistenhase war wieder besonders niedlich und SpongeBobs Kommentar, dass er keinen Arzt, sondern eine Sandy bräuchte, gut.
Zum Glück hatte SpongeBob unter dem Helm ein paar Löcher frei, sonst hätte ich kritisiert, dass der Stab durch diesen feuern konnte. Die Verwandlungen hier waren ok, aber nicht weiter nennenswert. Den GPS-Gag fand ich nicht schlecht und er war eine schöne Lösung, um den Zauberer zur Handlung zurückzuholen. „Haublödian“, hahahaha, geile Bezeichnung von Sandy. Ich war positiv überrascht, dass der Zauberer von Sandy als verrückt empfunden wurde. Es hätte locker sein können, dass sein unverhältnismäßiges Auftreten nicht weiter hinterfragt worden wäre, obwohl er so viel Schuld an dem Schlamassel wie SpongeBob hatte. SpongeBob als Sandys Zauberstab war nice und das Duell war im Großen und Ganzen spaßig, aber warum wehrte der Zauberer nur den ersten Angriff mit dem Spiegel ab? Der wäre doch die perfekte Verteidigung geblieben. Sandys Pose, nachdem sie SpongeBob vor den Muscheln rettete, fand ich ziemlich cool. So was hätte sie mal in ihrem Spin-off-Film gebraucht. Kurz darauf hatte sie eine faszinierende Idee, um den Stab aus SpongeBob zu befördern und SpongeBob wollte sich zu Recht nichts mehr in seine Poren stecken. Am Ende versöhnten sich Sandy und der Zauberer, weil dieser nun von Wissenschaft begeistert war. Dass er SpongeBob dafür gleich seinen Stab gab, fand ich unglaubwürdig, aber zumindest bekam der Schwamm dadurch einen loligen Bart, den er im Gegensatz zu Plankton aus der vorherigen Episode nicht sechs Monate lang wachsen lassen musste.
Ich sehe darüber hinweg, dass es diese Handlung in sehr ähnlicher Form bereits gab, weil die Episode durchgängig unterhalten konnte und ich gespannt war, welche Veränderungen man sich noch so ausgedacht hatte. Der Konflikt von Magie und Wissenschaft wurde schön in Szene gesetzt und der Zauberer berechtigterweise als Widersacher dargestellt. Große Problemszenen kamen mal nicht vor, was immer mehr zur Seltenheit wird. Für den 1er-Bereich hätte es noch weitere großartige Gags oder bombastische Zaubereien geben müssen, der mit der Palme und der Mutter genügte nicht. Dennoch eine solide 2.