Wie man das Time/Mime-Wortspiel im deutschen Titel noch irgendwie übernehmen wollte.

Und ich hatte direkt ein Déjà-vu, weil SpongeBob auch hier jemanden nicht loswurde. Inzwischen ist man nicht mal mehr bei den Episoden innerhalb einer Folge kreativ.
SpongeBobs Abkürzung zur Arbeit kürzte auch die Szene ab, denn mitten im Satz erschien er plötzlich aus einer Bodenluke im Park. Zudem bezweifelte ich, dass das wirklich eine Abkürzung war. Als SpongeBob den Pantomimen erblickte, hatte er wieder mal ein Hässlon-Face Deluxe. Zur Pantomime kann ich nichts weiter kommentieren, weil halt schlicht die Leute imitiert wurden, was keiner großen Schreibkunst bedurfte. SpongeBob war als einziger Bewohner im Park beeindruckt und gab dem Pantomimen Geld, sodass er nun verfolgt wurde, was der Schwamm zunächst unterhaltsam fand. Thaddäus’ Assoziation von Pantomimen mit Krankheiten kapierte ich nicht. Den nicht vorhandenen Bestellzettel fand ich witzig, war jedoch auch schon das Highlight. Die Bemerkung von Susie Fisch, wieso sie eigentlich zur Krossen Krabbe ging, war aber deplatziert, weil der Laden ja üblicherweise ziemlich beliebt ist, wenn nicht gerade ein Pantomime oder ein Slappy dort arbeitet. Mr. Krabs’ Kommentar, dass sein nutzlosester Angestellter durch einen noch nutzloseren ersetzt wurde, war wiederum klasse und die Wind-Pantomime war auch nicht übel. Danach wurde es allerdings ass: SpongeBob bat den Pantomimen, zu gehen, doch dieser hörte nicht darauf. Er verschaffte sich sogar mit einem imaginären Schlüssel Zutritt in SpongeBobs Haus. Vom Pantomimen zum Stalker in drei Sekunden.
Seine Gary-Imitation mit den Augen in den Händen war nicht schön und seine Körperreibung an SpongeBob extrem creepy. Den Spiegel-Gag mit einem zweiten SpongeBob gab es schon viel zu oft. Warum ausgerechnet Plankton SpongeBobs Retter in der Not werden sollte, leuchtete mir nicht ein. Die Macher wollten wohl einfach mal variieren. Plankton bewies sofort, warum er sonst nicht um Hilfe gebeten wird, weil er erst den Pantomimen vernichten und danach foltern wollte. Es folgte eine FAST ZWEIMINÜTIGE Sequenz, in der SpongeBob ebenfalls zu einem Pantomimen wurde und gegen seinen Verfolger kämpfte, die zugegebenermaßen recht amüsant, aber trotzdem etwas langatmig wurde – zumal beide nicht sprachen. Plankton wollte noch SpongeBobs imaginären Krabbenburger haben, was ein dummer Gag war, um ihn währenddessen irgendwas sagen zu lassen. Merkwürdigerweise wollte der Pantomime sowohl nach dem Sieg gegen Plankton als auch nach dem Sieg gegen SpongeBob gehen. Zumindest war er dabei, nach rechts aus dem Bild zu verschwinden, was SpongeBobs Problem quasi gelöst hätte. Stattdessen lief er gegen einen Stein, rief was vor Schmerz und brach dadurch den Schweigekodex, sodass irgendeine Pantomimen-Verbrecherbande seinen Pantomimen-Status aufhob. Der Pantomime drehte komplett durch und wurde nun ein freakiger Clown, obwohl es seine Schuld war, dass es überhaupt so weit kam. Er konnte nichts anderes außer zu nerven und SpongeBob wünschte sich den Pantomimen zurück, weil dieser ihm besser gefiel.
Ziemlich nichtssagende Episode, im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, der Übergangs-Gag nach 337a musste sein. Jedenfalls war es echt nicht schwer, den Pantomimen die Leute imitieren zu lassen, aber ich fand ihn in Ordnung, bis er SpongeBobs Nein nicht akzeptierte und ein aufdringlicher Weirdo wurde. Er war auch gar nicht in der berechtigten Position, sich am Ende aufzuregen, wenn er das selbst zu verantworten hatte. Ab und zu gab es eine akzeptable Szene, was die Episode vor dem absoluten Müll-Territorium bewahrte. Und wenn ich noch ein einziges Mal „Pantomime“ schreiben muss, spacke ich so ab wie der Typ zum Schluss. 4.