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Chrdrenkmann

Sit on a Potato Pan, Otis

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Montag, 3. Oktober 2022, 15:29

Referenzenwandel – von Subtilität zu billigem Zuschauerfang

Vor ein paar Wochen erwähnte ich bereits, dass ich einen Thread in Planung habe, weil ich unbedingt über ein gewisses Thema reden will. Und das ist der Einsatz von Referenzen in der Hauptserie mit dem gelben Schwamm. Mir ist aufgefallen, dass diese sich zum Negativen verändert haben und deshalb zeige ich euch hier einige Beispiele, um meinen Standpunkt zu vertreten.

Die Serie war lange Zeit nicht für Kontinuität bekannt. Umso erstaunter war ich, als SpongeBob in der Episode „Verschleimt und verschlungen“ (Staffel 7, 148b) erzählte, dass er mal den Blubber hatte. Es war der allererste offensichtliche Einsatz einer Referenz zu alten Episoden und daher war das für mich etwas ganz Besonderes.

Nach dem zweiten Film gab es zunächst einige Episoden, welche Referenzen clever einbauten, um den Wiedersehenswert zu erhöhen, ohne diese dabei in den Fokus zu rücken. So gab es in der Episode „Mall-Mädchen Perla“ (Staffel 9, 197a) diverse alte Nebencharaktere, die lediglich Im Hintergrund zu sehen waren. Eine Übersicht findet ihr im SpongePedia-Episodenartikel: http://de.spongepedia.org/index.php/Mall…Perla_(Episode). In der Episode „Fundsachen“ (Staffel 10, 213b) konnte man in den Regalen verschiedene Referenzen zu alten Episoden und den Filmen entdecken. Dazu ebenfalls eine Liste aus der SpongePedia:

 Spoiler


Das waren zwar alle Beispiele zu versteckten Referenzen, welche mir spontan einfielen (obwohl es noch viele weitere gibt), jedoch spricht das dafür, dass diese eben nicht so penetrant benutzt wurden, wie es später der Fall sein wird.

Der nächste Abschnitt befasst sich mit Referenzen, welche zwar offensichtlich verwendet wurden, doch welchen ich noch Positives abgewinnen konnte.

In der Episode „Wirbelhirn“ (Staffel 10, 205a) wurde erstmals die Beziehung von Mr. Krabs und Mrs. Puff wieder aufgegriffen. Des Weiteren bekamen bekannte Orte und Charaktere einen zweiten Auftritt, unter anderem Rock Bottom (Staffel 10, 214b), KritzelBob (Staffel 11, 229a) und Nosferatu (Staffel 11, 239b). Es störte nicht mal, dass im Fall von KritzelBob dieser die gesamte Handlung übernahm, denn der Einsatz solcher Referenzen war zu diesem Zeitpunkt frisch, wurde nicht ausgeschlachtet und konnte zumindest bei mir stets ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wann immer ein früherer Charakter erneut auftrat. Ebenso wenig hatte ich also ein Problem mit den "Returns-Titeln", mit denen man bereits vor dem Start der Episoden deutlich machte, dass alte Bekannte zurückkehren. Es gab:
- Bubble Buddy Returns (Staffel 8, 167b)
- Spot Returns (Staffel 11, 217a)
- Man Ray Returns (Staffel 11, 219a)
- Dirty Bubble Returns (Staffel 12, 252b)

Hier ist auch anzumerken, dass diese Charaktere ohnehin schon oft in der Serie vertreten waren (bis auf Spot bzw. Fleckchen, aber dazu gleich mehr). Bei beliebten "Ein-Mal-Charakteren" aus alten Staffeln hätte das wohl deutlich plumper gewirkt.

Wo ich schon bei Fleckchen war, hier ein kleiner Exkurs: Im Laufe der Zeit wurden mehrere Charaktere eingeführt, welche inzwischen regelmäßig Auftritte haben. Fleckchen dürfte da noch am bekanntesten sein, er ist seit der Episode „Planktons Haustier“ (Staffel 9, 186b) – ihr habt es erraten – Planktons Haustier.


Dann haben wir Lady Hochnas, deren erster Auftritt in der Episode „Krosses Catering“ (Staffel 10, 208b) war und bei der man allein durch den Namen und das Aussehen alles zu ihrer Persönlichkeit weiß:


Und leider gibt es auch Charaktere aus dem Spin-off Kamp Koral, welche bereits zwei Auftritte hatten (Staffel 13, 271a und 275b): Narlene und Nobby. Ich befürchte, dass da noch mehr folgen wird.


In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass Blubberbernd mittlerweile sehr viele Auftritte hat, das wurde ja bereits in seinem Charakter-Thread näher beleuchtet.

Im Großen und Ganzen finde ich es gut, dass neue Charaktere kreiert werden, die öfter in Erscheinung treten. So etwas wurde bei der Serie „Cosmo & Wanda – Wenn Elfen helfen“ reichlich kritisiert, zumal hier stets am Anfang einer Staffel Figuren debütierten. Bei SpongeBob habe ich jedoch nicht den Eindruck, dass das bei Fleckchen und Lady Hochnas schon zu Beginn eine bewusste Entscheidung war und es sich schlichtweg so entwickelte. Sie bringen nach über 200 Folgen frischen Wind. Nur auf das Kamp-Koral-Kuriositätenkabinett hätte ich verzichten können. Keine Ahnung, ob das zu sehr vom eigentlichen Thema abwich, aber eine interessante Information war das hoffentlich allemal.

Kommen wir endlich zum spannendsten Abschnitt: Die Referenzen, welche nichts weiter als eine billige Methode sind, das Nostalgiegefühl von Zuschauern zu triggern und damit die Illusion zu erschaffen, man hätte in den neuen Folgen noch clevere und schöne Momente. Szenen, welche so plakativ sind, dass dem YouTuber Valiumbums94 jedes Mal feucht im Schritt wird, weil er wieder ein 2-Minuten-Video hinklatschen kann, um seine geblendeten Abonnenten davon zu begeistern, wie klasse doch Referenz XY war. Ganz allgemein ist festzuhalten: In der Regel verliert etwas an Charme, je öfter man es sieht. Sämtliche folgenden Beispiele spielen sich innerhalb weniger Folgen ab. Baut man in jeder zweiten Episode eine Referenz zu alten Episoden ein, erzielt das nicht mehr den damaligen Effekt.

Das erste Mal, dass mir eine Referenz negativ auffiel, war am Ende der 12. Staffel in der Episode „Krosse Konzessionäre“ (267a). Dazu ein Auszug aus meinem Review:

Bei Thaddäus’ Handlung gab es noch eine weitere Sache, die mich negativ umhaute: Die Namen der Synchronsprecher Tom Kenny, Roger Bumpass und Bill Fagerbakke befanden sich mehr als deutlich lesbar an den Türen, als Thaddäus vorbeilief. So was kann man gerne ab und zu subtil einbauen, beispielsweise gefielen mir die Korallen in „Flucht vor dem Fahrer“, die hintereinander dem entflohenen Häftlingsfisch ins Gesicht flogen und den Namen „Kaz“ bildeten, aber in dieser Episode hätte man auch gleich die Bandmitglieder so nennen und hinter ihnen eine riesige Leuchttafel mit den Namen platzieren können. Lächerlich.

Von einem Easter Egg kann man hier gar nicht sprechen:



In der Episode „C.H.U.M.S“ (Staffel 13, 271b) singt SpongeBob random das F.U.N.-Lied:



Hierzu ebenfalls ein Auszug aus meinem Review, der das Ganze treffend beschreiben sollte:

Es folgte die Rückkehr des F.U.N.-Songs und mittlerweile habe ich den Eindruck, die Macher verfügen über ein Glücksrad mit allen Episoden der ersten drei Staffeln, um zu ermitteln, woher die nächste Referenz stammen soll. Damals war es ja noch nett, solche Callbacks zu haben, doch inzwischen scheint es nur noch reine Willkür zu sein.

Diese Art von Referenz ist so einfach zu machen, dass es mich keine drei Sekunden kostete, um selbst auf so was zu kommen: SpongeBob braucht neue Schuhe, betritt ein Schuhgeschäft und sieht dann, dass zwei Schuhschachteln gegeneinander kämpfen wie in der Episode „Der Film im Kopf“. Ta-taa!

In den ersten Fleckchen-Episoden verhielt sich Patrick wie ein Hund. Diesen kleinen Gag fand man wohl so lustig, dass man dazu eine komplette Episode namens „Hunde streicheln“ (Staffel 13, 270b) erschuf, in welcher sich der Seestern die vollen elf Minuten so benahm. Spoiler: Es ist eine der schlechtesten Episoden der Serie und ein perfektes Beispiel dafür, wie man etwas durch Wiederholung ruinieren kann.

Und jetzt der Grund, warum ich diesen Thread unbedingt erstellen wollte: Der Umgang mit Nosferatu. Eine der dümmsten Entscheidungen, die man überhaupt treffen konnte. Wie bereits erwähnt hatte er in 239b („Die Nachtschicht“ (und ja, die heißt zufälligerweise wirklich fast genau so wie seine Debüt-Episode)) einen erneuten Auftritt. Dieser war allerdings auch sehr kurz und damit ein netter Cameo.


Falls es dabei geblieben wäre, hätte ich nichts gesagt. Aber ihr könnt es euch denken: Dem ist nicht so. Stattdessen taucht Nosferatu innerhalb der 13. Staffel bereits vier Mal auf: „Ein Platz für Haustiere“ (268a), „Captain Pipsqueak“ (277a), „Squidferatu“ (278a) und „Slappy Daze“ (278b). Betrachtet man die Episodennummern genau, hat er innerhalb von vier Episoden drei Auftritte. Beide Episoden von Folge 278 erscheinen zwar erst am 14. Oktober, sodass nicht hundertprozentig klar ist, ob er zu sehen sein wird, jedoch wird er in den Kurzbeschreibungen erwähnt:

Thaddäus wagt sich zu Nosferatus Schloss, nachdem er versehentlich seine Post erhalten hat. / Nosferatus Diener Slappy verbringt einige Zeit in Bikini Bottom.

Dabei ist mir auch vollkommen egal, ob das zwei Halloween-Episoden sein werden. Die Tatsache, dass man aus einem Charakter, der eine so ikonische Szene in „Nachtschicht“ hatte, den allerletzten Tropfen rausquetscht, ist extrem abstoßend. Wie schlecht muss man als Episodenschreiber sein, um nicht zu realisieren, dass man damit die gesamte Wirkung verfehlt, wenn man eine Gruselfigur so inflationär verwendet?

Der Preis für die Szene mit den billigsten Cameos geht an diese aus Captain Pipsqueak:



Da fährt doch tatsächlich eine Kamera fast 20 Sekunden lang etliche Charaktere aus alten Episoden ab. Als ich das zum ersten Mal sah, war ich echt sprachlos. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, dass wir von Referenzen, welche im Hintergrund waren und somit keinen Einfluss auf das Hauptgeschehen hatten, zu so was gelangt sind. Ich kann halt nicht mal in Worte fassen, wie unglaublich "cheap" das ist.

Zum Schluss noch ein Kommentar, dass selbst die Episodentitel ab der 12. Staffel darauf aus sind, auf die Referenzen zu verweisen:
- The Goofy Newbie (258b; Goofy Goobers)
- Goofy Scoopers (270a; Goofy Goobers)
- Escape from Beneath Glove World (266; Handschuh-Welt)
- Food PBFFT! Truck (275a; „PBFFT!“ ist das Geräusch, das Rock Bottomer machen)
- Squidferatu (278a; siehe oben)
- The Salty Sponge (281a; noch nicht bestätigt, aber der Salzige Spucknapf oder eben The Salty Spitoon wird wahrscheinlich vorkommen)

Mich macht es irgendwo traurig, dass etwas, das ich anfangs als sehr positiv empfand, mittlerweile schamlos als Quotenköder missbraucht wird. Was denkt ihr darüber?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Chrdrenkmann« (3. Oktober 2022, 16:00)


Kartoffelpudding

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Dienstag, 4. Oktober 2022, 02:40

Also zuerst einmal freue ich mich, dass im SpongeForum mal wieder über SpongeBob geredet wird. Ich bin glaube ich der einzige hier, der immer noch regelmäßig Episoden aus den SpongeBob-Staffeln 1 bis 9 schaut und es juckt mich immer wieder in den Fingern, meine Gedanken zur Serie hier niederzuschreiben, und da ist ein so guter Einstiegspost wie dieser eine klasse Gelegenheit.

Warum die Nostalgiehascherei mittlerweile unerträglich geworden ist, hast du ja schon ausreichend dargelegt. Mich hatte das ehrlich gesagt schon in den Staffeln 9b bis 11 gestört, und da konnte noch niemand ahnen, dass es irgendwann solche Ausmaße annimmt und man NOSFERATU als Nebencharakter einführen will. Noch schlimmer als diese erzwungenen Bezüge zu alten Folgen finde ich aber die Selbstbeweihräucherung der SpongeBob-Crew. Das fing, genauso wie die Epidemie der Referenzen, mit Staffel 9b an, genauer gesagt mit diesem Insiderwitz in SpongeBobs Schneckenheim. Das war der Moment, an dem man zum ersten Mal gemerkt hat, dass sich die Serienmacher ziemlich geil finden. Meine Toleranzschwelle für sowas ist sehr gering. SpongeBob hat es fast zehn Staffeln lang geschafft, stets neue Ideen zu verwenden, ohne sich selbst abzufeiern und in irgendeine Art von ausgelutschten Metahumor abzudriften. Ich kann es beim besten Willen nicht ertragen, wenn sich die Serie ausgerechnet dann anfängt zu feiern (Massenhaft Referenzen auf alte Episoden, Anspielungen auf Leute, die an der Serie mitarbeiten, Spin-Offs en masse), wenn die popkulturelle Relevanz am Tiefpunkt angelangt ist und Stil, Humor, Tempo etc. nicht nur mit den ersten vier, sondern auch mit den ersten neun Staffeln so gut wie nichts mehr zu tun haben. Das ist chronologisch einfach genau falsch rum und lässt jeden guten Stil vermissen. Spätestens jetzt, wo Hillenburg tot ist, scheint das so, als wäre die Serie von Fan-Fiction-Schreibern entführt worden.

Deine Anmerkung bezüglich irgendwelcher YouTuber, die bei solchem „Fan-Service“ abgehen, hätte treffender nicht sein können. Ich habe schon mal erwähnt, dass die englischsprachige SpongeBob-Community völlig fixiert darauf ist, sich selbst vorzumachen, Staffel 9b+ wäre der geistige Nachfolger der ersten drei Staffeln. Auf SBMania habe ich sogar schon von einem Nutzer gelesen, er hätte alle Folgen der Staffeln 4 bis 9a gesehen und fände keine einzige (!) gut, und es ist immer wieder die Rede davon, dass alles außer den Staffeln 4 bis 9a „Kanon“ sein sollte. Die Leute wissen insgeheim natürlich, dass das Bullshit ist, weil es nun mal kaum Gemeinsamkeiten zwischen Pre-Movie-Ära und Post-Sequel-Ära gibt, aber als angekündigt wurde, Stephen Hillenburg sei wieder mehr beteiligt, haben sie wohl angefangen, sich das einzureden und bis heute nicht aufgehört. Ich vermute, die Referenzen beziehen sich bewusst hauptsächlich auf die ersten drei Staffeln (und sei es noch so erzwungen), um sich bei diesen Leuten anzubiedern, die dort offensichtlich einen Großteil der Fanbase bilden.

Ich glaube auch, dass dieser wahnsinnige Kreativitätsabfall das Ende der Serie einläutet. Bei dieser exponentiellen Steigerung müsste es ja in Staffel 16 ausschließlich Folgen über die Piraten aus der Kuchenbombe und den Förster aus Club SpongeBob geben, zusätzlich zu den 20 Spinoffs. Das alles deutet irgendwie nicht darauf hin, dass die Serie noch allzu lange laufen wird.
SpongeBob-Zitat (31.01.2023/79b):
:taddl: Kauf dir lieber ’n Strick und erschieß dich!

Holländer70

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Dienstag, 4. Oktober 2022, 04:02

Bei Thaddäus’ Handlung gab es noch eine weitere Sache, die mich negativ umhaute: Die Namen der Synchronsprecher Tom Kenny, Roger Bumpass und Bill Fagerbakke befanden sich mehr als deutlich lesbar an den Türen, als Thaddäus vorbeilief. So was kann man gerne ab und zu subtil einbauen, beispielsweise gefielen mir die Korallen in „Flucht vor dem Fahrer“, die hintereinander dem entflohenen Häftlingsfisch ins Gesicht flogen und den Namen „Kaz“ bildeten, aber in dieser Episode hätte man auch gleich die Bandmitglieder so nennen und hinter ihnen eine riesige Leuchttafel mit den Namen platzieren können. Lächerlich.


ist das nicht irgendwie was komplett anderes? also alle anderen punkte beziehen sich ja auf selbstreferenzen und sollen ideenlosigkeit und respektlosigkeit gegenüber dem status eines charakteres oder einer episode veranschaulichen, aber diese kritik greift hier doch gar nicht, oder?

ich schreib das auch nicht, um irgendeine nadel im heuhaufen zu finden oder so aber ich verstehe gerade nicht, was du daran denn schlimm findest, bzw. kann es mir aus dem rest des posts nicht ableiten

Chrdrenkmann

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Dienstag, 4. Oktober 2022, 15:24

Nun, in diesem Thread geht es unter anderem darum, dass Cameos und Referenzen nicht mehr im Hintergrund stehen, sondern stumpf so auffällig wie möglich platziert werden. In diesem speziellen Fall mit den Crew-Mitgliedern sind es keine schönen Easter Eggs mehr, dass in Sekundenschnelle Korallen in Form von Buchstaben ins Bild fliegen oder dass auf einer Tafel mit etlichen Formeln der Name eines Schreibers versteckt ist, sondern in dem Beispiel mit den Türen will man unbedingt, dass die Namen entdeckt werden. Was damit bezweckt werden soll, ist wohl etwas anderes, das stimmt schon. Kartoffelpudding hat es sehr passend formuliert, dass sich die Macher inzwischen sehr in Szene setzen und es so sehr ausartet, dass hin und wieder Körperteile der Charaktere durch menschliche ersetzt werden, obwohl dies keinerlei Mehrwert zu Gags hat.

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Freitag, 14. Oktober 2022, 17:27

Ich hab kein Problem damit das Nosferatu oft auftaucht. Ich hab aber ein Problem damit WIE er auftaucht. In seinem Film von 1922 war Nosferatu noch eine ikonische Gruselfigur. Und bei seinem Comeback in SpongeBob im Jahr 2002 wurde das auch genau so übernommen. Aber jetzt verkommt Nosferatu zu einer Gruselfigur vor der sich höchstens noch Babys gruseln. Das saugt. Außerdem ist sein jetziges Design dem Charakter unwürdig.

Ich weiß was die Intention der Macher ist. Nosferatu soll als möglicher Antagonist zur Serie dazukommen nachdem Plankton zum Good Guy umgeschrieben wurde doch so wie das aktuell gehandhabt wird ist einfach von vorne bis hinten falsch. Wie schon gesagt liegt das an seinem momentanen arschhässlichem Design und der Tatsache das er keine Stimme hat und somit völlig teilnahmslos wirkt. Und warum man sich dazu entschieden hat ihn in schwarz/weiß auftreten zu lassen ist sowieso schleierhaft. Ja er war bei seinem ersten Auftritt schwarz/weiß aber das muss ja nicht bedeuten das er immer in schwarz/weiß auftauchen muss.

Sein Auftritt in Kamp Koral ist übrigens der Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Das war nicht mehr Nosferatu.

Max Schreck würde sich im Grab umdrehen wenn er sehen könnte was aus seiner Figur gemacht wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »JumanjiJumanji« (14. Oktober 2022, 17:37)


1 Benutzer hat sich bedankt.

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Freitag, 14. Oktober 2022, 19:12

Ich hab kein Problem damit das Nosferatu oft auftaucht. Ich hab aber ein Problem damit WIE er auftaucht.

Die häufige Auftrittsrate ist in meinen Augen Teil des Problems. Es spielt keine Rolle, ob er in neuen Episoden böse und gruselig ist oder nicht: Je öfter man ihn sieht, umso mehr erfährt man ihn über ihn und das Mystische schwindet. Kein Mensch kann ernsthaft danach verlangen, Nosferatu innerhalb von zwei Folgen in drei Episoden haben zu wollen, weil das die damalige Intention nimmt, ihn als den großen Unbekannten darzustellen, welcher plötzlich in Bikini Bottom auftauchte und für das Flackern der Lichter verantwortlich war.

Ich weiß was die Intention der Macher ist. Nosferatu soll als möglicher Antagonist zur Serie dazukommen nachdem Plankton zum Good Guy umgeschrieben wurde […]

Diese Theorie fällt spätestens durch Folge 278, die ich inzwischen gesehen habe und daher kommen jetzt wohl Spoiler. Falls diese also jemand noch nicht gesehen hat und nichts im Voraus wissen möchte, sollte man den nächsten Abschnitt des Posts überspringen.

 Spoiler


Ich verstehe auch nicht, was es mit deiner Aussage auf sich hat, dass Plankton nun ein Good Guy sei. Ja, er hat mal ein paar lustige Szenen wie sein Date mit Karen unter dem Alter Ego Rail Ray oder sein Haustier Fleckchen als Stressabbau, aber an seinen fiesen Plänen hat sich gar nichts geändert und damit ist er de facto weiterhin ein Bad Guy.

Und warum man sich dazu entschieden hat ihn in schwarz/weiß auftreten zu lassen ist sowieso schleierhaft. Ja er war bei seinem ersten Auftritt schwarz/weiß aber das muss ja nicht bedeuten das er immer in schwarz/weiß auftauchen muss.

Die Kritik kann ich ebenfalls nur schwer nachvollziehen, weil das zum einen sinnvolle Kontinuität ist (Warum sollte er plötzlich in Farbe auftreten?) und zum anderen wenigstens noch irgendwo den mysteriösen Touch aufrechterhält. Er sticht heraus und entspricht der Erscheinung der schaurigen Filmfigur von damals. Eine Stilentscheidung, die ich voll und ganz unterstütze.

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