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21

Freitag, 28. Oktober 2022, 14:17

Kannst du genauer ausführen warum die Chance besteht?
Kenn mich irgendwie nicht so aus und bin grad irgendwie komplett am arsch haha also so rein logisch vielleicht gibt es da einen zusammenhang der übelst offensichtlich ist aber ich kann ihn grad nicht herstellen sorry
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Holländer70

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22

Freitag, 28. Oktober 2022, 17:11

gibt glaub ich keinen, musk hat halt nicht wirklich großartige veränderungen angekündigt, man kann es natürlich nie wissen

bisher hat er meines wissens nur angekündigt, "die meinungsfreiheit wiederherstellen zu wollen". ergo krasse worte dafür, dass halt wegen hatespeech keine tweets mehr gelöscht und accounts gesperrt werden

twitter wird so schnell wohl nicht untergehen, es erfüllt als politisches sprachrohr eine nischenfunktion in der social media landschaft. solange man nicht auf einmal auf die idee kommt, sich an andere portale extrem anzugleichen oder solange kein neues portal am horizont auftaucht, dass twitter in allem übertrifft wofür es steht, kann ich nicht sehen, wie twitter untergehen soll

ich feier twitter übrigens ziemlich, politiker haben die chance sich öffentlichkeitswirksam zu äußern, normale menschen können sich vernetzen und super leicht weiterbilden. außerdem ist es in zeiten von ständig deaktivierten kommentarbereichen und ohne dislike-button ein notwendiges mittel, um mehrheitsmeinungen in der bevölkerung abschätzen zu können

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Kartoffelpudding

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23

Freitag, 28. Oktober 2022, 22:35

Kannst du genauer ausführen warum die Chance besteht?
Kenn mich irgendwie nicht so aus und bin grad irgendwie komplett am arsch haha also so rein logisch vielleicht gibt es da einen zusammenhang der übelst offensichtlich ist aber ich kann ihn grad nicht herstellen sorry
Selbst für den reichsten Menschen der Welt sind 44 Milliarden eine ungeheure Summe. Vernichtung ist wohl übertrieben, aber möglicherweise wird er diesen Kauf langfristig noch bereuen, er wollte ja nicht umsonst aus dem Deal raus.

Was Twitter selbst angeht: Möglicherweise baut Elon Musk Twitter zu irgendeiner ganz anders funktionierenden Plattform um. Möglicherweise werden von Musk vorgenommene Änderungen dazu führen, dass sich die feindselige Atmosphäre im Twitter-„Diskurs“ steigert, der Ruf Twitters sich verschlechtert, immer mehr Nutzer die Plattform verlassen, aber kaum neue Nutzer dazukommen ... alles Spekulation. Ich glaube nicht, dass Twitter von heute auf morgen Geschichte ist, aber ich gehe davon aus, dass sich seine Stellung in der Gesellschaft langfristig verschlechtern wird. Wenn ich Twitter mal nebenbei von jemandem erwähnt sehe, dann fast ausschließlich in einem negativen Kontext, Holländers Post ist da die erste Ausnahme seit Jahren.

ich feier twitter übrigens ziemlich, politiker haben die chance sich öffentlichkeitswirksam zu äußern, normale menschen können sich vernetzen und super leicht weiterbilden. außerdem ist es in zeiten von ständig deaktivierten kommentarbereichen und ohne dislike-button ein notwendiges mittel, um mehrheitsmeinungen in der bevölkerung abschätzen zu können
Wie kommst du darauf, dass Twitter auch nur im Ansatz repräsentativ ist und dazu geeignet, die Mehrheitsmeinungen der Bevölkerung abzuschätzen? Dort sind bekanntlich weniger als 10% der User für 90% der Tweets verantwortlich, und dann kommt noch einmal der Survivorship Bias dazu: Wer Zeit und Motivation hat, aktiv Twitter zu nutzen und dann auch nach ein paar Wochen noch nicht vergrault ist, ist schon nicht mehr wirklich normal. Wer ein Poweruser dieser Plattform ist, stundenlang dort rumgammelt und dort in 50 Tweets zerstückelte Blogposts verfasst, ist süchtig oder hat sonst eine Störung.

Der Grund, warum Twitter als repräsentativer digitaler Marktplatz der Welt angesehen wird, obwohl es lächerlich weit davon entfernt ist, ist eigentlich nur, dass Journalisten ständig so tun, als wäre es so. Man vergleiche Twitter mal mit Reddit – beide sind unter den meistgeklickten Websites, beide haben Nutzerschaften, die absolut nicht dem Durchschnitt der Bevölkerung entsprechen. Von Reddit, einer Website, wo man ziemlich anonym ist und das Individuum nicht viel zählt, hört man in den Medien, egal ob englisch- oder deutschsprachig, fast gar nichts. Kein Nachrichtenmagazin schreibt über einen Shitstorm oder Trend, der gerade auf Reddit stattfindet, kein Newsartikel verlinkt zur Untermauerung seiner Story noch irgendwelche willkürlich ausgewählten Redditposts, in denen irgendwelche Nutzer ihre Meinung kundgeben. Reddit ist eine große Website, aber was dort passiert und was die Leute dort sagen, interessiert außerhalb von Reddit keine Sau – und genau so sollte es auch sein. Im Vergleich dazu könnte man meinen, dass Twitter, wo es für jede einzelne beschissene Meinung irgendwelcher Heinis ein garantiertes Publikum gibt und die Meinungsjournalisten in Massen herumlungern, der Mittelpunkt alles Geschehens auf der Erde sei. Es gibt haufenweise Newsartikel über den irrelevantesten Mist, der auf Twitter passiert, und man merkt, dass die Autoren stets denken, das Thema wäre von herausragendster Bedeutung. Und diese Autoren sind natürlich meistens selbst auf Twitter aktiv und haben deshalb jede Perspektive verloren.

Jetzt kommt noch hinzu, dass Unternehmen aus irgendeinem Grund genau wie du davon ausgehen, dass die Nutzerschaft von Twitter repräsentativ wäre für die allgemeine Bevölkerung, entsprechend Angebote und Werbung anpassen, und wir haben eine Welt, deren Diskurslandschaft, Medienlandschaft, Medienkultur oder wie auch immer man es nennen möchte, zu einem absurden Ausmaß von Leuten bestimmt wird, die auf einer sinn- und zwecklosen Plattform ihre auf 280 Zeichen begrenzten geistigen Ergüsse am lautesten und penetrantesten in den Raum schreien. Man kann den ganzen Scheiß nicht einmal mehr ignorieren, an jeder verfickten Ecke geht es um Twitter, Twitter und nichts als Twitter. Die Menschheit hat eine Website, deren Konzept es ist, Komplexität, Tiefgang und Ausführlichkeit möglichst zu verhindern, zum Dreh- und Angelpunkt eines Großteils des gesellschaftlichen inklusive politischen Diskurses gemacht. Wie dumm ist das bitte?! Das verdient eigentlich eine Art Darwin Award.

Diese Überhöhung von Twitter wird rückblickend als einer der Tiefpunkte der modernen menschlichen Zivilisation angesehen werden, und je schneller dieses Krebsgeschwür in der Versenkung verschwindet, desto besser.
SpongeBob-Zitat (31.01.2023/79b):
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24

Samstag, 29. Oktober 2022, 02:16

Ich bin immer niedergeschlagen, wenn ich mal schwach werde und mir anschaue, was Leute in den Twittertrends von sich geben. Es gibt mir das Gefühl, unser Land besteht nur aus Verschwörungstheoretikern. Dann muss ich mich mit dem Gedanken trösten, dass Twitter generell als die Plattform mit den toxischsten und dümmsten Nutzern gilt.

Holländer70

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25

Samstag, 29. Oktober 2022, 02:30

Wenn ich Twitter mal nebenbei von jemandem erwähnt sehe, dann fast ausschließlich in einem negativen Kontext, Holländers Post ist da die erste Ausnahme seit Jahren.


naja, ich glaub das liegt eher daran, dass sich menschen generell einfach sehr viel öfter negativ als positiv über dinge äußern, vor allem über etablierte. dadurch lassen sich leichter gesprächsthemen eröffnen, schlagzeilen generieren und vor langer zeit hat es und geholfen, die ratten in unserem 50-mann-stamm auszusortieren. die enormen klickzahlen lassen aber halt schon darauf schließen, dass es ein großteil aller menschen gut findet, bzw. gut finden muss, ansonsten würden sie es nicht nutzen.

Wie kommst du darauf, dass Twitter auch nur im Ansatz repräsentativ ist und dazu geeignet, die Mehrheitsmeinungen der Bevölkerung abzuschätzen? Dort sind bekanntlich weniger als 10% der User für 90% der Tweets verantwortlich


ich spreche ja nicht nur von tweets. genauso gibt es likes, journalistische beiträge über tweets, journalistische beiträge über die beiträge, etc etc. all diese sachen die dann ihrerseits natürlich auch wieder reaktionen hervorrufen, auf welcher plattform auch immer. der verbreitete wirkungskreis wirkt sich auf die abschätzung natürlich positiv aus, daher verstehe ich dein problem nicht wirklich. hundertprozentig korrekt lässt sich die mehrheitsmeinung ja sowieso nie ermitteln, es sei denn in form von umfragen


und dann kommt noch einmal der Survivorship Bias dazu: Wer Zeit und Motivation hat, aktiv Twitter zu nutzen und dann auch nach ein paar Wochen noch nicht vergrault ist, ist schon nicht mehr wirklich normal.


dafür müsste man erst mal den begriff "nutzen" definieren. wer auf twitter ausschließlich mitliest, und hierbei wird es sich um einen großteil aller nutzer handeln, dem ist jetzt nicht wirklich irgendeine einstellung oder ein gesundheitszustand zuzuschreiben, halt eigentlich nur, dass er sich für politik interessiert oder dafür, was promis so von sich geben.

Wer ein Poweruser dieser Plattform ist, stundenlang dort rumgammelt und dort in 50 Tweets zerstückelte Blogposts verfasst, ist süchtig oder hat sonst eine Störung.


eine überwältigende mehrheit der deutschen ist handysüchtig und mit sicherheit auch ein großteil aller unter 60 gezielt süchtig nach social media, kann da jetzt nicht so wirklich ein alleinstellungsmerkmal erkennen. abgesehen davon hab ich keine ahnung was an aktivismus schlecht sein soll.

Der Grund, warum Twitter als repräsentativer digitaler Marktplatz der Welt angesehen wird, obwohl es lächerlich weit davon entfernt ist, ist eigentlich nur, dass Journalisten ständig so tun, als wäre es so. Man vergleiche Twitter mal mit Reddit – beide sind unter den meistgeklickten Websites, beide haben Nutzerschaften, die absolut nicht dem Durchschnitt der Bevölkerung entsprechen. Von Reddit, einer Website, wo man ziemlich anonym ist und das Individuum nicht viel zählt, hört man in den Medien, egal ob englisch- oder deutschsprachig, fast gar nichts. Kein Nachrichtenmagazin schreibt über einen Shitstorm oder Trend, der gerade auf Reddit stattfindet, kein Newsartikel verlinkt zur Untermauerung seiner Story noch irgendwelche willkürlich ausgewählten Redditposts, in denen irgendwelche Nutzer ihre Meinung kundgeben. Reddit ist eine große Website, aber was dort passiert und was die Leute dort sagen, interessiert außerhalb von Reddit keine Sau – und genau so sollte es auch sein.


sorry, aber der vergleich hinkt komplett

bei twitter geht es darum, was öffentlichkeitswirksame menschen zu sagen haben. menschen, die in der öffentlichkeit stehen und/oder anderweitig renommiert sind. und natürlich interessiert es mich viel eher, was karl lauterbach zu irgendeinem thema auf twitter sagt als "illneverseeanypussy123" auf reddit. und natürlich ist es auch viel relevanter und journalistisch interessanter, das versteht sich doch von selbst.

Jetzt kommt noch hinzu, dass Unternehmen aus irgendeinem Grund genau wie du davon ausgehen, dass die Nutzerschaft von Twitter repräsentativ wäre für die allgemeine Bevölkerung, entsprechend Angebote und Werbung anpassen, und wir haben eine Welt, deren Diskurslandschaft, Medienlandschaft, Medienkultur oder wie auch immer man es nennen möchte, zu einem absurden Ausmaß von Leuten bestimmt wird, die auf einer sinn- und zwecklosen Plattform ihre auf 280 Zeichen begrenzten geistigen Ergüsse am lautesten und penetrantesten in den Raum schreien. Man kann den ganzen Scheiß nicht einmal mehr ignorieren, an jeder verfickten Ecke geht es um Twitter, Twitter und nichts als Twitter. Die Menschheit hat eine Website, deren Konzept es ist, Komplexität, Tiefgang und Ausführlichkeit möglichst zu verhindern, zum Dreh- und Angelpunkt eines Großteils des gesellschaftlichen inklusive politischen Diskurses gemacht. Wie dumm ist das bitte?! Das verdient eigentlich eine Art Darwin Award.

Diese Überhöhung von Twitter wird rückblickend als einer der Tiefpunkte der modernen menschlichen Zivilisation angesehen werden, und je schneller dieses Krebsgeschwür in der Versenkung verschwindet, desto besser.


nee, ich glaube eher, dass twitter in die geschichte eingehen wird als der anfang eines grundverständnisses wie demokratie in einer digitalen und sich zunehmend politisierenden gesellschaft gestaltet werden kann.

ich weiß auch nicht, wieso twitter irgendwie komplexität unterdrücken soll. dafür müsste ja erst mal ein komplexes grundverständnis von politik in der gesellschaft vorhanden gewesen sein. wieso mussten wir denn so lange warten, bis CDU-Wähler endlich aussterben? weil politik in der gesellschaft der zweiten hälfte des zwanzigsten jahrhunderts hauptsächlich so funktioniert hat, dass menschen die partei ihrer eltern gewählt haben. "weil wir das schon immer so gemacht haben" aha, in einer demokratisch intakten gesellschaft darf es so etwas wie stammwählerschaft eigentlich nicht einmal geben und dieses phänomen war nicht die ausnahme sondern die regel. politischer austausch und meinungsbildung hat dazu aus einem stammtisch und einer stammzeitung bestanden. das internet ist offensichtlich ein fantastisches instrument, seinen blickwinkel zu erweitern.

also deine ganze kritik an der mangelnden differenzierten betrachtungsweise und debattenführung ist nichts was twitter irgendwie hervorrufen würde, sondern ist schlichtweg der status politischer bildung in unserer gesellschaft. twitter macht es lediglich sichtbar und ist teil eines prozesses, in dem gesellschaft sich in größerer breite und intensität mit politik beschäftigt als es jemals der fall gewesen ist und der diese differenzierung letztendlich ermöglichen wird.

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Kartoffelpudding

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26

Samstag, 29. Oktober 2022, 18:12

naja, ich glaub das liegt eher daran, dass sich menschen generell einfach sehr viel öfter negativ als positiv über dinge äußern, vor allem über etablierte. dadurch lassen sich leichter gesprächsthemen eröffnen, schlagzeilen generieren und vor langer zeit hat es und geholfen, die ratten in unserem 50-mann-stamm auszusortieren. die enormen klickzahlen lassen aber halt schon darauf schließen, dass es ein großteil aller menschen gut findet, bzw. gut finden muss, ansonsten würden sie es nicht nutzen.
Der Großteil aller Menschen nutzt Twitter eben nicht, und ich sehe auch nichts, aus dem man schließen könnte, dass Leute, die Twitter nicht nutzen, generell eine positive Meinung davon hätten. Hingegen gibt es wie gesagt zumindest Indizien, dass die Meinung über Twitter außerhalb der Nutzerschaft oft eher negativ ist.

ich spreche ja nicht nur von tweets. genauso gibt es likes, journalistische beiträge über tweets, journalistische beiträge über die beiträge, etc etc. all diese sachen die dann ihrerseits natürlich auch wieder reaktionen hervorrufen, auf welcher plattform auch immer. der verbreitete wirkungskreis wirkt sich auf die abschätzung natürlich positiv aus, daher verstehe ich dein problem nicht wirklich. hundertprozentig korrekt lässt sich die mehrheitsmeinung ja sowieso nie ermitteln, es sei denn in form von umfragen
Okay, ich hatte dich nämlich so verstanden, dass Twitter allein schon gut wäre, um einen repräsentativen Überblick der Meinungen zu bekommen.

dafür müsste man erst mal den begriff "nutzen" definieren. wer auf twitter ausschließlich mitliest, und hierbei wird es sich um einen großteil aller nutzer handeln, dem ist jetzt nicht wirklich irgendeine einstellung oder ein gesundheitszustand zuzuschreiben, halt eigentlich nur, dass er sich für politik interessiert oder dafür, was promis so von sich geben.
Ich hatte mit „aktiv Twitter nutzen“ auch nicht nur Mitlesen gemeint, sondern das Erstellen eigener Tweets, Einklinken in Diskussionen usw.

eine überwältigende mehrheit der deutschen ist handysüchtig und mit sicherheit auch ein großteil aller unter 60 gezielt süchtig nach social media, kann da jetzt nicht so wirklich ein alleinstellungsmerkmal erkennen. abgesehen davon hab ich keine ahnung was an aktivismus schlecht sein soll.
Wie gesagt, 10% aller Twitternutzer sind für 90% aller Tweets verantwortlich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass geistig halbwegs gesunde Menschen, auch wenn sie durchschnittlich handysüchtig sind, es nicht schaffen würden, sich mehrere Stunden pro Tag intensiv auf einer so informationsüberladenen und toxischen Plattform einzubringen. Und wo habe ich Aktivismus erwähnt? Bei 50-teiligen Twitterthreads denke ich eher an irgendwelche als Außenstehender überhaupt nicht nachvollziehbaren Konflikte zwischen Nutzern, die auf Twitter mittelbekannt zu sein scheinen, die aber außerhalb kein Schwein kennt. Über die Maßen irrelevant und zwecklos, also eher das Gegenteil von Aktivismus.

sorry, aber der vergleich hinkt komplett

bei twitter geht es darum, was öffentlichkeitswirksame menschen zu sagen haben. menschen, die in der öffentlichkeit stehen und/oder anderweitig renommiert sind. und natürlich interessiert es mich viel eher, was karl lauterbach zu irgendeinem thema auf twitter sagt als "illneverseeanypussy123" auf reddit. und natürlich ist es auch viel relevanter und journalistisch interessanter, das versteht sich doch von selbst.
Aber genau das passiert doch?! Es gibt haufenweise Artikel, in denen erst kurz ein Ereignis beschrieben wird – ein Politiker hat irgendwas getweetet, irgendein Werbespot wurde ausgestrahlt, irgendwer hat irgendeinen Preis bekommen, irgendein Fußballspieler hat sich auf einer Pressekonferenz zu irgendwas geäußert, was weiß ich – dann heißt es „auf Twitter sorgte das Ereignis für großes Aufsehen“ und der Rest des Artikels wird dann mit einem Haufen Tweets von @hinzundkunz96 und @xX_assbunny_Xx gefüllt. Manchmal handelt es sich um sehr populäre Tweets, manchmal sind sie aber völlig willkürlich ausgewählt und haben zwischen null und ein paar tausend Likes.

Ich kann mich an einen Artikel über einen „Shitstorm“ erinnern, ich glaube bei T-Online, bei dem die Beispieltweets entweder eine einstellige Anzahl Likes oder gar keine hatten. Man kann als Leser nicht einmal erahnen, ob die ausgewählten Tweets überhaupt für die Meinungen auf Twitter selbst repräsentativ sind, wenn man nicht selbst überprüft, wie viele Tweets es dort zu dem Thema gibt, wie viel das im Verhältnis zu anderen Themen ist und welche Tweets die meisten Likes erhalten. Bei meinem Beispiel habe ich das gemacht und vielleicht 10 Tweets zu der Thematik gefunden – irgendein Praktikant bei T-Online hat aus einem absoluten Garnichts einen ganzen Artikel gezaubert, einfach, weil er es konnte und weil das heutzutage journalistische Praxis ist. Und jetzt stelle man sich vor, man würde einen Artikel über ein paar Leserkommentare bei Spiegel Online oder ein paar Redditposts schreiben – absurd, unmöglich, aber bei Twitter ist man das heutzutage schon gewohnt.

Und wie gesagt, weder Unternehmen noch Medien scheinen in der Lage zu sein, die gesamtgesellschaftliche Relevanz dessen, was sie auf Twitter lesen, in einen größeren Kontext zu stellen. Stichwort „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“ – Entschuldigungen von WDR-Intendanten und hunderte Artikel in allen Zeitungen, „Shitstorm“, „Riesenskandal“, „Eklat“, und das alles wegen ein paar hundert oder meinetwegen auch tausend Tweets? Wie du schon sagtest, Menschen äußern sich generell sehr viel öfter negativ als positiv, warum hat das hier keiner begriffen?
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CaptainOlimar

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27

Montag, 31. Oktober 2022, 12:46

boah hier geht's ja richtig ab im forum, dann muss ich wohl dringend wieder aktiv werden

gebt mir noch 1 paar tage dann bin ich back

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Danny8247

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28

Freitag, 11. November 2022, 11:53

Elon Musk hat für eine gigantische Summe von 44 Milliarden Dollar Twitter übernommen – was haltet ihr davon? Als glühender Hasser von Twitter, der auch Elon Musk auf den Tod nicht ausstehen kann, stehe ich dieser Entwicklung eigentlich recht optimistisch gegenüber – es besteht immerhin die Chance, dass die Sache mit dem Untergang beider Parteien endet. Das wäre fast zu schön, um wahr zu sein.

https://www.zeit.de/digital/2022-11/twit…iebsversammlung

Kannst du mir mal die Lottozahlen für nächste Woche verraten? 8O

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Freitag, 11. November 2022, 12:01

Oh, ich habe bis gerade eben gedacht dass er mit „dem Untergang beider Parteien“ nicht ELON und TWITTER meinte sondern die Demokraten und die Republikaner, also dieses System, dass es nur zwei „Parteien“(?) in dem Sinne gibt
Meine Frage die ich postete basiert auf die assumptions da ich den Zusammenhang zwischen den beiden Sachen herstellen wollte
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Freitag, 11. November 2022, 12:28

erstmal: maaaaaaaaaaaaaan

Zum Thema: Ich blicke auf den Untergang schon mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite ist es absolut urkomisch zu sehen wie die Seite mit jeder neuen Nachricht in Flammen aufgeht und der dumme Wichser sich vor der ganzen Welt lächerlich macht. Auf der anderen Seite, so sehr Twitter auch eine Ranzseite ist, ich hab dadurch wirklich viele tolle Leute kennengelernt und es wäre schon echt schade, den Kontakt zu verlieren, weil ich viele davon sehr ins Herz geschlossen habe. Hoffnung dass es nochmal eine positive Wende gibt hab ich aber auch kaum, deswegen versuch ich einfach damit abzuschließen und mich an den Fireworks zu ergötzen, insbesondere wenn es mehr als nur Twitter (namentlich bspw Tesla) mit in den Abgrund reißt. Fick diesen ekligen Geldsack :)
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