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Donnerstag, 29. Juli 2021, 15:59

Der Christopher Nolan Thread

Hey hier mal ein Thread über Christopher Nolan. Ich mag diese Filme von dem. Top 3 sind The Dark Knight, Inception und Tenet. Einfach nur cineastisches Gold.

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Freitag, 5. Juli 2024, 04:37

Dann möchte ich das sogenannte cineastische Gold mal bewerten. Heute habe ich Memento geschaut und konnte somit endlich die komplette Christopher Nolan Filmographie abschliessen. Mein Ranking:

12. The Dark Knight Rises (2012)
Man merkt, dass dieser Teil nicht ansatzweise an das Level des Vorgängers heranreicht. Bane als Bösewicht kann man nicht erst nehmen und die Story ist öde. Als Abschluss der Reihe passt es schon, aber die meisten Zuschauer haben sicherlich mehr erwartet. 3/10

11. Batman Begins (2005)
Ist in Ordnung als Einführung in ein neues Batman Reboot, aber meinen Geschmack trifft es gar nicht. Mit den ikonischen Tim Burton Filmen konnte ich mehr anfangen und auch der Film aus 2022 war im Vergleich aufregender. Die Bösewichte sind zum Einschlafen. Hier kommt keine Stimmung auf. 3/10

10. Tenet (2020)
Puh, ganz ehrlich, mit diesem Filme konnte ich mich nicht anfreunden. Das ist Nolan in seiner schlechtesten Form. Zu sehr fokussiert auf wirre Science-Fiction Konzepte und zu sehr darum bemüht, beeindruckende Bilder zu erzeugen. Mir fehlt die Lockerheit. Finde die Handlung albern und die Schauspieler nicht charismatisch. Am Ende wirkt es wie ein x-beliebiger Blockbuster. Kann man getrost skippen. 3/10

9. The Dark Knight (2008)
Es ist definitiv der beste Teil der Trilogie. Nicht nur mag ich die Anspielungen auf "Heat", sondern auch das Schauspiel von Heath Ledger. Er schafft es der Figur des Jokers Leben und Persönlichkeit einzuhauchen. Ist bestimmt overhypt, aber dennoch einer der herausstechendsten Superheldenfilme. Wieso war nicht schon der erste Teil so gut? 6/10

8. Memento (2000)
Ohje, also Memento war leider alles andere als ein Genuss. Abgesehen von der ungewöhnlichen (um nicht zu viel zu spoilern) Erzählstruktur hat mich die Handlung gelangweilt. Ich finde es lobenswert, dass Nolan sich an so einem experimentellen und auch durchaus komplexen Film versucht hat, aber das hätte er besser umsetzen können. Es war wohl einfach noch viel zu früh in seiner Karriere. Inception und Interstellar zeigen ja, dass er sich gesteigert hat und mit Leichtigkeit anspruchsvolle Konzepte realisieren kann. Zu sehr wurde sich hier auf das Gimmick der Erzählstruktur verlassen. Andere Elemente wie Optik und Atmosphäre blieben auf der Strecke. Das Schauspiel ist mittelmäßig. Guy Pearce in der Hauptrolle ist der einzige Lichtblick, alle anderen kommen blass rüber. 6/10

7. Dunkirk (2017)
Nach Interstellar entschloss sich Nolan dazu, einen etwas reduzierteren Film zu drehen, welcher die Operation Dynamo thematisiert. Dialoge spielen hier keine große Rolle. Die Figuren sind mir alle eher egal, aber die Bilder sind auf höchstem Niveau und es macht Spaß. Hoyte van Hoytema überzeugt mit seiner Kameraarbeit. 6/10

6. Inception (2010)
Inception war der erste Nolan Film, den ich mir angeschaut habe. Davor lief zwar auch schon The Dark Knight während einer Klassenfahrt im Bus, aber nicht in voller Gänze. Jedenfalls habe ich mir damals bewusst Inception auf DVD gekauft und empfand es als ein beeindruckendes Erlebnis. Die Actionsequenzen haben mich damals geflasht und auch das Traumkonzept wurde vernünftig behandelt. Guter Cast, allen voran natürlich Leonardo Di Caprio. Der Sountrack hat sein Übriges getan. Heutzutage würde ich ihn mir aber nicht noch einmal ansehen. Die Story rund um Cobb und seine Frau war mir zu kitschig und konnte mich emotional nicht mitreißen. Hier hat man aber schon gesehen, dass Nolan seinen Stil auf ein neues Niveau gebracht hat und anfing, mehr auf die Atmosphäre zu setzen. 6/10

5. Following (1998)
Sein Debut, ein Independent-Film mit einem Budget von gerade mal 6000 Dollar. Analog, schwarz-weiß. Man merkt sogar hier schon, dass er sich Gedanken um den Look gemacht hat. Würde nicht sagen, dass es amateurhaft wirkt, gerade nicht in der Criterion Collection Version. Mir gefällt an dem Film, dass die Handlung so simpel ist und allein vom Zwischenmenschlichen lebt. Dialoge, Gestik, Mimik. Mehr braucht es nicht. Finde auch den Gedanken interessant, dass eine Wohnung so viel über die Persönlichkeit des darin lebenden Menschen erzählen kann. Vom Genre her ist es irgendwas zwischen Neo-Noir und Mystery. Die ersten Werke eines Regisseurs sagen mir meistens zu, weil sie so ungefiltert sind. Auch Following gehört dazu. 7/10

4. Insomnia (2002)
Man muss dazu sagen, dass es sich hierbei um ein Remake des norwegischen Films von 1997 handelt, dementsprechend hatte Nolan hier nicht so viele kreative Freiheiten wie bei seinen anderen Werken. Al Pacino und Robin Williams spielen ihre Rollen hervorragend und auch Hillary Swank in der Nebenrolle macht einen soliden Job. Ich persönlich fand ihn spannend und habe wenig auszusetzen. 7/10

3. Oppenheimer (2023)
Na geht doch. Nach dem enttäuschenden Tenet konnte Nolan wieder zu seiner alten Stärke zurückfinden. Natürlich, der Film lebt in erster Linie von seiner Atmosphäre und die Handlung wirkt hier mehr wie ein Beiwerk, aber ich finde, so kann man biographische Dramen ruhig aufziehen. Auf der großen Leinwand lohnenswert anzuschauen. Wären die Interaktionen zwischen den Figuren weniger kühl, dann würde ich ihn vielleicht auch weiter oben ranken. 7/10

2. Interstellar (2014)
Der hat von allem etwas. Sowohl komplexe Science-Fiction Konzepte, als auch authentische Emotionen, eine packende Atmosphäre und wunderschöne Bilder. Gleichzeitig fungiert dieser Streifen als Hommage an "2001" von Stanley Kubrick. Mit Sicherheit einer von Nolans größten Meilensteinen. Obwohls so gar nicht mein Genre ist, wurde ich überzeugt. Ein besseres Werbevideo für Carhartt Jacken gibt es nicht. 8/10

1. The Prestige (2006)
Hatte ich lange Zeit gar nicht auf dem Schirm, aber letztendlich konnte mich The Prestige überraschen. Kein anderer Nolan Film setzt seinen Fokus so stark auf die Handlung. Das Optische gerät hier fast schon in den Hintergrund, obwohl einige interessante Effekte zum Einsatz kommen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde an erwartet hier einen der kompromisslose Konkurrenzkampf zweier Londoner Bühnenmagier. Fantastisches Drehbuch (basiert aber auch auf einem Roman) und gelungene Plottwists. Was will man mehr? The Prestige hat etwas sehr Zeitloses an sich und ich würde ihn mir auch mehrmals ansehen. 9/10

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Yanni Hendrix« (5. Juli 2024, 06:23)


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