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Freitag, 31. Dezember 2021, 02:06

Euer Song des Jahres 2021

Ab diesem Jahr spare ich mir mal das Auflisten von Chartshow-Songs, weil ich wirklich gar keine Radiomusik gehört habe und ich auch nicht denke, dass diese Listen jemals jemand benötigt hat. Diejenigen, die in diesen Threads posten, haben sich wahrscheinlich ohnehin schon ihre eigenen Gedanken gemacht.

Generell war das Jahr für mich musiktechnisch ziemlich dünn, weil die allermeisten Tage mit Songs aus Vorjahren verbracht wurden. Die einzigen 2021-Songs, die ich wirklich entdeckt habe und regelmäßig höre, sind „Shum“ von Go_A (beide Versionen; Ukraines Beitrag beim ESC) und „Touch Me“ von Melanie C. Wobei ich sagen muss, dass Shum mir extrem gefällt und es damit einen absoluten Tophit in diesem Jahr gab. Im erweiterten Sinn nenne ich noch „Rockin' on Heaven's Floor“ von Jeanette Biedermann, der zwar aus 2003 ist, welchen ich jedoch in den letzten Monaten rauf- und runterhörte. Der wurde bei The Masked Singer während eines Indizienfilms eingespielt und ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

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griesgram

ok, das war's.

  • »griesgram« ist männlich

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Freitag, 31. Dezember 2021, 21:09

Ich war dieses Jahr musikmäßig auch sehr wenig im Hier und Jetzt unterwegs und habe kaum Chart-Radio gehört. Aus meinem sehr begrenzten Überblick auf das Musikjahr kann ich aber sagen, dass ich das Album "An Evening With Silk Sonic" aus diesem Jahr sehr gelungen finde. Solche Funk-Töne haben in den letzten Jahren gefehlt. Ich kann mich da gar nicht auf einen besten Song festlegen, da fast jeder etwas an sich hat. Ausgesprochene Empfehlung!

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FREEEZY

Schüler

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3

Samstag, 1. Januar 2022, 21:34

Ich wollte den Post wieder wie im letzten Jahr gestalten und habe deswegen die 3 Genres rausgesucht, die ich am meisten gehört habe und eine Kategorie für den Rest zusammengestellt.
Auch dieses Jahr hab ich wieder wenig Musik gehört, das scheint sich mit euch bisher zu decken.
Dafür hab ich aber um einiges bewusster Musik gehört. Habe mich oft hingesetzt und einfach Musik gehört, ohne
nebenbei auf Bildschirme zu schauen oder sowas in die Richtung. Habe mir das vorgenommen und mir auch extra 2 Kopfhörer dafür gekauft (Für unterwegs
Moondrop Blessing2: Dusk und für zu Hause Hifiman Ananda). Will für 2022 dahingehend noch ein paar Einkäufe tätigen aber mal sehen.

Liquid Drum n Bass

Platz 5 Keys N Krates ft. Ambré - Glitter (Netsky Remix)

2021 hat Netsky dann doch noch delivered nachdem sein Album aus 2020 meinen Erwartungen nicht entsprechen konnte.

Platz 4 Alina Baraz - More Than Enough (Petroll Remix)

Direkt am 3. Januar ist dieses Lied rausgekommen. Leider etwas kurz aber auch sehr schön. Mir gefällt die Stimme der Sängerin sehr.
Da kann man nur hoffen dass 2022 auch so startet.

Platz 3 Low5 - Waiting for a Wonder

Im Februar gings dann direkt weiter mit dem nächsten Knaller. Auch hier ist die Stimme zum Schmelzen aber die Trompete ist sogar noch einen Tick besser.

Platz 2 Metrik - Route 164

Das Lied ist aus Forza Horizon 5 und die Szene dazu ist einfach so gut. Man hat das Spiel gerade begonnen und wird tutorialmäßig durch die verschiedenen
Renntypen geführt. Und dann kommt zum letzten "Tutorial" bevor das Spiel offiziell losgeht ein Flugzeug geflogen, das dir ein mehrere millionen teures Auto
auf die Straße wirft, dazu kommt der Drop aus dem Lied. Hatte beim Spielen echt Gänsehaut. Am besten schaut ihr euch das mal selbst an https://youtu.be/4WHBed4d4Uw?t=353
Wenn das Lied kommt muss man einfach Vollgas geben (Nicht nur im Spiel). Habe Metrik generell dieses Jahr lieben gelernt, es hat einfach extreme Pendulum Vibes was
der Typ produziert. Da das Spiel einen Monat alt ist muss ich wegen Recency Bias aufpassen, aber ich denke Platz 2 hat das Lied verdient.

Platz 1 Terror & Sam Calver - Gold

Ein saugeiles Lied, ich liebe die Stimme des Sängers und das Klavier. War im Sommer natürlich nochmal geiler, schön im Auto die Fenster
runterlassen und die Anwohner belästigen.

Future Funk

Leider war 2021 kein gutes Jahr für Future Funk in meinen Augen. Es wurde einfach haufenweise Müll produziert, einfach 80er Jahre Japanische Poplieder gegooglet,
in Frooty Loops bissel schneller gedreht, ein Drumset und dann den Bass bis zum Erbrechen boosten. Hat mich sehr an die schlimme Zeit am Anfang des Genres erinnert.

Platz 3 Toshiki Kadomatsu - Love Junky (Night Tempo Edit)

Eigentlich ist das Lied aus 2020 aber weil ich es dieses Jahr erst entdeckt habe packe ich es mit in die Liste für 2021.
Das ganze Album ist komplett irre. Fans von Future Funk, French House und m.M.n. auch City Pop sollten sich das auf jeden Fall
mal anhören. Night Tempo - Japanese Pop Edit heißt es. Wenn man dann die Originale anhört merkt man erstmal wie viel Night Tempo da an den Liedern geschraubt hat,
das ist weitaus mehr als "1.25x Speed + Bassdrum" was viele von Future Funk behaupten. Mariya Takeuchi, Tatsuro Yamashita und Taeko Ohnuki sind z.B. auch darauf vertreten.
Eigentlich wäre die Top 3 Liste einfach 3 Lieder von dem Album aber da es aus 2020 kommt hab ichs mal gelassen und nur ein Lied für Platz 3 nominiert.

Platz 2 Minuit Café - Spread More Love (Future Funk Edit)

Ein Künstler den ich vorher noch nicht kannte. Finde das Lied jedoch echt gut. Finds auch schön dass mal nicht japanischer City Pop als Grundlage verwendet wurde sondern
was mit englischem Gesang (auch wenn ich keine Ahnung habe wie das Originallied heißt).

Platz 1 Luanmer - Wind

Richtiges gute Laune Lied, beim zweiten Refrain bei "Kaze ni sasowalete" brülle ich immer mit wie son Ochse wenn ich das im Auto höre.

K-Pop/K-RnB

Im Vergleich zum letzten Jahr bekommt K-Pop/K-RnB ne eigene Kategorie, auch wenn ich dieses Jahr wenig davon gemocht habe. Bis auf STAYC sind auch
alle beim gleichen Label, scheint als würde mir da der Sound richtig gut gefallen. K-Pop als ganzes hat sich einfach in eine Richtung entwickelt, die mir
musikalisch und auch drumherum nicht mehr zusagt. Die Klassiker kann ich aber heute immernoch hören.

Platz 5 STAYC - ASAP

STAYC ist so ziemlich die einzige K-Pop Band die ich noch verfolge, weil mir bei denen bisher wirklich alle Singles gefallen haben. Das Lied Stereotype
das auch dieses Jahr rauskam ist auch richtig gut.

Platz 4 Crucial Star - Luv Intuition

Richtig guter Nujabes Tribut. Crucial Star ist einfach ultra vielseitig, kann rappen und singen und Nujabes ist sowieso kult.

Platz 3 Ji Chanel - If I

Finde die Stimme von dem einen Sänger einfach richtig gut.

Platz 2 DNEIRF - Fried Love

Auch wieder vom gleichen Label wie Crucial Star, DNEIRF sind die gleichen Künstler wie Ji Chanel aber unter anderem Namen (Wenn ich das richtig verstanden habe).

Platz 1 Crucial Star - Lost in a Fog

Mega gutes Lied, ich liebe es wie er diese depri Stimmung rüberbringt. In seiner Stimme hört man wirklich dass er da mit echten Gefühlen singt.
Dazu das Klavier passt einfach perfekt. Super für Herbst und Winter.

Rest

Platz 3 Night Tempo - Wonderland

Hier war ich mir gar nicht sicher in welche Kategorie ich das Lied packen soll. Night Tempo ist ein Future Funk Künstler, das Lied ist aber
nicht samplebasiert (soweit ich weiß) sondern eine komplette Eigenproduktion. Das ganze Album "Ladies in the City" ist super geworden, das Lied gefällt mir aber von allen
am Besten. Das Mädel aus dem Video ist übrigens mega hübsch wenn sie lächelt.

Platz 2 Salvatore Ganacci - Step-Grandma

Das Highlight ist eindeutig das Musikvideo, wobei das Lied natürlich auch super ist.

Platz 1 Stick Figure - Paradise

Stick Figure ist eine Reggae Band die ich schon ewig lang kenne und liebe. Sie sind ihrem Sound immernoch treu geblieben, haben sich über die Jahre aber merklich
weiterentwickelt. Dieses Jahr gabs leider kein neues Album aber dafür eine super Single.

Platz 1 des Jahres

Genreübergreifend mein Song dse Jahres 2021 ist ganz eindeutig

Acqours - KU-RU-KU-RU Cruller!

Bin jetzt nicht so der Fan von dem Anime aber das Lied ist schon richtig krass. Es hat mich überrascht wie gut das Lied produziert ist und wie detailreich es ist.
Am Besten gefällt mir sogar der Instrumentale Part ab 2:35. Schön jazzig/funky. Vor allem für son Animelied ist das echt was besonderes/einzigartiges.
Habe wirklich überlegt mir das Lied zu kaufen (kommt als Bluray mit Musikvideo) aber für 40€ (ohne Versand von Japan nach Deutschland) hab ichs dann gelassen.
Gibts aber auch auf Youtube https://youtu.be/CotA-w4Fl5Q?t=113

So das wars dann mit meiner Liste, mal sehen was noch so kommt :thumbup:

Teewurst

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Sonntag, 2. Januar 2022, 16:50

Musikalisch war das Jahr für mich wieder sehr abwechslungsreich. Grade in der ersten Hälfte hab ich viel verschiedenes und neues gehört, in der Zweiten eher nicht so. Ich werd mal chronologisch ein paar meiner Highlights durchgehen und mit ner Wertung von 1-5 versehen, wie "wichtig" mir das Lied ist. Am Ende versuch ich noch eine Top 10 zu destillieren (oder zwei Top 5s, eine pro Jahreshälfte) :pat:

Vorab kann ich noch kurz eine Kategorie an Musik abarbeiten, nämlich den FFXIV Soundtrack den ich in diesem Jahr entdeckt habe.
A Father's Pride, 2/5, eines meiner Lieblings-Overworld Themes (mein absoluter Favorit ist Beyond the Wall aber das ist von 2020)
Metal Brute Justice, 4/5, und Rise, 5/5, beides Battle Themes aus der Alexander Raid-Reihe, performed von der Band "The Primals", welche aus Mitarbeitern des Development Teams besteht. Ich liebe den Rock/Metal Einschlag der mit Jazz und Prog Elementen vermischt wird und zeigt, was für eine geile Bandbreite an Musikgenres FFXIV abdeckt.
Rencounter, 4/5, das Overworld-Battle Theme aus Shadowbringers, und auch wenns eig recht simples Gitarrengeschrammel ist, find ichs irgendwie mega gut.
To Fire and Sword, 3/5, ist das Theme vom ersten Shadowbringers Dungeon und zieht richtig an den emotionalen Fäden. Ohne zu viel zu verraten (oder zu reden), die Story am Anfang der Expansion ist sehr düster und man fühlt sich aufgeschmissen und ausgeliefert. Es kommt zur ersten großen Konfrontation und man muss sich, mehr oder weniger, in einer feindlich gesinnten Welt wieder von unten hochkämpfen. Das kommt in dem Theme für mich rüber, und auch wenn es typisch Fantasy-mäßig orchestriert ist, verarbeitet es das Leitmotiv aus dem ersten Areal ganz hervorragend.
Civilizations, 6/5, ein irre gutes Theme für einen dichten und ungezähmten Wald/Dschungel, welcher immernoch im Zeichen der ausgestorbenen Zivilisation steht, deren Ruinen er beheimatet.
A Long Fall, 5/5, die Kulmination eines halben Jahrzehnts an Leitmotiven in einen mega geilen Synthrock-track, dessen Memes sogar von den Entwicklern beim letzten Live Auftritt selbst adaptiert wurden.
Der Endwalker Soundtrack ist leider noch nicht auf Spotify (und ist ja auch erst im Dezember rausgekommen), daher werde ich mich auch nur auf das Main Theme Footfalls (10/5) beschränken. Nicht nur verarbeitet es alle Main Themes der früheren Expansions (mein Favorit hier ist das von Stormblood, ab etwa 2:20, unschwer zu erkennen an den Lyrics "Storm of Blood, born from Blood, of our fallen brothers". Die Unterstützung durch die Instrumente sowie der kraftvolle Gesang von Sam Carter, welcher eigentlich Sänger von der Band "Architects" ist, machen diesen Abschnitt zu einem absoluten Powerhouse); sondern fängt die fröhliche Melancholie von Endwalker perfekt ein. Sollte das Video übrigens copyright claimed werden, empfehle ich ebenso dieses Synth-Cover. Ich empfehle, wenn man es nicht als ganzes anhört, ab 2:56 reinzuhören, denn die ruhige Melodie dort leistet die Vorarbeit für einen der besten musikalischen Drops, die ich je gehört habe (insbesondere mit guten Kopfhörern)

With that out of the way, hier kommt die "normale" Musik!
Als erstes hätte ich Haul Away Joe von den O'Reillys und den Paddyhats (2/5). Das hat für mich so ein bisschen den Shanty-Hype eingeläutet, daher kann ich im selben Atemzug ebenfalls noch On the Railroad, The Curse und natürlich Wellerman nennen, jeweils 4/5, 5/5 und 1/5. Die ersten Beiden habens sogar in die Top 5 meiner meistgehörten Songs auf Spotify geschafft
Den Preis für das wahrscheinlich stylischste Video auf meiner Liste schnappt sich die Black Metal Version von Schubsetanz (4/5) einer meiner Lieblingsbands Feuerschwanz. Ich bin eigentlich nicht so Fan von Black Metal, Screaming und so intensivem Geschrammel dass es zu einem einzigen Rauschen verschwimmt, daher freu ich mich, dass der Song (auch aufgrund der Vorlage) sehr melodisch ist und die Chords richtig satisfying reinknallen.
Als nächstes kommt der offizielle Remix eines alten Bekannten: Dragostea din tei in der Eurobeat Version (3/5). Ich bin da durch eine abendliche, die Bettzeit hinauszögernde Wikipedia-Kettenreaktion gestoßen und fands super. Vom Stil her eher so Hirn aus und ballern, aber das muss ja nix schlechtes sein.
Breathe Deeper von Tame Impala (1/5) ist, find ich, für mich etwas ungewöhnlich: ein sehr flächiger, ätherischer Synthtrack der auf den ersten Blick wie Hingedudel wirkt, sich aber als sehr satisfying und musikalisch hochwertig entpuppt. Allerdings ein klein wenig abgehört.
Was wäre mein Musikgeschmack ohne obskuren shit den gefühlt keine Sau (mehr) kennt, in diesem Fall ist es Point of No Return von Exposé (3/5). Hier gibts auch nicht viel zu sagen, schöne Melodie mit nicen Synths und nem fetten Anemoia-80er Vibe

An dieser Stelle kommt in meiner 2021 Playlist ein großer Batzen an Eurovision Songs, weil mir dieses Jahr sehr viel davon gefallen hat. Ums kurz zu halten dampf ich es auf eine Top 3 runter (mit Zitti e Buoni als honorable mention)
3: Mata Hari von Efendi. Cleopatra von ihr war schon für den ausgefallenen 2020er ESC einer meiner Favoriten, und auch Mata Hari schlägt in dieselbe Kerbe. Man kann dem natürlich vorhalten, dass es etwas stumpf und on the nose ist, aber mir gefällts trotzdem.
2: Je me Casse von Destiny. Nicht nur war das der Favorit von meinem Vater, ich finds auch musikalisch richtig nice. Sehr upbeat ohne aber beliebig zu sein, noch dazu mit einer schönen Aussage von einer starken Sängerin. Zumal ich immer noch nicht über die Zeile "If you... excuse my French!" und den darauffolgenden Drop hinweg bin.
1: Shum von Go_A. Musik und Auftritt sind wie für mich gemacht, die Tron + 80er Ästhetik zusammen mit dem Witch Vibe und dem unorthodoxen aber eingängigen Musikstil, der sich denkt "einfach ballern", sind halt genau meins.

So, von hier aus gehts weiter im Programm mit Hydrogenuine von USS (4/5). Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, kann ich auch hier nur sagen, dass mir die prallen Akkorde sehr gefallen, insbesondere im Zusammenspiel mit der eigentlich eher simplen Melodie. Den Song hab ich auch überraschend oft beim duschen gehört. Abgesehen von den Songs die später in meine Top 10 kommen, ist das hier auch etwa der halfway point, von hier aus begann die zweite Jahreshälfte und mit ihr leider weniger und weniger abwechslungsreiche Musik.
Ich hätte auch nicht gedacht, dass es Rap hier mit reinschafft, und Stop the Hatred von MC Jin (5/5) ist auch hauptsächlich wegen des Textes drin, der ist dafür aber auch richtig stark.
Piano Man in der 2021er Version von Mamamoo (2/5) ist eigentlich ein Querschläger, weil das nur ein "Remake" eines älteren Songs ist, den ich schon Jahre kenne. Dafür gibt ihm diese Version einen schönen und frischen neuen Anstrich, welcher es dem Edel-KPop in diese Liste verhilft.

Damit ist meine 2021 Playlist abgeklappert, Zeit für die Top 10 (welche inzwischen schon mindestens ne Top 11 ist lul) ist es aber dennoch nicht - beim Durchklicken durch meine anderen Playlists hab ich noch so einiges entdeckt:
Zunächst einige Songs des Albums "Commodore 1864" von den Longest Johns, in welchem sie Chiptune Mixes von Shanties veröffentlicht haben. Meine absoluten Favoriten sind auch hier wieder On the Railroad (3/5) und vor allem The Curse (5/5).
Dann habe ich dieses Jahr auch mehr von GReeeN entdeckt, vorher kannte ich ja nur Highnachtsmann von ihm. Denk zu viel (5/5) ist dabei richtig eingeschlagen, auch hier ist die Musik zwar gut aber überlasst dem Text das Rampenlicht. Mit Zeilen wie "Alles ist gut wies ist [...] ich weiß dass es richtig ist doch manchmal herrscht da oben Krieg" oder "Ich male Geister an die Wand, doch diese sind nicht mal real, wann begreift das mein Verstand?" spricht er mir aus der Seele. Eigentlich hätte ich den gesamten ersten Refrain + zweite Strophe aufschreiben können, weil jedes Wort perfekt sitzt. Ziemlich neu rausgekommen ist Abrakadabra (3/5) da eher das Gegenprogramm, der Text ist für mich hier nur Beiwerk und stattdessen begeistert mich die lockere und erfüllende Musik.
Self Control von Laura Brannigan (2/5) ist zwar mal wieder ziemlich alt, ich habs allerdings in diesem Jahr für mich (wieder)entdeckt. Gekannt hab ichs vorher schon peripher, aber richtig bewusst gehört halt erst jetzt. Und, wen wunderts, ich liebe es, neben der Musik an sich, auch wieder für einen nostalgisch verklärten Blick auf die 80er
Ebenfalls grad noch so reingekommen ist Boy von Reol (5/5), erneut ein ziemlicher Stilwechsel. Ich hab da eigentlich keine wirkliche Bezeichnung für außer "moderner Pop", aber den Refrain find ich so belebend und das ist einfach ein Beat mit dem ich hart viben kann

So, und nun auf zum Endspurt, hier ist meine Top 12 Songs des Jahres!

12:
Brokkoli von Muffelwild. Dass Marti Fischer beteiligt war ist schonmal ein riesiger Pluspunkt, aber nicht nur haben sie Politsatire humorvoll musikalisch verpackt, der Song klingt auch als Musikstück einfach richtig geil. Der Einfluss von Seeed ist schwer zu überhören und trägt viel zur Eingängigkeit und Tanzbarkeit bei, es macht einfach immer Spaß das Lied anzuhören.

11:
Numb von Kuular. Dieses Cover von meinem Lieblings Linkin Park Song zeichnet sich dadurch aus, dass der Sänger den Refrain mit mongolischem Kehlkopfgesang singt, und ich glaube das reicht schon als Grund, um das mega geil zu finden.

10:
My Bed is Too Big (New DB Version) von Blue System/Dieter Bohlen. Ich bin ja schon seit Kindheitstagen Modern Talking Fan, und werde es wahrscheinlich auch immer bleiben, in diesem Jahr bin ich aber auf das "Dieter feat. Bohlen" Album aufmerksam gemacht worden. Klar kann man von der Person halten was man will, aber auf der Platte sind schon einige sehr nice neue Versionen alter favourites dabei. Zwar kein alter Favorit, weil ich das Lied erst so kennengelernt hab, aber eben einer dieser Remixes ist die DB Version von My Bed is Too Big, was ich spät im Jahr erst entdeckt, dafür aber so viel gehört habe, dass es im oberen Drittel meiner meistgehörten Songs gelandet ist.

8/7:
Lay All Your Blood on Me und Gimme! Gimme! Gimme! Performed by Victor Frankenstein. Wo wir schon bei Covern sind, das hier sind 2 ABBA Cover von einer meiner Lieblings-Online-Personalities, Brian David Gilbert, der zu Halloween ein ABBA-Coveralbum rausgebracht hat, in dem er klassische Horror-Charaktere die Lieder hat singen lassen. Daher hab ich die beiden hier auch geclustered, weil sie genauso gut vertauscht hätten auftauchen können. Ich würde auch sogar so weit gehen zu sagen, diese Versionen gefallen mir besser als die Originale - nicht nur hat BDG eine sehr schöne Gesangsstimme (vor allem merklich bei dem gehaltenen Ton vor dem Refrain im ersten Song), er bringt halt auch sein eigenes Charisma mit rein.

6:
Sera was Never in der Version von CamillasChoice. Ursprünglich ein Tavernenlied im Spiel Dragon Age Inquisition, über meinen Lieblingscharakter aus diesem Spiel, die namensgebende Sera, ist es mir sehr ans Herz gewachsen. Nicht nur die melancholische Art, sondern auch dadurch dass es Erinnerungen an Sera "am Leben halt", hat es sich den 6. Platz hier erschlichen.

5:
The Riddle von Nik Kershaw. Mal wieder ein Lied aus den 80ern das ich (wieder)entdeckt hab, und leider kann ich auch hier nicht viel neues sagen, was ich nicht eh schon gesagt hab (80er Vibe, Melancholie etc.), außer dass ich die Version von Gigi D'Agostino zwar geil finde, aber nicht ganz so sehr wie das Original (immerhin hab ich bei der Version noch ein schönes geistiges Bild vor Augen)

4:
Stay von Zedd und Alessia Cara. Ich war selbst überrascht dass ein Pop-Song es so weit nach oben schaffen würde, aber der Refrain mit Chorus-Effekt und passender Instrumentalisierung bringt meinen Ohren einfach viel zu viel satisfaction.

3:
Animals von den Architects. Na, ist der Name noch aus dem Eingang des Posts bekannt? Auf die Band bin ich dadurch gestoßen, dass der Sänger das Main Theme von Final Fantasy XIV: Endwalker singt. Und bei diesem Song geht mein altes Metalherz einfach auf, die rohe Energie die drinsteckt und einen zur Bewegung anregt, das Gesangstalent von Sam Carter - auch wenn ich mit den meisten anderen Songs der Architects nicht so viel anfangen kann, weil Metalcore und screaming dann doch etwas zu viel für mich sind, Animals find ich einfach richtig geil.

2:
Lights Off von Ace of Hearts. Zugegeben, auf die Band bin ich erstmal nur gestoßen, weil es die Band meines Lieblingsyoutubers (Alpharad) ist, aber auch davon abgesehen mag ich ihre Musik sehr. Lights Off wiederum kann ich musikalisch schwer einordnen, ich würde sagen es ist Pop mit Funk-Rock Einschlag? Die Musik ist sehr reichhaltig, ich liebe besonders die muted Gitarre die kurz spielt bevor der Rest der Band wieder miteinsteigt, und höre es einfach wirklich gerne.

1:
Über meine Nummer 1 möchte ich am liebsten gar nicht viel verraten. Final Fantasy XIV: Shadowbringers ist nicht nur mein Lieblingsspiel of all time, ich habe auch in keinem anderen Medium eine derart gute, packende und atemberaubende Story erlebt. Selbst Endwalker, so sehr ich auch das geliebt habe, kommt für mich persönlich nicht an die Erfahrung von Shadowbringers heran, und ein Spiel/Film/Buch müsste auch wirklich einiges leisten, um es vom Thron zu stoßen.
In großem Maße dazu beigetragen hat die Musik. Ich habe bereits einige Shadowbringers Tracks weiter oben genannt, und ich habe überlegt, ob ich hier auch "To The Edge" nehmen soll - das Lied für den fulminanten Höhepunkt, welches der Komponist, Masayoshi Soken, krebskrank im Krankenhausbett komponiert hat. Es wäre allerdings schwer, all dies bloß in Worten zu beschreiben, von daher habe ich mich für "Shadowbringers" als Nummer 1 entschieden - das Main Theme. Und ich kann nur wirklich jedem ans Herz legen, den Trailer anzuschauen - auch wenn man mit Final Fantasy nichts am Hut hat ist er, finde ich, ein perfekter Kurzfilm, das perfekte Mittel für die Musik, und, ich darf wohl sagen, mit das epischste, was ich jemals gesehen habe:
https://i.imgur.com/7xS0Fv6.jpg
MAJESTIC
BOI

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Danny8247

Figuerinhas

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Montag, 3. Januar 2022, 02:33

Ich werd meinen Musikpost diesmal auch ein wenig unstrukturierter halten und nicht so sehr nur nach den Statistiken gehen, wie ich das sonst gemacht hab. Für mich war 2021 musikalisch ein ziemlich cooles Jahr, es war wieder eine Mischung aus Neuem und Altbekanntem, wobei ich diesmal gefühlt weniger neue Musik entdeckt hab als 2020 (es landeten 635 neue Songs in meiner Lieblingssong-Playlist, im Vergleich zu 1441 im Jahr 2020, wobei ich da glaub ich auch noch schneller ganze Alben reingepackt hab, wenn ich mir dachte, dass die mir potenziell gefallen könnten)

Erst mal Bands bzw. ganze Alben:

Die größte Entdeckung habe ich gleich zu Beginn des Jahres im Januar gemacht, nämlich die Band glass beach, die dann tatsächlich auch die meistgehörte Band des ganzen Jahres wurde. Es gibt zwar erst ein Album der Band (was ich gar nicht mal so schlecht finde, wenn ich eine neue Band entdecke), aber der Vibe hat mich zumindest die ersten drei Monate von 2021 in den Bann gezogen und während des Jahres kam ich immer mal wieder darauf zurück.

Über das Künstler-Radio von glass beach habe ich dann im Februar die Band Panchiko entdeckt, das sind die mit der angeblichen Geschichte, dass das Album jahrelang verschollen war und dann zufällig wiederentdeckt wurde, was ich an sich schon recht interessant finde, aber auch sonst ist das Album "D>E>A>T>H>M>E>T>A>L" extrem nice (es handelt sich dabei nicht um Death Metal, sondern um Indie-Rock mit ziemlich harten Anemoia-Vibes).

Auch sehr viel gehört habe ich dieses Jahr die Band I DONT KNOW HOW BUT THEY FOUND ME. Die kannte ich zwar bereits davor, aber trotzdem greife ich immer wieder darauf zurück, wenn ich einfach so richtige Banger hören will. Es gibt echt einfach kein schlechtes Lied von ihnen.

Dann gab es natürlich auch ein paar Neuerscheinungen im Jahr 2021 von Bands, die ich vorher schon gerne gehört habe. Dazu gehört unter anderem "OK Human" von Weezer (einfach ein süßes Album irgendwie), "HINÜBER" von Mine (geil wie immer), "The S.S. Krill" von Billy Cobb (Jetzt macht der Dude auch noch Shanties, was hat er denn bisher noch nicht gemacht?!), "Happier Than Ever" von Billie Eilish (insbesondere der gleichnamige Track ballert) und natürlich Illusory Walls von The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die (geht jetzt in Richtung Prog-Rock, einfach mal ein 15-Minuten-Track und ein 20-Minuten-Track rausgerendert als wärs nichts).

Auch hoch im Kurs war das Album "At the Moonbase" von Slaughter Beach, Dog, ein Soloprojekt von einem Mitglied von Modern Baseball (die ich nicht wirklich aktiv höre). Hab ich irgendwie gerne gespielt, während ich nebenbei in Bravely Default 2 gegrindet hab, demnach verknüpf ich das auch irgendwie mit dem Spiel.

Das Album "Bleed American" von Jimmy Eat World könnte man auch noch erwähnen, weil es einerseits zwar ziemlich radiotauglicher und generischer Alternative Rock ist, aber dafür irgendwie erstaunlich gut ist und Spaß macht.

Und vielleicht noch aus der Kategorie obskur: "The Rabbit That Hunts Tigers" von Yin Yin (hatte nicht Dezis das mal random im Test gepostet? lul)

Kommen wir nun zu einzelnen Tracks, die mich begeistern konnten:

Hot Mulligan - *Equip Sunglasses*: Absoluter Banger, eine Mischung aus Midwest-Emo und Pop-Punk. Außerdem abartig geiles Musikvideo, obwohl ich ja sonst nicht auf sowas achte lul

Cojum Dip - Waltz in E-major, Op. 15 "Moon Waltz": Eine Mischung aus Walzer und Metal. Hab nie ein annähernd vergleichbares Lied gefunden, einfach meganice das Ding

Lazy Lizzard Gang feat. Alligatoah - Flugblätter: War glaub ich auch schon 2020 irgendwo dabei, aber ich habs auch dieses Jahr echt oft gehört. Ich würde behaupten, aus dem Bereich Rap ist das mein absoluter LIeblingstrack.

Badflower - Promise Me: 2019 erschienen, aber offensichtlich sehr vom Alt-Rock der 2000er inspiriert. Geht leicht in Richtung Guilty Pleasure, aber 1 Banger auf jeden Fall.

Lucy Dacus - Night Shift: Unglaublich schöner Indie-Track, der eine sehr geile Steigerung beinhaltet.

Paris Jackson feat. Manchester Orchestra - adagio: Eigentlich passt exakt dieselbe Beschreibung wie beim oberen Lied auch hier. Das ist übrigens tatsächlich die Tochter von Michael Jackson.

A Bunny's Caravan - Inclosed By Skies: Post-Rock at its finest, 10 Minuten pures Geballer.

Zwei Songs von zwei bereits erwähnten Bands will ich noch extra erwähnen:

I DONT KNOW HOW BUT THEY FOUND ME - Choke: Einfach ein B A N G E R sondergleichen

Und unweigerlich Platz 1 dieses Jahr (laut Last.fm-Statistiken wirklich mein meistgehörter Song) ist (wer hätte es gedacht) glass beach - bedroom community. Der Track ist einfach bombastisch geil und repräsentiert die ganze Band einfach perfekt.

Hab bestimmt einiges vergessen, aber das waren so ein paar der absoluten Highlights von 2021. Ich bin überzeugt, 2022 wirds so weitergehen :tu:

Mein Listening-Report von 2021 laut Last.fm übrigens: https://www.last.fm/de/user/Totenkopftoa…ing-report/year

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Freitag, 7. Januar 2022, 10:16

Ich muss noch zwei wichtige Ergänzungen machen. :pat2:

Zum einen den Dedoles-Song, welchen ich bereits vorhin im „Gute/Schlechte Werbung im TV“-Thread erwähnte und den ich sonst safe nächstes Jahr vergessen würde und dann noch einen Song, den ich tatsächlich komplett vergaß:



„Slawische Popmusik“ hatte ich die letzten Monate auch sehr oft gehört. Hier finde ich jedoch vor allem die Melodie super, die vor dem heftigen Bassdrop kommt.

7

Freitag, 7. Januar 2022, 11:14

Ich hab letztes Jahr nur das hier gefunden:

https://youtu.be/a_JD6gt4asI

Mir gefällt es.
:sponge: : „Das ist ein großer, wunderbarer, alter Felsen! Hach, die Pioniere sind meilenweit auf den Dingern geritten. Und er ist noch prima in Schuss“!
:taddl: : „SpongeBob! Hör endlich mit diesen Pionieren auf! Ist dir schon mal aufgefallen, dass die gar nicht mehr unter uns sind? Und zwar deshalb, weil sie lausig schlechte Tramper, Korallenfresser und Moosanbeter waren! Und du willst mir tatsächlich auch noch erzählen, dass sie auf Felsen reiten?“

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