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61

Mittwoch, 27. Februar 2013, 21:57

Also jetzt mal ernsthaft Rupture, ich hoffe dir ist selber klar dass du da einfach nur einen riesigen Haufen Scheißdreck erzählst. Entschuldige die ausdruckweise, aber es ist einfach wahr und zeigt, dass du dich null mit dem Thema auseinandersetzt.

Und das sage ich, obwohl ich selbst kein großer Rap-Fan bin. Aber wenn ich eins nich sehen kann, dann ist es, wenn Leute unumstößliche Fakten bestreiten. Rap ist Musik, ob du es wahrhaben willst oder nicht.

62

Mittwoch, 27. Februar 2013, 22:02

Also jetzt mal ernsthaft Rupture, ich hoffe dir ist selber klar dass du da einfach nur einen riesigen Haufen Scheißdreck erzählst. Entschuldige die ausdruckweise, aber es ist einfach wahr und zeigt, dass du dich null mit dem Thema auseinandersetzt.

Und das sage ich, obwohl ich selbst kein großer Rap-Fan bin. Aber wenn ich eins nich sehen kann, dann ist es, wenn Leute unumstößliche Fakten bestreiten. Rap ist Musik, ob du es wahrhaben willst oder nicht.


Ich hab jedoch gesagt, ich empfinde es so. Mich interessiert es also nicht weiter. Hip-Hoper empfinden Rock auch nicht als Musik und bekommen Kopfschmerzen. Genau so andersrum. Ich hab es nie als Fakt geschrieben. Und jetzt akzeptiert endlich meine Meinung. Für mich ist Musik harmonisch, mit Noten und Tönen, Begleitinstrumenten und am wichtigsten, melodiös (gibt Ausnahmen). Wenn ich jemanden über total unwichtige und kopfzerbrechende Themen reden hören will, schau ich irgendwelche Dokus. Und ich hab mich wohl dann etwas falsch ausgedrückt: Rap mag Musik sein, ich empfinde es aber nicht so, und Respekt hab ich vor Rappern erst recht keinen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RuptureFarms« (27. Februar 2013, 22:25)


63

Mittwoch, 27. Februar 2013, 22:44

wenn du sagst, "Hip-Hoper empfinden Rock auch nicht als Musik und bekommen Kopfschmerzen", präsentierst du deine subjektive meinung doch sehr wohl als unbestreitbaren fakt (ich darf mich übrigens zu der gattung zählen, die beide musikrichtungen (nicht im gleichen maße, aber ist ja irrelevant) favorisieren)? du könntest es viel leichter haben, würdest du den eindruck vermitteln, du hast dich mit der sache beschäftigt, aber so klischeebelastete phrasen wie "Meistens ist es nur ein eingängiger Beat (den man schon tausend Mal gehört hat) und darüber irgendwas über Drogen, Sex oder Coolness gelabbert" lassen nicht darauf schließen.

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Quatschtütenwürger

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64

Mittwoch, 27. Februar 2013, 22:49

Und wenn es für einen aber einfach nur ähnliche Beats und Gelaber über Drogen ist? Das hat doch nicht unbedingt zu bedeuten, dass man sich nicht ausreichend damit beschäftigt hat, sondern, dass man etwaige, von anderen wahrgenommene, Raffinessen, Besonderheiten o.ä. einfach nicht wahrnimmt bzw. nicht als solche ansieht. Zu der Gattung zähle ich mich und ich habe mir extra mal einige Lieder von Kollegah angehört - war halt Gelaber über Sex, Drogen, Nutten und Gewalt. So what.

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65

Mittwoch, 27. Februar 2013, 22:55

@Alle Beiträge von RuptureFarms

Vorab: Ich bin weder intolerant, und ich weiß dass schon genug andere Leute darauf eingegangen sind, aber meine Intention ist es nicht deine Meinung per se als falsch abzustempeln, sondern mich würde eher interessieren wie man dazu kommt so eine Meinung überhaupt zu sein, da sie offensichtlich aus Fakten resultiert, die naja, überhaupt keine sind.

Rappen ist NICHT nur Reden. Das ist rein objektiv total falsch. Ich weiß nichtmal ob du dir dessen überhaupt bewusst bist. Schonmal was von Rythmus/Rythmusgefühl gehört? Das spielt beim Rappen eine enorme Rolle: Jeder Rap-Beat unterliegt einem Takt auf den der Rapper dann "flowen" muss (er ist dann "onpoint"), wenn der Rapper den Takt verfehlt klingt das Ergebnis katastrophal. Musikalisches Gefühl ist also eine Grundvoraussetzung für's Rappen, du kannst ja mal einfach selbst irgendwas über einen Beat reden, wenn du keinen Unterschied zu richtigem Rap erkennst bist du derjenige der absolut keine Ahnung von Musik hat, nicht die Rapper.

Und irgendwie tust du so als gäbe es ausschließlich Gangsterrapper in Deutschland. Ich könnte locker zehnmal mehr Nicht-Gangsterrapper als Gangsterrapper in Deutschland nennen. Ich frage mich ernsthaft wie du zu der völlig dämlichen Annahme kommst alle deutschen Rapper würden über Drogen, Sex, und Coolness rappen. (wobei letztere Themen auch im Battlerap sehr stark vertreten sind, das dem Gangsterrap zwar stark ähnelt, heutzutage aber (deutlich mehr als früher) schon als anderes Genre gilt, Hörbeispiel ---->

 Spoiler




EDIT: Ernsthaft, warum redet hier jeder über ähnliche Beats? Ja, kann sein dass Synthie-Beats im Gangsterrap stark vertreten sind, aber ansonsten sind Rapbeats verdammt abwechslungsreich, also hört endlich mal auf Rap auf Gangsterrap zu reduzieren und alles zu pauschalisieren, verdammt nochmal.
Ich sage doch auch nicht dass Metal plumpes Rumgeschreie ist weil ich mal einen derartigen Black-Metal Song gehört hab.

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Quatschtütenwürger

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66

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:04

Ich sage doch auch nicht dass Metal plumpes Rumgeschreie ist weil ich mal einen derartigen Black-Metal Song gehört hab.

Mach doch ruhig. Meistens wird eine Reduktion doch lediglich zur Vereinfachung/Pointierung genutzt, das muss keinen bösen Hintergedanken haben.
Ich hab z.B. auch Beats jetzt einfach stellvertretend genommen, weil es dazu taugt, die allgemeine Systematik darzustellen. Ich würde da nicht zu viel reininterpretieren. :)

Und noch einmal: Nur weil DU sie als "abwechslungsreich" ansiehst, gilt das längst nicht für jeden. Ich finde, dass sich das meiste davon gleich anhört. Das find ich auch bei Songs von James Blunt. Ob da nun Variationen drin sind, die andere ganz toll finden, ist mir doch völlig wurscht. Für mich hört sich das gleich an und ist damit langweilig für mich.

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67

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:10

Rappen ist NICHT nur Reden. Das ist rein objektiv total falsch. Ich weiß nichtmal ob du dir dessen überhaupt bewusst bist. Schonmal was von Rythmus/Rythmusgefühl gehört? Das spielt beim Rappen eine enorme Rolle: Jeder Rap-Beat unterliegt einem Takt auf den der Rapper dann "flowen" muss (er ist dann "onpoint"), wenn der Rapper den Takt verfehlt klingt das Ergebnis katastrophal. Musikalisches Gefühl ist also eine Grundvoraussetzung für's Rappen, du kannst ja mal einfach selbst irgendwas über einen Beat reden, wenn du keinen Unterschied zu richtigem Rap erkennst bist du derjenige der absolut keine Ahnung von Musik hat, nicht die Rapper.


Das musst du mir nicht erklären ;) Rythmusgefühl haben die meisten. Ich glaube jeder kann im Rythmus bei einem Lied mitklatschen. Aber nicht jeder kann ganze Lieder schreiben. Ich meinte mit musikalisch sein wirklich "richtig" musikalisch.

Ich hab mir jetzt das Lied angehört, und es hat sich nichts verändert. Ich stell mir das so GTA-Mässig vor. Dort passt sowas durchaus. Aber für mich hört sich das auch wieder nur gleich an wie der ganze Rest. Ausserdem stört mich der Bass, der teilweise durchs ganze Lied immer nur Dasselbe spielt. Was ich natürlich rausgehört habe ist irgendwas mit Mutter und jemand der irgendwelche Augäpfeln frisst.

Wie bereits gesagt. Rap ist Musik, genau so wie Emocore, Heavy Metal und so weiter. Aber ich empfinde es nicht so. Es ist nichts für mich und musikalisches Talent hör ich da auch keins. Das Bild bestätigt alles sowieso nur noch einmal mehr. Für mich.

68

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:16


Und noch einmal: Nur weil DU sie als "abwechslungsreich" ansiehst, gilt das längst nicht für jeden. Ich finde, dass sich das meiste davon gleich anhört. Das find ich auch bei Songs von James Blunt. Ob da nun Variationen drin sind, die andere ganz toll finden, ist mir doch völlig wurscht. Für mich hört sich das gleich an und ist damit langweilig für mich.

Subjektivität und so in Ehren, aber ich finde ein Stück weit kann man durchaus objektiv beurteilen ob sich 2 oder mehrere Instrumentalstücke nun ähneln oder nicht.

Also mir persönlich würde es schon sehr wundern wenn mir jemand sagen würde dass der Beat zu diesem Track

 Spoiler

dem Beat zu diesem Track

 Spoiler

auch nur in irgendeiner Art und Weise ähnelt.

Also ich glaube wenn jemand zwischen diesen Beats viele Parallelen entdeckt, wird er die unweigerlich bei absolut jedem Lied eines Genres finden xD. Nichts für ungut :'D

69

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:20


Ich hab mir jetzt das Lied angehört, und es hat sich nichts verändert. Ich stell mir das so GTA-Mässig vor. Dort passt sowas durchaus. Aber für mich hört sich das auch wieder nur gleich an wie der ganze Rest. Ausserdem stört mich der Bass, der teilweise durchs ganze Lied immer nur Dasselbe spielt. Was ich natürlich rausgehört habe ist irgendwas mit Mutter und jemand der irgendwelche Augäpfeln frisst.

sorry für DP:

Öh, das war weder ein Beispiel für besonders musikalischen noch für inhaltlich auch nur ansatzweise aussagekräftigen Rap.
Wollte eigentlich ein Hörbeispiel für Battlerap in die Runde bringen, da in dem Thread zumeist so getan wird als wär Gangsterrap das einzige Rap-Genre, jedoch wohlwissend dass sich dieser vom Gangsterrap nicht großartig unterscheidet.
Wir haben in dem Forum genug Nicht-Gangsterrap Rap-Threads, und auch ansonsten kann man sich ruhig etwas bilden :art:

Quatschtütenwürger

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70

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:24

Ich hab ein ganz mieses Takt- und Rythmusgefühl xD Und auch ein untalentiertes Gehör. Zumindest, was so das angeht, was andere als musikalisch verstehen.
Es mag also durchaus auch daran liegen, dass sich für mich vieles gleich anhört, auch wenn Beats oder so eindeutig unterschiedlich sind. Ich will mal einen Vergleich anbringen, der vll. deutlicher macht, was ich meine: Actionfilme!
Die meisten Hollywood-Actionfilme sind lanweilig, weil sie alle gleich sind. Und jetzt schreien viele sicherlich, dass Matt Damon doch nicht wie Bruce Willis sei und der nochmal ganz anders als Jason Stratham und sowieso unvergleichbar mit irgendeinem Jude Law. Mag sein. Ist trotzdem größtenteils alles dasselbe Muster und damit iwann einfach lame.

Und da kann ein Rapper oder ein Metaler oder ein xyz noch so viele unterschiedliche Beats, Rhymes, Doublesteps, Punchlines, whatever haben, wenn es vorhersehbar ist, was kommt, wie es aufgebaut ist, was der Inhalt aussagt etc.

Vll. ist jetzt etwas klarer, wie man - völlig berechtigt - zu der Aussage komen kann, dass das alles gleich und damit uninteressant klingt.

Chrdrenkmann

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71

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:27

Schön, wie es hier schon ewig nicht mehr um Kollegah, sondern um Musik und Rap allgemein geht...

72

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:27


Ich hab mir jetzt das Lied angehört, und es hat sich nichts verändert. Ich stell mir das so GTA-Mässig vor. Dort passt sowas durchaus. Aber für mich hört sich das auch wieder nur gleich an wie der ganze Rest. Ausserdem stört mich der Bass, der teilweise durchs ganze Lied immer nur Dasselbe spielt. Was ich natürlich rausgehört habe ist irgendwas mit Mutter und jemand der irgendwelche Augäpfeln frisst.

sorry für DP:

Öh, das war weder ein Beispiel für besonders musikalischen noch für inhaltlich auch nur ansatzweise aussagekräftigen Rap.
Wollte eigentlich ein Hörbeispiel für Battlerap in die Runde bringen, da in dem Thread zumeist so getan wird als wär Gangsterrap das einzige Rap-Genre, jedoch wohlwissend dass sich dieser vom Gangsterrap nicht großartig unterscheidet.
Wir haben in dem Forum genug Nicht-Gangsterrap Rap-Threads, und auch ansonsten kann man sich ruhig etwas bilden :art:


Hört sich für mich beides gleich an D; Wie unterscheidet man das? Im ernst jetzt. Das führt eh nirgends hin. Für mich ist Rap, und somit Kollegah, eben einfach nichts.

Danny8247

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73

Mittwoch, 27. Februar 2013, 23:34

In einem gewissen Sinn kann ich QTW schon auch verstehen. Wie ich in meinem längeren Post etwas zuvor gesagt habe, kamen mir beim ersten Hören der Bossaura auch die Lieder sehr ähnlich vor, erst nach und nach merkte ich, dass sie sich dann doch recht unterschiedlich anhören. Und ich denke, das ist recht normal, wenn man zum ersten Mal mit etwas konfrontiert wird, mit dem man sich noch nicht so wirklich befasst hat. Geht mir eigentlich bei vielen Alben, die ich neu habe, auch so. Beim ersten Mal Hören achte ich nicht mal so richtig darauf, welches Lied jetzt wann zu Ende ist, ich schau mir erst mal das Gesamtbild an. Erst dann merke ich langsam die Unterschiede zwischen den Liedern. Bei Actionfilmen geht es mir übrigens genauso, oder auch bei Shooter-Games, die sehen für mich auch alle fast gleich aus. Aber ich bin mir sicher, würde ich mich näher damit befassen, würde ich auch da plötzlich Unterschiede finden, die mir davor nie aufgefallen wären. Das gleiche Phänomen gibts übrigens sogar bei Menschen, für uns sehen Asiaten ja auch alle irgendwie ähnlich aus, für diese hingegen sehen die Europäer alle total ähnlich aus. Das wird sich dann bestimmt auch ändern, wenn man eine Weile im jeweiligen anderen Kontinent leben würde. :D

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Namenloser

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74

Donnerstag, 28. Februar 2013, 00:35

für uns sehen Asiaten ja auch alle irgendwie ähnlich aus, für diese hingegen sehen die Europäer alle total ähnlich aus.

Das letzte halte ich allerdings für ein Gerücht. Asiaten sind sich objektiv untereinander ähnlicher als z.B. Europäer. Fängt schon mit den Haaren und der Hautfarbe an. Da gibt es in Europa einfach eine viel größere Varianz.

Ansonsten wurde eigentlich das meiste schon gesagt... ob Rap Musik ist oder nicht hängt zu 100% von der Definition ab, und ich finde im Gegensatz zu Danny, dass das überhaupt nicht objektiv ist und auch nicht sein kann. Wer soll überhaupt die Autorität haben, darüber zu entscheiden? Wikipedia bestimmt nicht. „Organisierte Form von Schallereignissen“ ist schön und gut, darunter fällt Rap sicherlich, aber eigentlich wirft diese Definition mehr Fragen auf als sie beantwortet. Was ist z.B. mit „neuer Musik“? Ist das „organisiert“? Ist Vogelgezwitscher Musik? Ist das Geräusch eines Presslufthammers Musik?

Letzten Endes ist es aber doch völlig irrelevant. Entweder man mag es, oder eben nicht. Ich selbst gehöre bekanntlich auch zu denen, die Rap nicht mögen. Ich find manche Vergleiche von Kollegah durchaus witzig, aber trotzdem ist das irgendwie immer die gleiche Masche...

Ich hab den Eindruck, dass generell Leute oft Musik an Maßstäben messen, die überhaupt nichts mit der Musik an sich zu tun haben. Prominentestes Beispiel dafür ist Bass. Je tiefer, lauter und dröhnender der Bass, desto besser die Musik. So Leute kennen wir doch alle. Meiner Interpretation nach liegt das daran, dass diese Leute völlig unmusikalisch sind, weshalb die Schönheit der komplexeren Muster in der Musik an ihrer Wahrnehmung vorbei geht. Deshalb ersetzen sie ihren fehlenden Sinn dafür durch etwas anderes, leichter wahrnehmbareres, wie z.B. dröhnenden Bass. Ich kann ja nicht verhehlen, dass ich das Gefühl auch ein bisschen cool finde, wenn mein Körper von nem Basston in Schwingung versetzt wird – geht wahrscheinlich fast allen so –, aber andere Muster in der Musik lösen bei mir Gefühle aus, die einige Dimensionen darüber liegen, und deshalb ist die Basslautstärke für mich kein Qualitätskriterium.

Und die Vergleiche von Kollegah sind für mich prinzipiell auch sowas ähnliches (wenn auch sicher niveauvoller als dröhnender Bass, damit mich jetzt niemand falsch versteht). Es ist so eine Art Ersatz-Musik...

Was dann noch übrigbleibt, ist der Rhythmus und das repetetive Hintergrundgedudel aka Beat.

Zu ersterem: Ich bin selbst jemand, für den Rhythmus in der Musik ziemlich wichtig ist, habe ich festgestellt. Deshalb tendiere ich wohl auch zu Thrash Metal, da geht es sehr stark um Rhythmus – zumindest wenn er gut ist. Da kann ich manchmal bei Rap was wiederfinden, aber im allgemeinen sind mir die Rap-Rhythmen einfach monoton. Das Gehirn mag halt Wiederholung... man muss nur lange genug Silben im gleichen Takt aufsagen, und irgendwann klingt es gut. Aber wenn man dann mal genauer hinhört, merkt man, dass es gar kein richtiger Rhythmus ist. Und das ist mir persönlich „zu billig“.

Noch mal zum Beat: Der Beat ist ja meistens nicht mal von den Rappern selbstgeschrieben, sondern wenn dann von Produzenten, und ganz oft ist er einfach aus irgendeinem Lied von einem talentierten Musiker „gesampelt“ aka geklaut. Darauf liegt halt einfach nicht der Fokus, und deshalb wird auch keine Arbeit reingesteckt, so sehe ich das. Deshalb kommt mir der Verweis auf den Beat, wenn mal wieder angeführt wurde, dass es im Rap keine Melodie gibt, doch eher wie ein Alibi vor. Der Beat ist komplett austauschbar. Ich behaupte: Niemand hört Rap wegen dem Beat.

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75

Donnerstag, 28. Februar 2013, 06:10


Noch mal zum Beat: Der Beat ist ja meistens nicht mal von den Rappern selbstgeschrieben, sondern wenn dann von Produzenten, und ganz oft ist er einfach aus irgendeinem Lied von einem talentierten Musiker „gesampelt“ aka geklaut. Darauf liegt halt einfach nicht der Fokus, und deshalb wird auch keine Arbeit reingesteckt, so sehe ich das. Deshalb kommt mir der Verweis auf den Beat, wenn mal wieder angeführt wurde, dass es im Rap keine Melodie gibt, doch eher wie ein Alibi vor. Der Beat ist komplett austauschbar. Ich behaupte: Niemand hört Rap wegen dem Beat.


Früher waren tatsächlich die allermeisten Rapbeats eigentlich nur Sample + Kleiner Schnick-Schnack drumrum zur Klangverbesserung. Aber heutzutage bauen die meisten Beatproducer ihre Beats fast nahezu alle ohne irgendein Sample, von dem her darf man schon Respekt zollen. Auch wenn dieser nicht den Rappern direkt gebührt, aber das ist ja egal, die Beatproducer sind ja nicht nur irgendwelche Typen die keiner kennt, und die im Hintergrund für den Rapper arbeiten, sondern bekannte Namen. Also wer viele Rapper kennt, kennt meistens auch viele Producer. Und wenn ein Rapper sagt: Für mein nächstes Mixtape werde ich die Beatproducer: Abaz, Gee Futuristic, Shuko, und Vizir Beats beauftragen, dann weiß ich schon ziemlich genau was mich erwartet, und Rapper geben ja auch an wer ihnen denn nun genau den Beat für diesen und jenen Track gebaut hat. (Oder sie bauen alle ihre Beats einfach selbst, ich kenne aber selbst nur eine Handvoll Rapper die das machen.)

Dass der Beat komplett austauschbar ist würde ich auch nicht unterschreiben. Zum Einen muss er zum Inhalt passen, um das atmosphärische Gesamtbild abzurunden, und zum Anderen ist der Beat, obwohl der Fokus auf dem Rap liegt, allgegenwärtig und die ganze Zeit präsent, er läutet den Track ein, schließt ihn ab, und ist auch sonst über den gesamten Track hinweg zu hören.
Und ob dieser einem nun zusagt oder nicht trägt definitiv zum Hörgenuss bei.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holländer70« (5. Mai 2014, 04:58)


76

Sonntag, 4. Mai 2014, 22:35



Neuer Kollegah Track raus, ich find ihn sehr gut und bewegend.
Sieger des SpongeForum sucht den Superstar Kids
Meister der 1. SF Liga 2012

Last.fm

77

Montag, 5. Mai 2014, 04:27

Finde den Track sound - und thematischtechnisch nicht überragend, ist aber kein Skipkandidat für King, lässt sich schon hören.
Der Track ist allerdings eine wohlwollende Musikmaterialisierung seiner Ansichten, welche ja bereits in Form des sehr guten Tracks NWO zutage kam, in welchem er den Krieg zwischen Religionen stark kritisiert, und so manch Wahrheit erwähnt die einige Menschen gerne zu verdrängen versuchen. (Die wahren Terroristen hängen in Bonzenvierteln rum/und schnallen ihren Brainwash-Opfern die Bombengürtel um)

Und er scheint mit dem Track ja auch einen Großteil der Rap-Hörer/Jugendlichen erreichen zu können, da er derzeit vielleicht der erfolgreichste Deutsche Rapper ist, und seine Facebook-Seite vollgespammt mit Aussagen von Jugendlichen ist welche sagen dass er ihr größtes Vorbild ist, und sie versuchen sich an ihm, und seinem Lebensstil ein Beispiel zu nehmen.

Womit sie meiner Meinung nach nichts falsch machen. Kollegah hat öffentlich ca. 5000 Euro für wohltätige Zwecke gespendet, und die Patenschaft für 4 in Bombengegenden lebenden Kindern übernommen. (wurde gefilmt, die Organisationen wurden näher erläutert, und laut Organisation sei der Spendenandrang nach Kollegahs Video, was ja Kollegah-typisch locker eine halbe Million Klicks generieren konnte, gestiegen)
Außerdem motiviert er die Jugendlichen zum Sport (Kollegah hat in Deutschland eine gigantische Fitness-Welle gestartet, ist nicht zu leugnen), die Finger von Drogen zu lassen, und predigt oft das Geld nur einen kleinen Stellenwert in jedermanns Leben einnehmen sollte, und dass es der Seele viel mehr gibt gutes zu tun, wie etwa das Geld zu spenden, oder seine Familie abzusichern.
Zudem sind sie ziemlich beeindruckt von seinem Jura-Studium (bzw. seiner Eloquenz, Kollegah ist der einzige Rapper der so beliebt bei den Jugendlichen ist dass er so ein Video machen kann, und dafür nicht komisch angeguckt, sondern respektiert und bewundert wird. Die ganzen Kiddies wollen das halt jetzt auch alle können.)und streben jetzt warscheinlich eher nach einem höheren Schulabschluss, statt zu denken dass man als Gangster mehr Erfolg hätte, und Lernen nur was für Langweiler ist.

Natürlich kann ich nicht behaupten dass jetzt jeder Jugendliche anfangen würde sich in der Schule anzustrengen, die Finger von Drogen zu lassen, Geld zu spenden/generell gutes zu tun, und Sport zu treiben, aber immerhin sehe ich jeden Tag auf Facebook/Youtube, und sonstigen Plattformen zig Jugendliche die so beeindruckt von Kollegahs Verhalten und Auftreten sind, und immer wieder schreiben dass er das totale Vorbild für sie ist.
Und natürlich kann ich nicht behaupten dass jeder Jugendliche der schreibt dass er jetzt den Ansporn habe sein Leben zu ändern das auch wirklich tut, aber wenn es nur einen, nur einen einzigen Jugendlichen gibt der durch Kollegahs Verhalten/Auftreten/Musik den endgültigen Ansporn bekommen hat sein Leben von Grund auf zu ändern, verdammt nochmal, dann war es das alles wert, und dann kann man mit Fug und Recht sagen dass Kollegah ein völlig legitimes Vorbild ist.

Er ist heute Abend übrigens bei TV Total zu sehen^^

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Garet

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78

Dienstag, 13. Mai 2014, 16:43

Auch wenn ich seine Musik nicht toll finde, war er mir als Person ja ganz sympathisch. Aber dieses Interview ist einfach nur panne und zeigt wohl, dass er nicht der gebildete und studierte Rapper ist, der er gerne vorgibt zu sein. Hätte mal im Biounterricht besser aufpassen sollen :thumbup:


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79

Dienstag, 13. Mai 2014, 16:59

Auch wenn ich seine Musik nicht toll finde, war er mir als Person ja ganz sympathisch. Aber dieses Interview ist einfach nur panne und zeigt wohl, dass er nicht der gebildete und studierte Rapper ist, der er gerne vorgibt zu sein. Hätte mal im Biounterricht besser aufpassen sollen :thumbup:


Für das Interview hab ich ihn auch schon vermehrt ausgelacht :tongue:

Er scheint allen Ernstes zu denken dass die Evolutionstheorie aussagt dass die Menschen vom Affen abstammen, oder dass es keine Amphibien oder Lungenfische gäbe :tongue:

Chrdrenkmann

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80

Dienstag, 13. Mai 2014, 17:14

Unabhängig davon, was Kollegah in diesem Video sagte, würde ich niemals einem Menschen wenig Bildung und dafür Dummheit unterstellen, wenn er bei nur einem Thema etwas Absurdes von sich gibt. Und schon gar nicht würde ich so weit gehen:

Zitat

Fre1maurer
vor 1 Tag

OK, es ist nun also offiziell: Kollegah ist ein sehr dummer, einfaeltiger Mensch.

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