Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: SpongeForum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Alison

crippling☆depression

  • »Alison« ist weiblich

Beiträge: 145

Dabei seit: 28. Juli 2011

Beruf: _ノ乙(、ン、)_

  • Private Nachricht senden

61

Sonntag, 30. Juli 2017, 16:41

Was mir in den letzten Jahren aufgefallen ist, ist das vermutlich ich eine latente Höhenangst besitze.
Am deutlichsten bewusst wird das, wenn ich mir vorstelle, auf einer hohen, ungesicherten Plattform stehen zu müssen (also ein Hochaus mit unvergitterten Fenstern, eine Brücke mit niedrigem Geländer usw).
Es ist jetzt schon einige Male vorgekommen, dass ich mich fast schon zusammenreißen musste, nicht runterzuspringen wenn ich in so einem Fall runtergeschaut habe. :pat:
Das ist allerdings kein unbekanntes Phänomen, und scheinbar nur eine Art Trugschluss des Gehirns.

Trotzdem habe ich Zweifel daran, ob ich deshalb wirklich jemals in einem Hochaus leben könnte. C:
Irgendwelche waghalsigen Fahrgeschäfte fallen damit auch für mich weg, außerdem kann ich es nicht leiden länger als ein paar Sekunden überkopf zu bleiben, im Übrigen weil ich mich selbst beim bloßen Anblick frage was denn passieren würde wenn das Ding jetzt in sich zusammenfällt oder der Sicherheitsbügel nicht richtig festsitzt. :sponge:
Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

1 Benutzer hat sich bedankt.

Sandy

You do me first

  • »Sandy« ist weiblich

Beiträge: 549

Dabei seit: 24. Juni 2012

Beruf: Your Nemesis

  • Private Nachricht senden

62

Dienstag, 22. August 2017, 20:09

Ich würde sagen, so ziemlich alles was mit Bindungen zu tun hat. Ich würde das bei mir nicht direkt Angst nennen, aber ich denke einfach, dass es das Gefühl ist, niemals wirklich zu jemandem gehören zu können bzw. eine ordentliche Beziehung zu führen - das fällt mir einfach furchtbar schwer.

Also ist das indirekt eine 'Bindungsangst', aber wiederum auch irgendwo nicht, weil es indirekt eine Angst ist, eher eine Hürde? Auf jeden Fall habe ich Angst die verlieren, die mir am wichtigsten sind.

Aber momentan ist es wahrscheinlich 100 % die Angst vorm Abitur...

FettusRechtus

Acta non Verba

Beiträge: 727

Dabei seit: 20. August 2011

Beruf: Rocketman

  • Private Nachricht senden

63

Samstag, 21. Oktober 2017, 20:31

Ich leide nun seit Januar diesen Jahres an einer psychischen Angststörung. Das artet sich im allgemeinen so aus, dass ich desöfteren Gliederschmerzen, ein Zerren im linken Brustbereich, welches sich in den linken Arm ausweitet, Kopfschmerzen und Panikattacken (gerade in der Nacht oder am späten Abend) habe. Als ich die Symptome, gerade das Zerren im Brustbereich, das erste Mal bemerkt habe, hatte ich extrem Angst, dass ich gleich einen Herzkasper oder Sonstwas bekomme. Ich war schon bei mehreren Ärzten (Allgemeinmediziner, Physiotherapheut, Cardiologe und Neurologe) und alle haben gemeint, es läge nicht am Körperlichen, da ich zu 100% Topfit bin (inb4 Fettus lo) sondern an der psychischen Belastung die mir seit der Nachricht des Lungenkarzinoms meiner Ma auf dem Körper liegt.
Am meißten Angst habe ich also vor der Angst selbst. Denn egal, wie oft ich mir selbst sage, dass es mir trotz der Lage sehr gut geht und ich nichts zu befürchten habe, so kommen immer wieder dieses Gefühl und mit ihm die Symptome zurück.

1 Benutzer hat sich bedankt.

Danny8247

Figuerinhas

  • »Danny8247« ist männlich

Beiträge: 1 097

Dabei seit: 9. Juli 2011

Beruf: Ex-Informatikstudent

  • Private Nachricht senden

64

Sonntag, 22. Oktober 2017, 09:46

Ich leide nun seit Januar diesen Jahres an einer psychischen Angststörung. Das artet sich im allgemeinen so aus, dass ich desöfteren Gliederschmerzen, ein Zerren im linken Brustbereich, welches sich in den linken Arm ausweitet, Kopfschmerzen und Panikattacken (gerade in der Nacht oder am späten Abend) habe. Als ich die Symptome, gerade das Zerren im Brustbereich, das erste Mal bemerkt habe, hatte ich extrem Angst, dass ich gleich einen Herzkasper oder Sonstwas bekomme. Ich war schon bei mehreren Ärzten (Allgemeinmediziner, Physiotherapheut, Cardiologe und Neurologe) und alle haben gemeint, es läge nicht am Körperlichen, da ich zu 100% Topfit bin (inb4 Fettus lo) sondern an der psychischen Belastung die mir seit der Nachricht des Lungenkarzinoms meiner Ma auf dem Körper liegt.
Am meißten Angst habe ich also vor der Angst selbst. Denn egal, wie oft ich mir selbst sage, dass es mir trotz der Lage sehr gut geht und ich nichts zu befürchten habe, so kommen immer wieder dieses Gefühl und mit ihm die Symptome zurück.

Ich hatte ja vor zwei Jahren eine Angststörung und mir kommt das alles sehr bekannt vor. Bei mir war es so, dass ich die ganze Zeit eine innere Unruhe in der Nähe vom Herz gespürt habe, mein Herzschlag war oft verschnellert und ein paar Mal hatte ich auch Panikattacken. Da meine größte Angst sowieso Krankheiten an sich sind, dachte ich auch die ganze Zeit, ich krieg gleich einen Herzinfarkt. Bei mir war aber natürlich auch alles körperlich vollkommen in Ordnung, trotzdem hat es einfach nicht aufgehört und wurde immer stärker.

Da das dann irgendwann so schlimm wurde, dass ich nicht mehr wirklich arbeiten gehen konnte, musste ich dann 3-4 Wochen stationär in die Psychiatrie (hab ich ja schon mal bei "Psychische Krankheiten" erzählt) und hab da dann mehr auch selber gelernt, dass das Ganze wahrscheinlich einfach die Trennung meiner Eltern war, die zu der Zeit stattgefunden hat und die mich einfach unterbewusst viel mehr belastet hat als ich dachte. Dazu kam dann auch noch der gesamte Umzug hier nach Böblingen und einfach die Tatsache, dass sich so viel auf einmal für mich plötzlich geändert hat, das war dann wohl einfach zu viel für mich.

Ich muss aber auch sagen, dass ich mich zum Glück sehr schnell wieder davon erholt habe. Nach diesem stationären Aufenthalt hatte ich die Gefühle nur noch ab und zu und inzwischen eigentlich so gut wie gar nicht mehr. Ich kann auch gar nicht sagen, was mir jetzt genau am meisten geholfen hat, vermutlich war es bei mir auch einfach überhaupt, herauszufinden, warum ich diese Angst hatte und dass ich diese Gefühle besser einordnen kann. Und auch einfach die Zeit, die es gebraucht hat, um mich an das neue Leben zu gewöhnen.

Geblieben ist bei mir weiterhin die übertriebene Angst vor Krankheiten und die Hypochondrie (aka "ich hab Kopfschmerzen, bestimmt sterbe ich daran" etc.). Aber das hab ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang und damit kann ich ganz gut leben.

Ich wünsche dir jedenfalls gute Besserung und hoffe, dass du auch möglichst schnell deinen Weg aus der Angst raus findest!

Ähnliche Themen

Thema bewerten