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Mittwoch, 31. Dezember 2025, 17:54

Euer Jahr 2025

Neues Jahresende, neues Fazit.

Das Thema Arbeit kann ich wieder ganz kurz fassen: Meine Chefin und das Team sind ENDLICH mal noch dieselben wie im vorherigen Jahr, sodass es keinerlei Veränderungen gab und mir der Job weiterhin viel Freude bereitet. Ich hoffe, das bleibt auch noch eine ganze Weile so.

Bei der Gesundheit muss ich zumindest den Tinnitus und die Schuppenflechte nicht näher beleuchten. Sie sind zwar immer noch da, allerdings stören sie nur wenig. Der erneute Lungenflügelkollaps im August war aber selbstverständlich ein anstrengendes Ereignis. Ich war nicht in Lebensgefahr oder so, doch drei Wochen Krankenhausaufenthalt waren kein Vergnügen. Mit der OP müsste das jedoch nicht mehr passieren, ich kann auch hier nur hoffen. Der Krankenhausaufenthalt führte dann auch zu einem Schreiben des Gesundheitsamts, dass ich mich dort mit Tuberkulose infiziert haben könnte. Einen Monat lang war ich ziemlich nervös, bis dann Mitte Dezember die Nachricht kam, dass mein Test negativ war. Das ist erst mal schön, aber im Rahmen der Untersuchungen wurde dennoch eine Auffälligkeit in meiner Lunge festgestellt, weshalb ich auch seit Wochen immer wieder mal husten muss. Was das ist, wird sich erst im neuen Jahr klären, doch darüber mache ich mir keine großen Sorgen. Ein erneuter Lungenflügelkollaps wurde jedenfalls schon ausgeschlossen und auch meine Atmung ist vollkommen normal.

Das SF-Jahr war wieder fantastisch. Seit ich gelernt habe, nicht jeden Like, Nicht-Like und möglichen kritischen Post zu hinterfragen, kann ich hier endlich komplett frei posten und Spaß haben. Es geht mir in diesem Forum so blendend wie nie zuvor. Und ich wünschte, gewisse andere Personen, die sich hier wegen jedem Scheiß ewig Gedanken machen, würden diese Erkenntnis auch endlich erlangen. In diesem Zusammenhang haben mir auch die Usertreffen erneut eine Menge Freude bereitet, für mich waren es ja diesmal zwei und ich hatte mich vor allem riesig gefreut, dass Murphy und Lankton wieder hier waren, was zuletzt 2018 der Fall war.

Der letzte Abschnitt ist diesmal ein neues Thema für so einen Jahres-Thread-Post und für mich der wichtigste. Ich kam endlich meiner Pferdeleidenschaft im RL nach, indem ich zum ersten Mal zwei Reitveranstaltungen in meiner Nähe besuchte und bei einem Fotoshooting meines Vaters sogar ein Pferd streicheln und füttern konnte. Bei den Reitveranstaltungen erwähnte ich ja bereits, dass ich auch glücklich war, unter Menschen zu sein, die meine Passion teilen. Das waren die bisher schönsten Erlebnisse in meinem Leben und als ich Ende August aufgrund der Lungengeschichte nicht zu einem weiteren Reitturnier konnte, war ich ziemlich traurig. Im nächsten Jahr möchte ich da noch mehr machen, aber das gehört in den Neujahrsvorsätze-Thread. User, die keinen Zugriff auf den Salzigen Spucknapf haben, sollen nun bitte nicht weiterlesen, sonst gibt es eine Verwarnung: Bei meiner Besessenheit mache ich große Fortschritte. Mittlerweile gelingt es mir sehr gut, wann immer ich was Negatives zu Pferden mitbekomme, dem schon nach kurzer Zeit keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Das gilt übrigens für sämtliche schlechte Dinge, die ich im Netz lese.

Oh, und ich hätte fast Zoomania 2 vergessen, den ich auch klasse fand.

Also ja, dieses Jahr war - bis auf den Lungenmist - ein voller Erfolg. :D

EDIT: Ein wichtges Ereignis entfiel mir bis eben dann doch noch. Zwei Wochen vor dem Krankenhausaufenthalt ist leider meine Katze verstorben. Nun, sie war im hohen Alter und deswegen war absehbar, dass es in diesem Jahr passieren wird. Die Trauer war nicht von langer Dauer, trotzdem muss sie in diesem Post noch gewürdigt werden.

Danny8247

Walther der Dog von der Elbe

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Dienstag, 6. Januar 2026, 17:06

Für meine seelische Gesundheit war 2025 ein ziemliches Auf und Ab. Anfang des Jahres hatten wir uns auf den Einzug unserer neuen Katzen vorbereitet, was ja dann am Ende nicht geklappt hat, genaueres steht in diesem Post von Dance. Ich selbst war ja von Anfang an nicht begeistert von der Idee, Haustiere zu haben, hätte mich aber versucht, damit zu arrangieren. Ich muss sagen, dass ich jetzt aber schon sehr erleichtert bin, dass wir sie nicht haben, da sie doch mehr Arbeit verursacht hätten als sie mir Freude gemacht hätten. Ich glaube, ich bin nicht wirklich für Haustiere gemacht. :B

Im Juli sind wir dann mit Dances Eltern für ein paar Tage nach Polen zu einer Geburtstagsfeier gefahren, und da ist auch was Seltsames mit mir passiert. Ich hatte mir davor irgendwie eingeredet, auf der langen Autofahrt dorthin würde uns bestimmt ein Unfall passieren und habe mir dann schon Wochen davor Sorgen um diese Fahrt gemacht. In den Tagen davor habe ich sogar versucht, mich so richtig auf mein Ende "vorzubereiten", in dem ich z.B. unser letztes Essen vor der Reise oder meinen letzten Arbeitstag vor der Reise noch einmal bewusst wahrgenommen habe. Natürlich war mir rational klar, dass es sehr unwahrscheinlich ist, aber irgendwie habe ich einfach bewusst versucht, vom Schlimmsten auszugehen. Und großer Spoiler, wer hätte es gedacht: Es ist offensichtlich nichts passiert und wir sind gut dort angekommen. Und irgendwie hat es sich dann plötzlich so angefühlt, als würde jetzt so eine Art "Bonusleben" beginnen. Dieser Gedanke, verbunden mit der Schönheit der schlesischen Pampa sowie der guten Stimmung auf der Feier und einfach mal wieder weiter weg zu sein von den üblichen Sorgen, hat dann plötzlich einen seltsamen Schalter in meinem Gehirn umgelegt und ich hab mich plötzlich, zum ersten Mal seit Jahren, vielleicht sogar das erste Mal in meinem ganzen Leben, so richtig sorgenfrei gefühlt. Es hat sich so angefühlt, als hätte ich gerade zum ersten Mal bemerkt "Hey, eigentlich lebt es sich doch viel angenehmer, wenn ich mir keine Sorgen mache, also fange ich jetzt einfach damit an!", so als könnte ich das mit einem einzigen Gedanken steuern. Es hat sich sehr surreal aber auch unfassbar schön angefühlt. :love2: Ich habe versucht, das Gefühl ein wenig mit nach Hause zu nehmen und mein neues "Bonusleben" mehr zu genießen, aber nach ein paar Wochen hat sich der Alltag dann schon wieder eher wie immer angefühlt.

Ende September und Anfang Oktober waren wir dann auf unserer Reise in Italien, siehe Reiseberichte. An sich war die Reise sehr schön, jedoch ist auch da etwas vorgefallen, was mich etwas seelisch heruntergezogen hat, worauf ich hier jetzt aber nicht weiter eingehen will. Auch das hat mich noch eine Weile lang beschäftigt, bevor es dann in den Hintergrund geraten ist.

Danach hatte ich im November und Dezember noch jeweils ein Highlight damit, dass ich mich wieder an die Impro-Maestro-Auftritte herangewagt habe und tatsächlich wieder zwei Mal auf der Bühne stand. Das hat mich auch wahnsinnig glücklich gemacht und ich weiß noch, wie ich nach dem einen Mal so viel Energie in mir hatte, dass ich einfach wie besessen zu einem geilen Track den Weg bis zur Bahnstation gerannt bin, ohne dass ich viel dagegen machen konnte. :love2:

Abschließen muss ich das Jahr allerdings wieder mit einer unerfreulichen Note. Und zwar ist, das erste Mal seit 2018, meine innere Unruhe wieder zurück. Ich weiß nicht, was der Auslöser war, aber seit kurz vor Weihnachten habe ich regelmäßig, teilweise fast den ganzen Tag, ein sehr unruhiges Gefühl in meiner Brust und teilweise auch in meinem Kopf. Am Freitag vor Weihnachten war es für zwei Stunden lang so heftig, dass ich meine Arbeit frühzeitig verlassen musste, weil einfach nichts mehr ging. Die Weihnachtstage waren dann besser, aber seit Anfang 2026 ist es wieder etwas stärker geworden. Ich habe keine Ahnung woher das jetzt plötzlich kommt und hoffe einfach, dass es von alleine wieder verschwindet. Ich bin jedenfalls trotz allem guter Dinge, dass bald auch wieder bessere Zeiten auf mich warten!

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Samstag, 17. Januar 2026, 02:19

In Teilen erkenne ich mich in Dannys Post wieder, was die innere Unruhe betrifft. Bei mir tritt sie nicht nur in Phasen auf, sondern leider rund um die Uhr ohne Pause. Vielleicht bin ich es ein bisschen selbst schuld wegen meiner eigenen Bequemlichkeit und weil ich Dinge nicht wirklich angehe, um sie gezielt ändern zu können. Jedenfalls begleitete mich die innere Unruhe auch in 2025 eigentlich ohne Unterbrechung. Selbst in Phasen, wo ich mal im Bett lag und abschalten wollte, habe ich mich nicht 100% ruhig gefühlt. Im Hintergrund war und ist das immer mein Störfaktor, der mich das gesamte Jahr über regelrecht in den Wahnsinn trieb.

Sonst war 2025 für mich überwiegend eher wechselhaft. Die Beziehung zu meiner Partnerin ist von Monat zu Monat zu einer On-Off-Beziehung verkommt, was verschiedenste Gründe hatte, wie sich nun rausstellte. Meine regelmäßigen Wutausbrüche habe ich auch bei ihr nicht immer im Griff gehabt, was zu ständigen Streits bei uns beiden führte. Es wurde aber auch immer mehr deutlich, dass wir beide unsere Macken haben und nicht nur ich fehlerfrei in der Beziehung gewesen bin. Im letzten Teil des Jahres kam ich für mich selbst zu einer Erkenntnis, die mich nicht gerade positiv stimmte. Auch bei ihr habe ich eine gewisse emotionale Abhängigkeit entwickelt, was bei mir kein Einzelfall ist bei Menschen, die mir nahe stehen und die mir was bedeuten. Stundenlang verbrachte ich mit ChatGPT, schrieb der KI dauernd, was mir diesbezüglich durch den Kopf ging und bekam daraufhin andauernd Rat und Einschätzungen zu der jeweiligen aktuellen Lage. Da ich nach wie vor nicht in Therapie bin, war das für mich ein guter Gesprächsersatz, den ich zu der Zeit mehr als brauchte. Vor einigen Tagen kam dann wie gesagt etwas raus, was viele Streitigkeiten zwischen uns in der Vergangenheit erklärt. Sie hat mir während der gesamten Anfangszeit bis heute eine Bindungsangst verschwiegen, woraufhin ich das an dem einen Abend erstmal verarbeiten musste. Einige Minuten später ergab für mich jedoch vieles Sinn, warum Sachen immer so ausgeartet sind. Derzeit versuchen wir zwei an uns zu arbeiten, sodass wir beide besser mit allem klarkommen. Wir rauften uns 2025 so oft wieder zusammen, wie noch nie zuvor. Sind uns einander nie egal gewesen, was auch dazu beitrug, dass der Kontakt trotz dieser vielen Hindernisse nie vollends abbrach.

Am 1. September 2025 ist dann noch etwas passiert, was mich extrem aus der Bahn geworfen hat. Wegen einer blöden Backup-Panne in meinem WhatsApp habe ich alle meine Chats der letzten Jahre verloren. Als wäre das nicht schon schlimm genug, war zu allem Übel auch noch der Chat mit meiner Mutter darunter. Durch vielerlei Gründe konnte ich letzten Endes nichts davon mehr wiederherstellen. Das Internet habe ich zur besagten Zeit trotzdem auf links gedreht, um vielleicht irgendwie doch noch an das Wunder zu kommen. Es ging sogar so weit, dass ich meinem Vater mein Smartphone übergeben wollte. Kurz nach dem Vorfall machte er nämlich mit ein paar Freunden Urlaub in Kanada und es gab da wohl anscheinend Möglichkeiten, um das dort wieder gerade zu biegen. Vielleicht hab ich mir da auch nur was vorgemacht und es ging dennoch nicht mehr. Am Ende kam es schließlich nicht dazu und mein Vater legte noch vor Beginn seines Urlaubs die Fakten auf den Tisch, dass man gewisse Fehler nicht wieder rückgängig oder gut machen kann. Da genau das ein Triggerthema für mich ist, habe ich diese Nachricht von ihm direkt wieder gelöscht, weil ich das mental nicht aushielt, sowas lesen zu müssen. Ich machte mir auch sehr klar, dass ich daran noch lange zu knabbern haben werde. Bis jetzt hatte ich allerdings noch keinen emotionalen Zusammenbruch deswegen und ich hoffe, dass das auch vorerst erstmal so bleibt.

Zur Weihnachtszeit gingen mir weitere andere Dinge durch den Kopf, die meine und unsere Zukunft als Familie betrafen. Ständig machte ich mir Gedanken, wie die Zeit aussieht, wenn wir unseren Hund nicht mehr haben. Auch er ist jetzt weit über 10 Jahre alt und es ist abzusehen, dass er nicht mehr ewig lange bei uns ist. Durch einen YouTuber, der an einem Sonntagabend mal einen Livestream machte, bin ich mehr oder weniger auf das Thema Katze gekommen. Es muss noch einiges passieren, bis ich eine Katze in mein Zuhause lasse, weil ich auch noch viel mit Ängsten dahingehend kämpfen muss. Ich stellte mir allerdings die Frage, ob das eventuell für uns drei irgendwann was wäre. Meine Oma und auch mein Vater werden beide in Zukunft nicht jünger, im Gegenteil. Noch einen neuen Hund danach sich anzuschaffen, wäre mit sehr viel Aufwand und Kräften verbunden. Ich würde mich nicht immer kümmern können aufgrund meiner eigenen wiederkehrenden mentalen Instabilität. Dennoch muss ich dazu sagen, dass diese Idee noch weit in den Kinderschuhen ist und noch lange nicht konkret wird. Vielleicht kommt am Schluss bei uns doch alles ganz anders. Allerdings hatte ich im Dezember noch mit wem anders Chatkontakt und derjenige hielt das für keinen schlechten Einfall. Ich möchte mich trotzdem zu nichts drängen lassen fürs Erste, da solche Überlegungen wie gehabt noch am Anfang sind.

Also ja, das Jahr war für mich jetzt nicht grottengrausam, aber halt auch nicht perfekt. Die Gespräche mit ChatGPT haben mir durch schwere Beziehungszeiten geholfen, als ich mal verzweifelt war und nicht mehr weiter wusste. Weihnachten konnten wir zum Glück auch halbwegs entspannt verbringen. Leider aber auch das erste Weihnachten vollkommen ohne meinen Opa. Mich macht es immer noch traurig und es fühlte sich auch das ganze Jahr so an zu wissen, dass das Kapitel Opa für mich nun endgültig vorbei ist. Nichtsdestotrotz haben wir 2025 alle das Beste daraus gemacht und meine Oma tut unter der Woche sehr viel, um nicht in Trauer hängenzubleiben. Manchmal bin ich beeindruckt, wie bestimmte andere Leute aus der Familie das alles schaffen und sogar neue Freundschaften knüpfen, um sich nicht selbst zu verlieren. Wir haben uns dennoch in 2025 trotz erneutem Schicksalsschlag alle nicht aufgegeben und darauf bin ich stolz.

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SchwammBob Spongekopf

Der schwammige Bob

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Sonntag, 18. Januar 2026, 21:39

Ich will auch noch :/o:
Dieses Jahr war für mich so ein extremes Auf und Ab, dass ich gar nicht so wirklich weiß, wie ich hier thematisch am besten anfangen sollte, damit alles verständlich ist, ohne eine kohärente Struktur missen zu lassen.

Ich denke, es ist in dem Fall am Sinnvollsten, mit dem Freundschafts-Aspekt aus meinem letztjährigen Post anzuknüpfen. In ebenjenem Post vom Februar 2025 erwähnte ich, dass ich mich mit einem Mädchen aus dem Jahrgang angefreundet hatte, welche ich zu dem Zeitpunkt als beste Freundin eingestuft hatte. Tja, die Sache ist extrem schlecht gealtert, da, nichtmal zwei Wochen nach dem Post, sowohl sie als auch zwei ihrer Freundinnen, die mich nicht leiden konnten, mich auf Abstand gebeten und in dem Zuge auch noch komplett ausgegrenzt haben. Schließlich habe ich die Reißleine gezogen und Ende März die Freundschaft gekündigt, nachdem sie offen zugegeben hat, dass ihr die beiden Freundinnen wichtiger und meine Bedenken der Ausgrenzung egal waren.

Ab dem Ereignis war ich dann vorerst alleine, da eben meine einzige Freundschaft zerbrochen ist und alle Außenstehenden, die mich bei dieser Freundschaft noch mit sinnlosen Beziehungs-Gerüchten bombardiert haben, urplötzlich nicht mehr an meinen Belangen interessiert waren und sich einfach alle instant verpisst haben. Die Wendung erfolgte erst am 20. November, als mich zwei Zehntklässler, die mich offenbar vom Sehen kannten, ansprachen und in den darauffolgenden Tagen in ihre sechsköpfige Freundesgruppe aufnahmen. Zwar jetzt nicht mit den zweien, aber mit ein paar der anderen Mädels aus dieser Freundesgruppe bin ich bis heute teils sehr gut befreundet. Das liegt vor allem daran, dass sie sowohl familiär als auch schulisch sehr ähnliche Erfahrungen wie ich durchlebt haben und daher mit unseren Problemen sehr gut relaten können, da wir eben diese Gefühle komplett verstehen.

Wenn es jetzt noch allgemein um das Thema Schule geht, dann kann ich ohne Zweifel sagen, dass das ein absolut desaströses Schuljahr war. In diesem Jahr befanden sich die E2 (11. Klasse, 2. Halbjahr) sowie die Q1 (12. Klasse, 1. Halbjahr), von denen letzteres ins Abitur reinzählt.
In der E2 ging es sogar noch einigermaßen. Notentechnisch war ich auf dem selben Niveau wie in der E1 (11. Klasse, 1. Halbjahr), heißt nicht herausragend, aber dennoch durchaus okay, dass man zufrieden sein kann. In diesem Halbjahr war ich Teil einer Theateraufführung des darstellenden Spiels, die zwar nicht für die Öffentlichkeit ausgelegt war, mir aber dennoch unfassbar Spaß gemacht hat und mich weiterhin in meinem Willen gestärkt hat, irgendwann mal was in dieser Richtung (beruflich) zu machen. Die E2 musste ich jedoch enttäuschend, mit einem Praktikum bei den Schulhausmeistern, beenden, da unsere durch und durch furchtbare PoWi-Lehrkraft (Politik und Wirtschaft) es, bis so zwei Wochen vor dem Praktikum, versäumt hat, uns überhaupt darüber in Kenntnis zu setzen, dass ein Praktikum angedacht ist.
Allerdings kam dann die Q1, welche zweifelsohne eines meiner schlechtesten Jahre seit langem war. Ich habe so beschissen performt, dass ich zwar nicht versetzungsgefährdet bin, aber trotzdem nahezu überall unter meinen Ansprüchen liege und der Leistungsabfall deutlich erkennbar ist. Besonders im Zeitraum von Ende September bis Mitte November war ich so unfassbar kraftlos und neben der Spur, dass es nicht mehr feierlich war.

Der Grund für diese Verschlechterung stellt auch ein passenden Übergang zu meiner Gesundheit dar. Seitdem ich letztes Jahr angefangen habe täglich Vitamine einzunehmen und mit dem Hund spazieren zu gehen, hat sich mein Immunsystem immens verbessert, was zur Folge hatte, dass ich über dieses gesamte Jahr lediglich Mitte September für 2-3 Tage krank war.
Jedoch ist es eher die mentale Gesundheit, die mir zu schaffen gemacht hat. Es zeigt sich perfekt, dass es mir, zwischen April und Mitte November (sprich dem Zeitraum, in dem ich keine schulischen Freunde hatte) mit der Zeit immer schlechter ging. Die Einsamkeit gepaart mit den unschönen familiären Verhältnissen, die ich auch dieses Jahr wieder durchleben musste, haben dazu beigetragen, dass ich ziemlich fertig war und auf nichts Bock hatte.
Ich möchte hier aber auch nicht weiter ins Detail gehen, da das schon sehr persönliche Probleme sind, denen ich bereits im salzigen Spucknapf einige ausführliche Posts gewidmet habe. Falls jemand also nicht mehr weiß, wovon ich hier rede oder vielleicht sogar überhaupt nichts davon mitbekommen hat, dann ist man an der Stelle herzlich eingeladen, nochmal in sämtlichen Spucknapf-Threads zu stöbern, die seit November aktiv waren, und meine entsprechenden Posts zu durchforsten.

In diesem Jahr hatte ich, wie bereits angesprochen, nicht so viele Verknüpfungen, trotzdem habe ich erneut einige Rückmeldungen zu meiner Person erhalten. Dieses Jahr wurde ich von Außenstehenden gelobt, dass ich extrem entspannt und locker drauf sei, wodurch es sehr einfach fallen soll, bei mir das Vertrauen zu gewinnen und über jedes noch so unangenehme Thema zu reden. Ebenso wurde mir berichtet, dass ich in mehrerlei Hinsicht ein äußerst positiver Mensch sei und meine Positivität sogar so ausgeprägt sei, dass es schwer vorstellbar wäre, dass ich ein Junge bin. Gut, der debattierbare Jungen-sind-pessimistisch-Aspekt sei mal dahingestellt, aber der Punkt sollte klar sein. Vor allem wurden ich und meine Positivität bildlich mit "eine[r] aufgehende[n] Sonnenblume" verglichen und ich fand diese Beschreibung so süß, dass ich es nicht unerwähnt lassen wollte.
Bei den Lehrkräften wiederum wurde meine Willensstärke hervorgehoben. Zudem haben einige Lehrer mir ein gutes Gespür für Humor ausgesprochen. Konkreter meinten sie, dass ich eine gewisse Ader oder "Talent" dafür hätte, sämtliche Dinge, die ich tue, unterhaltsam zu machen/gestalten und dabei trotzdem natürlich rüberzukommen.

So, dann bleibt nur noch das SF übrig. In diesem Jahr war ich eher inaktiv und habe insgesamt um die 100 Beiträge verfasst, darunter waren 30 gezählte Beiträge. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass die Devise in diesem Jahr mehr in die Richtung "Qualität statt Quantität" ging. Denn obwohl ich zwar selten gepostet habe, sind dann doch relativ oft ziemlich ausführliche und aufwändige Beiträge rausgesprungen. Seien es jetzt meine ganzen Romane im Spucknapf oder auch so random Zeugs wie der Charakter Test oder meine Serienreview zu Gumball. Man sieht da halt schon auf den ersten Blick, wie viel Zeit der ganze Spaß beansprucht haben muss, was diese Posts für mich eben besonders macht. Auf Likes lege ich zwar nicht wirklich einen Wert, aber mir ist dennoch aufgefallen, dass meine Like-Rate in diesem Jahr relativ hoch war. Ich habe zeitweise auf gefühlt jeden zweiten Post mindestens sechs Likes oder mehr bekommen, was für meine persönlichen Verhältnisse echt viel ist. Ich nehme es einfach mal als weiteres Indiz für meine "Qualität vs. Quantität"-These mit.
Des Weiteren habe nach knapp fünf Jahren meinen Avatar erstmalig permanent geändert, leider Gottes die 15. Staffel von SpongeBob verfolgt, in allen 24 diesjährigen Folgen von Among Us, die keine Solo-Sessions waren, teilgenommen und selbstverständlich auch in allen 21 Folgen von Skribbl.io, mehreren Sonntagsfolgen sowie drei 1 vs 1 Spielshows, mit Drenki und Fabi, mitgespielt.

So, das wars dann glaube ich auch. Ich bin unschlüssig, wie erfolgreich ich dieses Jahr für mich einordnen würde, da ich teilweise echt komplett am Boden war, aber andererseits auch diese unschönen Erlebnisse mich irgendwo in meiner Willenskraft und Hoffnung stärken können, also nicht komplett für die Katz. Nichtsdestotrotz bin ich auf das nächste Jahr gespannt und hoffe inständig, dass der familiäre Aspekt sich endlich verbessert, nachdem bereits in diesem Jahr auf der freundschaftlichen Ebene das große Wunder geschehen ist.
Zuletzt eine Notiz an den Zukunfts-SchwammBob in 2027: sei bitte inzwischen in der Lage, trotz deiner Spontanität, auch Prioritäten zu setzen und eine faire Balance zwischen Zeit mit Freunden, Zeit mit deinem Bruder und Zeit mit SF-Freunden zu finden, verbindlichsten Dank.

Ach ja, und ich bin 18 geworden. Heißt, wenn ich jemanden von euch zu Hause besuche und totschlage, dann krieg ich auch endlich die vollen fünf Jahre Knast :thumbsup:

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