Ich will auch noch
Dieses Jahr war für mich so ein extremes Auf und Ab, dass ich gar nicht so wirklich weiß, wie ich hier thematisch am besten anfangen sollte, damit alles verständlich ist, ohne eine kohärente Struktur missen zu lassen.
Ich denke, es ist in dem Fall am Sinnvollsten, mit dem Freundschafts-Aspekt aus meinem
letztjährigen Post anzuknüpfen. In ebenjenem Post vom Februar 2025 erwähnte ich, dass ich mich mit einem Mädchen aus dem Jahrgang angefreundet hatte, welche ich zu dem Zeitpunkt als beste Freundin eingestuft hatte. Tja, die Sache ist extrem schlecht gealtert, da, nichtmal zwei Wochen nach dem Post, sowohl sie als auch zwei ihrer Freundinnen, die mich nicht leiden konnten, mich auf Abstand gebeten und in dem Zuge auch noch komplett ausgegrenzt haben. Schließlich habe ich die Reißleine gezogen und Ende März die Freundschaft gekündigt, nachdem sie offen zugegeben hat, dass ihr die beiden Freundinnen wichtiger und meine Bedenken der Ausgrenzung egal waren.
Ab dem Ereignis war ich dann vorerst alleine, da eben meine einzige Freundschaft zerbrochen ist und alle Außenstehenden, die mich bei dieser Freundschaft noch mit sinnlosen Beziehungs-Gerüchten bombardiert haben, urplötzlich nicht mehr an meinen Belangen interessiert waren und sich einfach alle instant verpisst haben. Die Wendung erfolgte erst am 20. November, als mich zwei Zehntklässler, die mich offenbar vom Sehen kannten, ansprachen und in den darauffolgenden Tagen in ihre sechsköpfige Freundesgruppe aufnahmen. Zwar jetzt nicht mit den zweien, aber mit ein paar der anderen Mädels aus dieser Freundesgruppe bin ich bis heute teils sehr gut befreundet. Das liegt vor allem daran, dass sie sowohl familiär als auch schulisch sehr ähnliche Erfahrungen wie ich durchlebt haben und daher mit unseren Problemen sehr gut relaten können, da wir eben diese Gefühle komplett verstehen.
Wenn es jetzt noch allgemein um das Thema
Schule geht, dann kann ich ohne Zweifel sagen, dass das ein absolut desaströses Schuljahr war. In diesem Jahr befanden sich die E2 (11. Klasse, 2. Halbjahr) sowie die Q1 (12. Klasse, 1. Halbjahr), von denen letzteres ins Abitur reinzählt.
In der E2 ging es sogar noch einigermaßen. Notentechnisch war ich auf dem selben Niveau wie in der E1 (11. Klasse, 1. Halbjahr), heißt nicht herausragend, aber dennoch durchaus okay, dass man zufrieden sein kann. In diesem Halbjahr war ich Teil einer Theateraufführung des darstellenden Spiels, die zwar nicht für die Öffentlichkeit ausgelegt war, mir aber dennoch unfassbar Spaß gemacht hat und mich weiterhin in meinem Willen gestärkt hat, irgendwann mal was in dieser Richtung (beruflich) zu machen. Die E2 musste ich jedoch enttäuschend, mit einem Praktikum bei den Schulhausmeistern, beenden, da unsere durch und durch furchtbare PoWi-Lehrkraft (Politik und Wirtschaft) es, bis so zwei Wochen vor dem Praktikum, versäumt hat, uns überhaupt darüber in Kenntnis zu setzen, dass ein Praktikum angedacht ist.
Allerdings kam dann die Q1, welche zweifelsohne eines meiner schlechtesten Jahre seit langem war. Ich habe so beschissen performt, dass ich zwar nicht versetzungsgefährdet bin, aber trotzdem nahezu überall unter meinen Ansprüchen liege und der Leistungsabfall deutlich erkennbar ist. Besonders im Zeitraum von Ende September bis Mitte November war ich so unfassbar kraftlos und neben der Spur, dass es nicht mehr feierlich war.
Der Grund für diese Verschlechterung stellt auch ein passenden Übergang zu meiner Gesundheit dar. Seitdem ich letztes Jahr angefangen habe täglich Vitamine einzunehmen und mit dem Hund spazieren zu gehen, hat sich mein Immunsystem immens verbessert, was zur Folge hatte, dass ich über dieses gesamte Jahr lediglich Mitte September für 2-3 Tage krank war.
Jedoch ist es eher die mentale Gesundheit, die mir zu schaffen gemacht hat. Es zeigt sich perfekt, dass es mir, zwischen April und Mitte November (sprich dem Zeitraum, in dem ich keine schulischen Freunde hatte) mit der Zeit immer schlechter ging. Die Einsamkeit gepaart mit den unschönen familiären Verhältnissen, die ich auch dieses Jahr wieder durchleben musste, haben dazu beigetragen, dass ich ziemlich fertig war und auf nichts Bock hatte.
Ich möchte hier aber auch nicht weiter ins Detail gehen, da das schon sehr persönliche Probleme sind, denen ich bereits im salzigen Spucknapf einige ausführliche Posts gewidmet habe. Falls jemand also nicht mehr weiß, wovon ich hier rede oder vielleicht sogar überhaupt nichts davon mitbekommen hat, dann ist man an der Stelle herzlich eingeladen, nochmal in sämtlichen Spucknapf-Threads zu stöbern, die seit November aktiv waren, und meine entsprechenden Posts zu durchforsten.
In diesem Jahr hatte ich, wie bereits angesprochen, nicht so viele Verknüpfungen, trotzdem habe ich erneut einige Rückmeldungen zu meiner Person erhalten. Dieses Jahr wurde ich von Außenstehenden gelobt, dass ich extrem entspannt und locker drauf sei, wodurch es sehr einfach fallen soll, bei mir das Vertrauen zu gewinnen und über jedes noch so unangenehme Thema zu reden. Ebenso wurde mir berichtet, dass ich in mehrerlei Hinsicht ein äußerst positiver Mensch sei und meine Positivität sogar so ausgeprägt sei, dass es schwer vorstellbar wäre, dass ich ein Junge bin. Gut, der debattierbare Jungen-sind-pessimistisch-Aspekt sei mal dahingestellt, aber der Punkt sollte klar sein. Vor allem wurden ich und meine Positivität bildlich mit "eine[r] aufgehende[n] Sonnenblume" verglichen und ich fand diese Beschreibung so süß, dass ich es nicht unerwähnt lassen wollte.
Bei den Lehrkräften wiederum wurde meine Willensstärke hervorgehoben. Zudem haben einige Lehrer mir ein gutes Gespür für Humor ausgesprochen. Konkreter meinten sie, dass ich eine gewisse Ader oder "Talent" dafür hätte, sämtliche Dinge, die ich tue, unterhaltsam zu machen/gestalten und dabei trotzdem natürlich rüberzukommen.
So, dann bleibt nur noch das SF übrig. In diesem Jahr war ich eher inaktiv und habe insgesamt um die 100 Beiträge verfasst, darunter waren 30 gezählte Beiträge. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass die Devise in diesem Jahr mehr in die Richtung "Qualität statt Quantität" ging. Denn obwohl ich zwar selten gepostet habe, sind dann doch relativ oft ziemlich ausführliche und aufwändige Beiträge rausgesprungen. Seien es jetzt meine ganzen Romane im Spucknapf oder auch so random Zeugs wie
der Charakter Test oder
meine Serienreview zu Gumball. Man sieht da halt schon auf den ersten Blick, wie viel Zeit der ganze Spaß beansprucht haben muss, was diese Posts für mich eben besonders macht. Auf Likes lege ich zwar nicht wirklich einen Wert, aber mir ist dennoch aufgefallen, dass meine Like-Rate in diesem Jahr relativ hoch war. Ich habe zeitweise auf gefühlt jeden zweiten Post mindestens sechs Likes oder mehr bekommen, was für meine persönlichen Verhältnisse echt viel ist. Ich nehme es einfach mal als weiteres Indiz für meine "Qualität vs. Quantität"-These mit.
Des Weiteren habe nach knapp fünf Jahren meinen Avatar erstmalig permanent geändert, leider Gottes die 15. Staffel von SpongeBob verfolgt, in allen 24 diesjährigen Folgen von Among Us, die keine Solo-Sessions waren, teilgenommen und selbstverständlich auch in allen 21 Folgen von Skribbl.io, mehreren Sonntagsfolgen sowie drei 1 vs 1 Spielshows, mit Drenki und Fabi, mitgespielt.
So, das wars dann glaube ich auch. Ich bin unschlüssig, wie erfolgreich ich dieses Jahr für mich einordnen würde, da ich teilweise echt komplett am Boden war, aber andererseits auch diese unschönen Erlebnisse mich irgendwo in meiner Willenskraft und Hoffnung stärken können, also nicht
komplett für die Katz. Nichtsdestotrotz bin ich auf das nächste Jahr gespannt und hoffe inständig, dass der familiäre Aspekt sich endlich verbessert, nachdem bereits in diesem Jahr auf der freundschaftlichen Ebene das große Wunder geschehen ist.
Zuletzt eine Notiz an den Zukunfts-SchwammBob in 2027: sei bitte inzwischen in der Lage, trotz deiner Spontanität, auch Prioritäten zu setzen und eine faire Balance zwischen Zeit mit Freunden, Zeit mit deinem Bruder und Zeit mit SF-Freunden zu finden, verbindlichsten Dank.
Ach ja, und ich bin 18 geworden. Heißt, wenn ich jemanden von euch zu Hause besuche und totschlage, dann krieg ich auch endlich die vollen fünf Jahre Knast