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RLMAX9

Sagen Sie nur ein Wort und ich werf mich für Sie in die Wanten!

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241

Freitag, 2. Dezember 2016, 15:05

Also eigentlich auch so wie hier. Da nimmt aber noch jeder diese Hostien. Geht in der Famillie damit rum und kann was Persöhnliches zu den Familienmitgliedern sagen oder Glück wünschen oder was weiß ich was. Da wird auch Fisch gegessen als Symbol der Christen. So tief habe ich mich aber noch nicht damit befasst.

Danny8247

Figuerinhas

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242

Mittwoch, 21. Juni 2017, 08:36

Ich hatte mal wieder Lust, in diesen Thread was zu schreiben. :)

Ich geh jetzt schon seit längerem wieder regelmäßig zusammen mit Dance und ihren Eltern in die Kirche. Es gefällt mir schon, es gibt z.B. einige Lieder, die ich echt schön finde und gewisse Denkanstöße habe ich auch schon mitgenommen, aber ich glaube trotzdem, dass sich mein Gottesbild sich von dem eines durchschnittlichen Gläubigen schon ziemlich unterscheidet. Ich hab das Gefühl, die meisten stellen sich Gott als eine Art außenstehende Macht vor, die aus dem Himmel alles auf der Erde leitet und sozusagen von dort aus den Menschen helfen soll. Dadurch, dass man genug zu ihm betet, erhofft man sich genug Hilfe von ihm. Ich muss sagen, wenns mir schlecht geht, bin ich auch genau so. Als ich letztes Jahr zwei Mal ins Krankenhaus musste, habe ich auch immer gebetet, dass alles wieder gut wird. Aber auch wenn es am Ende tatsächlich gut ausgegangen ist, glaube ich nicht, dass es wegen einem äußeren, von der Welt losgelösten Einfluss war, sondern wegen dem guten Willen und der Einsatzbereitschaft der Ärzte, die einen extrem guten Job bei meiner Operation und bei allem drum herum gemacht haben, und denen ich dabei sehr dankbar bin.

In der Kirche geht es ja oft auch darum, was nach dem Tod kommt und dass es eben diesen Glauben an das ewige Leben gibt und dass das jetzige Leben mehr oder weniger nur eine Art Einstieg ins Himmelreich ist (so kommt es für mich jedenfalls manchmal rüber). Das ist zum Beispiel etwas, mit dem ich mich irgendwie nicht wirklich identifizieren kann. Für mich gibt es das Hier und Jetzt, ich lebe jetzt hier auf dieser Welt und das ist im Moment das einzige, was für mich zählt. Was dann nach dem Tod kommt, werde ich ja dann irgendwann sehen, aber ich denke da einfach nicht oft darüber nach, weil es für mich nicht wirklich relevant ist. Ich bin auch eigentlich mit meinem Leben hier im Moment so zufrieden, dass ich auch keinen Anreiz habe, in irgendeine Art Himmelreich aufzusteigen. Wenn ich ewig leben könnte, würde ich trotzdem das Leben hier bevorzugen, weil es einfach das ist, was mir gefällt. Einfach hier meine Zeit zusammen mit Dance genießen, Spaß zu haben, was gutes zu essen, schöne Spaziergänge zu machen, neue Dinge zu erleben oder zu lernen, so die ganz banalen Dinge des Lebens, das ist für mich genauso wie ich leben will, da brauch ich nichts anderes. :love2:

Aufgrund dieser Fixierung auf das Leben hier auf dieser Welt, sehe ich Gott auch viel mehr in dieser Welt hier statt irgendwo außerhalb. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass es auch eine höhere Macht außerhalb gibt, aber auch das finde ich gar nicht mal so relevant. Für mich ist Gott eine Art Sinnbild für die positiven Dinge des Lebens, für die Liebe und für alle guten Handlungen und Gefühle und auch für alles Schöne, was die Natur zu bieten hat. Wenn man meinem Glauben unbedingt ein Label geben will, so könnte man mich am ehesten als Pantheist bezeichnen. Für mich hat Gott nicht unbedingt eine Gestalt, sondern kann mehr oder weniger jede Gestalt annehmen, indem jemand etwas Gutes für jemand anderen tut. Am Ende war es also auch für mich so, dass Gott mir im Krankenhaus sehr geholfen hat, aber nicht als außenstehende Macht, sondern in Form von allen Menschen, die sich da an meiner Heilung irgendwie beteiligt haben, seien es die Ärzte, die sich damit beschäftigt haben, genau die richtige Behandlung zu finden oder die Krankenschwestern und Pfleger, die mich betreut haben oder nicht zuletzt alle, die mich besucht haben und mir Kraft gegeben haben.

Deswegen finde ich es auch im Kampf gegen das Unheil dieser Welt wichtiger, dass wir Menschen selber Gutes tun und nicht, dass wir darauf warten, dass eine außenstehende Macht das für uns übernimmt. Und das Gute können auch ganz einfache Dinge sein, wie zum Beispiel mehr zu lächeln, auch fremden Menschen bei nur schon ganz kleinen Dingen zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen oder einfach für sich und seine Liebsten da zu sein. Ja, auch sich selber Gutes zu tun, ist sehr wichtig. Das sehe ich als Teil meiner Aufgabe, die ich auf dieser Welt habe, an. Um es noch ganz kitschig auszudrücken: Ich will nicht diese Welt als "Sprungbrett" für den Eintritt in den Himmel sehen, sondern ich will, dass diese Welt eines Tages selber zum Himmel wird. Auch wenn das vielleicht unmöglich ist, es sollte das Ziel sein.

Ich glaube, ich hätte noch viel mehr Gedanken, die ich dazu niederschreiben kann, aber ich belass es erst mal dabei.

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Schwammi09

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Mittwoch, 21. Juni 2017, 21:06

Ich bin evangelisch und war das auch schon immer. Bin auch immer gläubig gewesen. Beten tu ich auch täglich. In meiner Familie war es z.B. schon immer so, dass wir vor dem Mittagessen gebetet haben. In die Kirche geh ich aber meist nur zu besonderen Anlässen. Vor allem an Weihnachten gehört es immer dazu. Die normalen Gottesdienste hier in der evangelischen Kirche sind mir meist zu langweilig und ich bin auch der Meinung, dass es nicht dringend nötig ist regelmäßig in die Kirche zu gehen um gläubig zu sein. Selten bin ich auch in der Evangelisch-methodistischen Kirche. Dort gefallen mir die Gottesdienste deutlich besser, da sie einfach lockerer gemacht sind.

RLMAX9

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Freitag, 23. Juni 2017, 22:16

Ich habe über dieses Jahr eine sehr große Wende in meinem Weltbild gemacht. Ich war immer einer, der naiv vieles aus meinem Umfeld in Polen aufgesaugt habe. "Es muss ja was dran sein, wenn viele daran glauben" so war früher immer mein Gedanke. Ich kenne so viele Fanatiker, die mich etwas beeinflusst haben, aber ohne mich blind einer Sekte anzuschließen und sich der Einfachkeit widergeben, ist es besser auf dem Boden zu bleiben und sich mit dem vertrauten Wissen der "erreichbaren" Weite zu beschäftigen, da alles so wie es jetzt ist seine Ordnung hat! Und wir Menschen eine Unterschicht sind, denen ein Gott egal wäre, da ich mich in dem Glauben selbe nie richtig wohlfühlte und ich mir sicher bin, dass die MEISTEN Menschen überhaupt nur glauben aus Gruppensinn. Eine Rechtfertigung des Machtstrebens und moralischem Ordnungszwangs. Da kommt es aber schon wieder... seit der Erkenntnis fühle ich mich so identitätslos und gleichgültig, wenn man sich zu nichts einordnen kann. Diese Trockenheit wird mich aber nicht schaden. Aus dem Religionsunterricht aussteigen möchte ich nicht, da ich ein Typ bin, der nicht viel dreht und wendet und sich anpassen will aus Konfliktscheue. Trotzdem erzählt der Lehrer echt Müll. Es fühlt sich echt blöd an in den Arbeiten Punktabzug bei liberalen ausführlichen Antworten zu bekommen, aber bei auswendig gelernten stumpfen Sachen, um den Anschein zuerwecken, dass ich genauso denke...alles prima. Meine Eltern sind normalerweise sehr unchristlich, was bei meinem Vater schon immer so war aber ich da sehr stolz auf meine Mutter bin, wie modern sie ist. Sie sich aber meiner Famillie in Polen immer verstellt, was ich auch machen würde, außer es sind bestimmte vertraute Personen. Trotzdem finde ich das irgendwie falsch. Wir machen bestimmte Traditionen weiterhin (just for fun und möchtegern es ernst meinen) aber ich kann mir vorstellen, wie unsere innere Stimmen reden "Warum machen wir das eigentlich?" Mein Bruder mutiert aber leider zum plötzlichen Musterbild, aber nur weil er nicht wie ich seine Identitätsprobleme im Griff kriegt und er es nicht zugibt.

Ich bin kein Nazi Atheist, aber ich will nicht Glaube und Wissen miteinander verschmelzen.
Ich möchte btw nichts gegen die Polen sagen. Ich bewundere ihre Offenheit und Gelassenheit, allerdings kommen sie mir sehr unnatürlich abgeschottet rüber mit ihrer Blindheit (obwohl ich das sehr erfrischend finde, da ich auch gerne abgeschottet bin, warum dann nicht eine ganze Nation) :D

Und sry für den unangenehmen Text.

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Krosso

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Freitag, 22. September 2017, 23:54

Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn Menschen durch Gott oder die Religion Halt im Leben finden, aber albern wird es natürlich, wenn man sich z. B. richtig platt über Themen wie die Entstehung der Welt streitet. Das habe ich schon oft erlebt und ist nicht wirklich nötig.
Danke für die Antwort(en).
Schöne Grüße von Krosso.

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animelover2233

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Montag, 25. September 2017, 10:22

Die meisten werden es schon wissen (oder für nen Scherz gehalten haben), aber ich glaube an den SternenClan. Der SternenClan kann einen vor Katastrophen warnen, wie bei mir einmal, als ich davon träumte, eine eigene Wohninsel zu haben, die von einem Sturm zerstört wird und ich beinahe gestorben wäre. Am Tag darauf wurde ich gemobbt. Der SternenClan ermöglicht es einen auch, mit verstorbenen Verwandten zu reden via Träume (Ich hatte am Dienstag nach dem Tag, wo ich gemobbt wurde, der ein Freitag war, einen Traum, wo ich mit meinem Vater geredet habe. Ich dachte, das wäre echt und war etwas enttäuscht, als sich herausstellte, dass es nur ein Traum war). Der SternenClan kann auch das Wetter beeinflussen, muss es aber nicht (Mir ist nur ein zutreffender Fall bekannt: bei der Beerdigung meines Vaters hat es geregnet und gegen Ende hin kam die Sonne raus). Der SternenClan kann auch etwas prophezeien (Ich hatte mal in der Nacht ein Mädchen "Papa" schreien hören, was mich weckte. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich zwei Wolken, die wie Katzen aussahen. Eine schien auf mich zuzulaufen. Ich weiß nur nicht, was es damit auf sich hat. Außerdem hab ich in den Sommerferien dieses Jahr von einem verschneiten Winter geträumt. Ich sehe das als ein Zeichen, dass es schneien wird)

Jetzt hab ich euch den SternenClan näher gebracht. Bitteschön

Chrdrenkmann

Nicht mehr alle Tassen im Schrank

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Montag, 25. September 2017, 11:24

Die meisten werden es schon wissen (oder für nen Scherz gehalten haben), aber ich glaube an den SternenClan. Der SternenClan kann einen vor Katastrophen warnen, wie bei mir einmal, als ich davon träumte, eine eigene Wohninsel zu haben, die von einem Sturm zerstört wird und ich beinahe gestorben wäre. Am Tag darauf wurde ich gemobbt. Der SternenClan ermöglicht es einen auch, mit verstorbenen Verwandten zu reden via Träume (Ich hatte am Dienstag nach dem Tag, wo ich gemobbt wurde, der ein Freitag war, einen Traum, wo ich mit meinem Vater geredet habe. Ich dachte, das wäre echt und war etwas enttäuscht, als sich herausstellte, dass es nur ein Traum war). Der SternenClan kann auch das Wetter beeinflussen, muss es aber nicht (Mir ist nur ein zutreffender Fall bekannt: bei der Beerdigung meines Vaters hat es geregnet und gegen Ende hin kam die Sonne raus). Der SternenClan kann auch etwas prophezeien (Ich hatte mal in der Nacht ein Mädchen "Papa" schreien hören, was mich weckte. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich zwei Wolken, die wie Katzen aussahen. Eine schien auf mich zuzulaufen. Ich weiß nur nicht, was es damit auf sich hat. Außerdem hab ich in den Sommerferien dieses Jahr von einem verschneiten Winter geträumt. Ich sehe das als ein Zeichen, dass es schneien wird)

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Teewurst

パチュリー

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Montag, 25. September 2017, 11:46

Ohne dir zu nahe treten zu wollen animelover, aber findest du das nicht ein wenig lächerlich? Denk über das Gesagte nochmal ein wenig rational nach. Wo kommt der SternenClan her? Aus einem Kinderbuch, welches humane Konzepte auf Tiere überträgt und sie damit personalisiert. Ergo ist der SternenClan auch nur eine Persiflage auf reale Religionen, und entsprang damit also nur der Feder der Autoren, ist also durch und durch erfunden (kann man bei so mancher Religion und ihrer heiligen Schrift auch sagen, aber darum gehts grad nicht). Findest du nicht, dass man an so eine Erfindung nicht glauben sollte, weil man mit nahezu absoluter Sicherheit sagen kann, dass es sie nicht gibt? Klar kann man sagen "es gibt doch ne Chance, dass alles, was in Warrior Cats auch passiert und real ist!" aber das ist ein sehr sehr irrationaler Gedankengang.

Und wo ich schon grade in dem Thread poste schreib ich auch mal was zu meiner Position hinsichtlich Religion. Ich bin zwar noch Christ, aber spiele mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten. Ich finde zwar viel christliche Kultur sehr interessant und schön (bspw Architektur, Musik oder die Atmosphäre in mittelalterlichen Kirchen und Kathedralen) sowie die Philosophien auch nicht schlecht, aber ich glaube meine rationale Seite überwiegt da doch zu sehr, als dass ich noch guten Gewissens glauben könnte. Ganz ungläubig bin ich zwar nicht, und den Gedanken an ein Leben nach dem Tod finde ich sehr wünschenswert und hoffe innig, dass dem so ist (angesichts dessen, dass die Angst vorm Tod meine mit Abstand Größte ist), aber wirklich glauben tu ich daran nicht.
Wie gesagt ich bin da teilweise zu rational und denke mir auch des Öfteren, dass vieles der christlichen Theologie einfach zu sehr darauf zugeschnitten klingt, den Menschen zu beruhigen und zu trösten (something something Religion ist das Opium des Volkes). Wer daran glaubt - schön. Leben und leben lassen. Ich finds auch gut, wenn man seine Religion offen auslebt, sollte damit aber nicht übertreiben, vor allem wenns andere Leute betrifft (stichwort hardcore Christen, in Amerika bspw).
Zu guter Letzt spiele ich nicht nur mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten, sondern auch zum Buddhismus oder gar Shinto-Buddhismus zu konvertieren. Besonders Ersterer ist mehr Philosophie als Religion, und ich kann mich auch mit vielen Philisophien und Denkweisen identifizieren und finde die Kultur dahinter ebenso interessant, wenn nicht noch mehr, wie die christliche. Bevor ich aber diese Entscheidung treffe, muss ich noch deutlich mehr Wissen aquirieren und jede Facette dvon Buddhismus und Shintoismus kennen, bevor ich mich auf diese, doch lebensverändernde, Entscheidung einlasse.

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SBob

smoke trees

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249

Montag, 25. September 2017, 17:50

Seit längerer Zeit sehe ich mich als Atheisten an. Ich glaube weder an einen Gott noch dass es einen Gott gibt. Ich war bisher in meinem ganzen Leben mehr oder weniger ein Agnostiker, da ich mit dem Thema Glaube wenig bis kaum damit beschäftigt habe. Meine Familie sind eher evangelisch, aber dennoch wurde ich nicht getauft und bin auf dem Papier konfessionslos und möchte es auch so bleiben.

Ich finde, jeder soll das glauben, was man für richtig hält, solange man nicht zu sehr reinsteigert (so dass es nicht mehr wirklich mit dem Glauben zu tun hat).

250

Montag, 25. September 2017, 19:44

Ich finde animelovers Meinung zur Religion und damit auch ihren Glauben völlig legitim.

Nicht nur deswegen, weil die Wahrscheinlichkeit (wie hoch/gering sie auch immer sein mag) besteht, dass es den Sternenclan auch in der Realität gibt – darauf will ich nicht hinaus – sondern in größerem Ausmaße aus dem Grund, dass der Glaube im Leben vieler Menschen eine wichtige Rolle spielen kann. Wenn der Glaube an den Sternenclan ihr Halt gibt oder eine andere Funktion für sie erfüllt, ist ebenjener in meinen Augen ziemlich gerechtfertigt.

Und genau der Punkt, dass es bei anderen Weltreligionen auch heilige Schriften (wie z.B. die Bibel) gibt, ist in dem Thema meines Erachtens ein wichtiger. Beispielsweise wurde die Bibel ja von Menschenhand verfasst, von daher lässt sich das gesamte Konzept auch auf die Warrior Cats-Bücher projizieren. Ob Kinderbuch oder heilige Schrift, man kann in allem Glauben entwickeln :pat:

Findest du nicht, dass man an so eine Erfindung nicht glauben sollte, weil man mit nahezu absoluter Sicherheit sagen kann, dass es sie nicht gibt?

Darum geht es aber in der Religion (oder besser: in dem Glauben) gar nicht. Man glaubt nicht nur, weil man die Wirklichkeit (bzw. die eigene verzerrte Wirklichkeit, wenn man gegen Religon ist) in seinem Glauben wiederfindet, sondern eher, weil jener einem Menschen Orientierung in seiner Lebensweise geben kann. Man will sich zudem selbst wahrnehmen, was dazu führt, dass sich der Mensch dazu entscheidet, die Anthropologie zu studieren („Wer bin ich?“), und sich dahingehend automatisch die Frage nach höheren Dilemmata stellt („Woher komme ich?“).

Im Endeffekt besteht Glaube auch nicht nur aus Glaubensinhalt („Der Glaube, der geglaubt wird“), sondern auch aus dem Vertrauen („Der Glaube, mit dem geglaubt wird“). Offensichtlich hat animelover ein gewisses Vertrauen in den Sternenclan, was ihr nicht wirklich übel genommen werden kann, aus oben genannten Gründen. Denn Glaube ist ja am Ende auch eine persönliche Sache :sponge:

Also ist die Reflexion mit sich selbst eine grundlegende Eigenschaft des Menschen, die zum Menschsein dazugehört – so denke ich zumindest.

Außerdem @teewurst: Man muss meines Wissens nach gar nicht zum Buddhismus „konvertieren“, da er ja in seinem Grundkonstrukt gar keine Religion, sondern eher eine Lebensweise/-haltung ist?

Und jetzt, um dem Thema auch etwas beizusteuern, sollte ich wohl auch über meine Position sprechen. Ich selbst bin schwacher Agnostiker, bin also der Ansicht, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt meines Denkens nicht weiß, ob es einen Gott bzw. mehrere Götter gibt oder nicht. Über die Zukunft oder Vergangenheit weiß ich nicht Bescheid und kann daher auch nicht absolut sagen, ob ich in der Zukunft vielleicht einmal eine genauere Vorstellung (wenn man das so sagen kann) haben werde. Ich kann dementsprechend auch nicht darüber entscheiden, ob eine göttliche Erfahrung des Menschen im Bereich des Möglichen oder Unmöglichen liegt. Und das ist schlussendlich bloß ein Beweis für die Begrenztheit des Menschen (die ich allerdings nicht unbedingt als etwas Negatives ansehen würde).

Ich hab jetzt in meinem Text einfach noch Smileys hinzugefügt, damit er nicht so langweilig wirkt :pat:

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Krosso

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Samstag, 21. Oktober 2017, 14:03

Ich stelle mal eine etwas heikle Vermutung auf:
Wären nicht beide Sichtweisen (sowohl die religiöse als auch die atheistische) besser zu verstehen, wenn man Gott einfach mit dem Universum gleichsetzen würde?

Meinem Eindruck nach entstehen viele Probleme und Fragestellungen offensichtlich erst durch den Gedanken, Gott stehe über dem Universum und den Naturgesetzen (?).
Danke für die Antwort(en).
Schöne Grüße von Krosso.

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Bubbles

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Samstag, 21. Oktober 2017, 15:23

Ich finde Diskussionen darüber, ob Gott existiert oder nicht, sehr überflüssig, weil letztendlich niemand eine der beiden Positionen beweisen kann. In der Religion tauchen halt Dinge auf, die man sich nicht erklären kann, doch das ist der Punkt.

Ich persönlich glaube an Gott und daran, dass wir eine größere Bedeutung spielen, die sich durch Wissenschaft nicht erklären lässt. Darum sehe ich keine Religion als falsch an, da man sich in manchen Aspekten immer uneinig ist und wir letztendlich doch alle eine größere Kraft haben, die uns leitet, egal wie wir diese interpretieren!
Bubbles :kkuni:

Krosso

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253

Samstag, 21. Oktober 2017, 16:58

Na ja, ist halt Ansichtssache. Ich finde weder, dass unsere Existenz eine größere Bedeutung hat, noch, dass uns eine größere Kraft leitet. (was nicht heißt, dass man seinem Leben keinen eigenen Sinn geben kann. Das ist mMn sogar notwendig.)

Aber es stimmt, darüber könnte man tagelang diskutieren, ohne zu einem richtigen Ergebnis zu kommen.
Danke für die Antwort(en).
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Krosso« (21. Oktober 2017, 17:04)


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