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1

Sonntag, 24. Juli 2011, 12:30

Todesstrafe

In vielen Ländern gibt es sie noch: die Todesstrafe.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co…y_World_Map.svg

blau Todesstrafe vollständig abgeschafft
grün In regulären Strafverfahren abgeschafft, jedoch nicht in Sonderstrafverfahren (z. B. Kriegsrecht)
orange Hinrichtungsstopp
rotbraun Todesstrafe angewendet


Wie sieht euer Standpunkt aus? Gerechtfertigt oder nicht?
Sollte die Todesstrafe vom Verbrechen des Verurteilten abhängig sein oder sollte es die Todesstrafe heute gar nicht mehr geben?

Simon

Das Böse in Person

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2

Sonntag, 24. Juli 2011, 13:37

Dazu habe ich gestern ne Klasse doku auf N24 gesehen. Ging um den Todestrakt in Huntsville, wie die Gefangenen in ihren letzten Minuten leben, und wie es mit den Angehörigen steht. Für mich eine der schönsten N24-Dokus, schaue ich mir immer wieder gerne an.

Leider kann man in der Doku auch sehen, wie ignorant die Amerikaner in diesem Thema sind. Sie sehen dies als logische Folge deines Handelns, als normale Strafe. Ich bin gegen die Todesstrafe - weil ich denke, dass der Staat hier nur Rache nimmt, nichts weiter.

Die Doku scheint wohl ursprünglich von National Geographic zu sein, im Internet gibt es ein paar Szenen draus.

Edit: Wer mal nen Teil sehen will, sucht sich nen Proxy und guckt sich damit dieses Video an: http://www.youtube.com/watch?v=QjOORk8qskY.

老夫子

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

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3

Sonntag, 24. Juli 2011, 14:50

Das Bild ist down. :grandpa:

Ich denke es war dieses hier:

http://img6.imagebanana.com/img/nqua6f6n…rld_Map_svg.png

Ich bin auch gegen die Todesstrafe.

Wenn z.B. ein falscher Typ hingerichtet wird und sich herausstellt dass der nichts gemacht hat,kann man es nicht wieder rückgängig machen.

Es gibt auch absurde Taten,die mit Todesstrafe bestraft wird wie "Hexerei" oder "Ehebruch".

4

Sonntag, 24. Juli 2011, 15:02

Absolut verwerflich. Niemand hat etwas von dem Tod des Schuldigen. Wenn der Schuldige Menschen ermordet hat, dann kommen die Menschen damit auch nicht wieder zurück.

Auch ethisch ist das ein Widerspruch in sich. Der Staat bestraft Menschen für das Töten, tötet aber selbst. Schwachsinn.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Holländer70« (21. Dezember 2011, 13:53)


Simon

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5

Sonntag, 24. Juli 2011, 16:57

Wer sich die Doku ansehen will, soll mal auf n24.de gehen und den Livestream anschalten. Fängt gleich an. Wirklich sehr interessant.

DX29488

SpongePedia-Admin

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6

Sonntag, 24. Juli 2011, 20:43

Absolut verwerflich. Niemand hat etwas von dem Tod des Schuldigen. Wenn der Schuldige Menschen ermordet hat, dann kommen die Menschen damit auch nicht wieder zurück.

Auch ethnisch ist das ein Widerspruch in sich. Der Staat bestraft Menschen für das Töten, tötet aber selbst. Schwachsinn.

Jeder Staat bestraft Leute, die Menschen bei sich festhalten und sperrt selbst Leute im Gefängnis ein. Und ermordete Menschen kommen auch von einer Gefängnisstrafe nicht zurück.

Falls jemand jetzt denkt, ich wäre für die Todesstrafe: Nein, bin ich nicht.

Phuindrad

Krabbenburger Liebhaber

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7

Sonntag, 24. Juli 2011, 21:07

Kein Mensch oder Staat haben das Recht ein Leben zu nehmen, ganz gleich warum. Wer Mordet oder Missbraucht hat sein Leben verwirkt als solches, aber Mord vergellt keinen anderen Mord. Zumal wegsperren das humanere ist als solche Leute wieder auf freien Fuß zu setzen.
Wo ist schon wieder der alte Jenkins?

Garet

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8

Sonntag, 24. Juli 2011, 22:27

Wow, ich bin überrascht von den Antworten hier.
Hätte eher gedacht, dass hier sowas stehen würde wie "KINDERSCHÄNDERN/MÖRDERN/VERGELWTIGER EIERABHACKN UND ANSCHLIESSEND ERHÄNGEN!11!!"

Bin auch gegen die Todesstrafe aus bereits genannten gründen.

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Tʜe мasłeЯ of MoońwaLĸ

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9

Dienstag, 15. November 2011, 14:03

Es ist doch so: Die USA kritisiert den Iran wegen ihrer Regierungspolitik, jedoch haben die guten Amerikaner die Todesstrafe immer noch nicht abgeschafft. Eine Todesstrafe schreckt nach Umfragen noch nicht einmal von Straftaten ab. Man sollte auch einen gewissen Maßstab festlegen: Wenn man Mord nicht duldet, sollte die Todesstrafe abgeschafft werden. Ein Mensch -egal ob er im Namen des Staates handelt oder sonst was- hat nicht das Recht, dass Leben von einem anderen Menschen zu nehmen.


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10

Dienstag, 20. Dezember 2011, 16:36

Dieses Thema haben wir in der 9. oder 10. Klasse in LER (Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde) rauf- und runterdiskutiert. x_x
Am Ende mussten wir dann ein großes Plakat mit Pro- und Contraargumenten erstellen. Oh, Freude...

Was mich betrifft, schließ ich mich meinen Vorrednern nahtlos an.
Egal, was ein Mensch verbrochen hat - für immer im Gefängnis zu sein dürfte Strafe genug sein.
Damit ist das gesamte Leben quasi verpfuscht.

Und wie bereits richtig herauskristallisiert wurde: Es kann vorkommen, dass man sich beim Schuldigen irrt und durch den Tod des Verbrechers
wird nur erreicht, dass noch ein Mensch stirbt - mehr aber auch nicht.

Dann kostet es natürlich auch noch was, den Todesapparat zu finanzieren.
Sollte auch nicht vergessen werden. Es sei denn natürlich, man nimmt einfach eine Giftspritze.

Das wären die Gründe, die mir genügen, die Todesstrafe abzulehnen.
Wenn ich mich richtig entsinne, war auch in meiner früheren Klasse jeder dagegen. Das nur so nebenbei.^^

Quatschtütenwürger

Tante Paulas Himbeersaft

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11

Dienstag, 20. Dezember 2011, 16:46


Dann kostet es natürlich auch noch was, den Todesapparat zu finanzieren.
Sollte auch nicht vergessen werden. Es sei denn natürlich, man nimmt einfach eine Giftspritze.

Es ist wesentlich günstiger, Leute hinzurichten, als sie 30 Jahre lang im Knast durchzufüttern.

Weiterhin bleibt die Überlegung, ob der Tod einem Dahinsiechen hinter Gittern nicht in dem Sinne vorzuziehen sei, dass der Tod sogar weniger Qualen bedeuten würde. Denn mal ernsthaft: Den Rest des Lebens eingesperrt? Ich wüsste nicht, ob ich das überstehen würde, ohne geisteskrank zu werden.
Anmerkung: Ich zeige nur Argumente auf, meine persönliche Meinung ist anders gelagert, nämlich so:

Ich bin gegen die Todesstrafe. Ein jeder Mensch hat meiner Meinung nach a) eine zweite Chance verdient und b) nicht das Recht über Leben oder Tod eines anderen zu entscheiden, weil das anmaßend ist.
Natürlich stecke ich in Bezug auf Punkt b) in einem Dilemma, weil Notwehr oder Kriege - auch bzw. gerade wenn sie gerechtfertigt sind - anderer Menschen Tod verursachen. Allerdings in diesen Fällen meistens unvermeidbar. Und hier liegt der Unterschied zur Todesstrafe: Sie ist nicht notwendig, um sein eigenes Leben (oder das einer Gruppe) zu schützen.

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12

Dienstag, 20. Dezember 2011, 16:53


Dann kostet es natürlich auch noch was, den Todesapparat zu finanzieren.
Sollte auch nicht vergessen werden. Es sei denn natürlich, man nimmt einfach eine Giftspritze.

Es ist wesentlich günstiger, Leute hinzurichten, als sie 30 Jahre lang im Knast durchzufüttern.

Punkt für dich.

Was die Leiden beim Einsperren betrifft: Es gibt genug Leute, die nicht durch die Todesstrafe sterben wollen, obwohl sie schon lange hinter Gittern sitzen.
Auch wenn du genau wie ich gegen die Todesstrafe bist, müsste man das differenziert betrachten. Es gibt die Sorte Menschen und die, die eben nach all der Zeit verrückt werden und einfach nur sterben wollen.

Aku

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13

Dienstag, 20. Dezember 2011, 16:59

In China müssen die Angehörigen von zum Tode verurteilten die Muntion zahlen, mit dem sie den Gefangenen erschießen, soweit ich weiß. Das ist dann mal wirklich günstig für den Staat.
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The X-Factor

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14

Donnerstag, 7. Juni 2012, 23:40

Ich mach mir zwar ueber Politick nicht viel Gedanken aber Todestrafe finde ich gehoert sich nicht.
Mann, der Staat ist doch um keinen Dolt besser wenn er einen Killer toetet.
Fuer Moerder oder Kinderschaender hallte man Lebenslang sitzen angebracht

15

Freitag, 8. Juni 2012, 01:02

Ich mach mir zwar ueber Politick nicht viel Gedanken aber Todestrafe finde ich gehoert sich nicht.
Mann, der Staat ist doch um keinen Dolt besser wenn er einen Killer toetet.
Fuer Moerder oder Kinderschaender hallte man Lebenslang sitzen angebracht

Nehmen wir mal an, ein Serienkiller bricht immer wieder aus dem Gefängnis aus und killt immer wieder auf neue Leute.
Ist zwar ein übertriebenes Beispiel und ein bisschen von GTA geprägt, aber möglich xD
Was würdest du machen? Ihn weitermachen lassen, sicher nicht.

Jaja, die Todesstrafe wie sie aktuell in einigen Nationen angewandt wird, ist sehr schlecht, weil oftmals unschuldige einfach getötet werden, aber in einigen Fällen hilft diese wirklich nur.
Es gibt aber auch Fälle, da ändert sich die Person erst gaaanz kurz vor dem Tot, hierbei empfehle ich den Film Dead Man Walking, dort wird so ein Fall dargestellt.
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Aku

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Freitag, 8. Juni 2012, 01:33


Nehmen wir mal an, ein Serienkiller bricht immer wieder aus dem Gefängnis aus und killt immer wieder auf neue Leute.
Ist zwar ein übertriebenes Beispiel und ein bisschen von GTA geprägt, aber möglich xD
Was würdest du machen? Ihn weitermachen lassen, sicher nicht.


Witziger Gedanke, dass es jemanden gibt, den man wegsperren kann, wie man will und der trotzdem immer wieder ausbricht. :P
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17

Freitag, 8. Juni 2012, 01:45


Nehmen wir mal an, ein Serienkiller bricht immer wieder aus dem Gefängnis aus und killt immer wieder auf neue Leute.
Ist zwar ein übertriebenes Beispiel und ein bisschen von GTA geprägt, aber möglich xD
Was würdest du machen? Ihn weitermachen lassen, sicher nicht.


Witziger Gedanke, dass es jemanden gibt, den man wegsperren kann, wie man will und der trotzdem immer wieder ausbricht. :P

Wie erwähnt, ein bisschen Videospiel ganz speziell GTA, war in den Gedanken auch dabei xD
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Leo05

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18

Freitag, 8. Juni 2012, 15:32

Ich bin auch gegen die Todesstrafe. Niemand hat etwas davon.

Wenn man jemanden lebenslänglich einbuchtet, ist das für den schon schlimm genug. Ist ja auch berechtigt, wenn derjenige, der eine schlimme Straftat begangen hat, dann seine gerechte Strafe bekommt.
Aber eben keine Todesstrafe.

Wie schon angesprochen wurde, ist der Staat dann keinen Deut besser als derjenige, der jemanden umgebracht hat.

Also Todesstrafe: Absolut indiskutabel!
"If you can dream it, you can do it."
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19

Sonntag, 19. August 2012, 21:42

Ich finde die ganze Thematik unheimlich interessant und habe dieses Jahr auch ein Referat darüber gehalten. :redface:
Gleich mal vorneweg -, ich bin gegen die Todesstrafe und hoffe inständig dass sie bald aus allen Rechtssystem verschwunden sein wird.

Zuerst finde ich das ganze Prinzip, mit dem viele die Todesstrafe begründen - 'Auge um Auge', 'Wir bekämpfen Feuer mit Feuer' usw- völlig schwachsinnig. Wo liegt der Sinn dahinter jemanden zu töten, der Menschen umgebracht hat? Selbstjustiz ist doch auch nicht erlaubt. :hmm: Statt Geld für Hinrichtungen zu verheizen, sollte man lieber versuchen, solchen Taten auf den Grund zu gehen und versuchen (ich sage nicht dass das immer möglich ist :prof: ) sie von vornherein zu verhindern.
Der liebe Vater Staat sollte lieber als gutes Vorbild agieren - wenn man schon mit 'wie du mir so ich dir' argumentiert, könnte man therotisch im Umkehrschluss fragen, warum man selber Achtung vor dem Leben haben soll, wenn es der Staat scheinbar auch nicht hat.
Abgesehen davon - wenn es hier um die Grausamkeit/Härte der Strafe geht - nicht nur dass für manche der Tod eine Erlösung sein könnte, ist lebenslang auch nicht ohne. Grade die 'harten' Fälle (Amokläufer, Serienmörder, Kindesmissbraucher etc) werden in Gefängnissen von anderen Insassen oft als Abschaum angesehen und gerne angegangen. ja das klingt grade wie ein Argument dafür... Aber was ich damit sagen will - wenn man dem Verurteilten eine harte Strafe wünscht, darf man nicht vergessen dass lebenslänglich schon schlimm genug ist
Ich bezweifle auch ganz stark die abschreckende Wirkung - die 'Psychopaten', davon bin ich überzeugt, kriegen doch ihren Kick durch ihre Taten - vielleicht brauchen sie es sogar. Da glaube ich nicht, dass die Todesstrafe sie abschreckt. Wer sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dem wird es in der Regel egal sein, was es für Konsequenzen hat. Sexuelle und GewaltvVrbrechen wird es immer geben, Todesstrafe hin oder her.

Ein anderes Kapitel ist der Todesstrakt und die Hinrichtung selbst. Heute brüstet man sich ja zu behaupten, die Hinrichtungen wären dank der Giftspritz human - etwas was ich sowieso schon krank finde, seit wann ist jegliche Form des Tötens human?- mag sein, dass sie in vielen Fällen ihre Dienste sauber ausführt. Muss sie aber nicht zwingend. Es kann zwar nicht zu so extremen Komplikationen kommen wie beim elektrischen Stuhl oder dem Erschießen, aber es kann sich schon ganz schön ziehen wenn man keine Vene findet. Die anderen Methoden (Gaskammer, elektr. Stuhl etc) will ich garnicht erwähnen. :S Und selbst wenn der Prozess glimpflich verläuft - im Todestrakt sitzen ist nicht Urlaub machen, dass ist für viele extremer psychischer Stress. Da es oft zu zahlreichen Prozessen kommt und Termine verschoben werden kann sich die Zeit, bis zur eigentlichen Hinrichtung extrem ziehen. Ist das menschlich, jemanden Jahre im Todestrakt sitzen zu lassen, ihn völlig unngewiss darüber zu lassen, wann er hingerichtet wird? :thumbdown:
Und, was auch gerne außer Acht gelassen wird - es gibt meistens neue Opfer - viele Sträflinge haben Familie/Freunde die an ihnen hängen - und wenn der Verurteilte unschuldig wird die Tragödie noch größer.
Es gibt nämlich keine Garantie, dass nie Unschuldige hingerichtet werden - es gibt viele Vermutungen von Rassismus bei der Anwendung der Todesstrafe - und im Gericht sitzen Menschen und die machen eben zwangsläufig mal Fehler. Abgesehen davon, dass manche Angeklagten garkeine kompetente Verteidigung gestellt bekommen... Tja und wenn's dann in die Hose geht ist die Kacke am Dampfen. Da kann man nicht mit dem Finger schnippen und derjenige ist wieder am Leben.
Das ist einfach nicht tragbar.

Naja und was das liebe Geld angeht - ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung ob es jetzt teuer ist jemand hinrichten zu lassen oder nicht - je nachdem auf welcher Seite man sich rumtreibt findet man entweder Aussagen dass es teurer oder billiger ist- aber dass hat finde ich auch nichts hier verloren. Bei jedem Verbrecher handelt es sich noch um einen Menschen, das ist ein Fakt den viele gerne vergessen. Und ein Menschenleben sollte nicht an Geld gemessen werden. Punkt.
Eine Hinrichtung ist jedenfalls sehr kostspielig und wird teilweise durch zahlreiche Prozesse nurnoch teurer. Ich persönlich glaube jedenfalls, dass es billiger wäre, jemanden lebenslang zu geben.

Ich gebe zu, über die Opfer habe ich mich bisher noch nicht geäußert - aber ich denke, das Gefühl von Vergeltung, die 'Freude' ist nur von kurzer Dauer - ich maße mir an zu behaupten, dass es das nicht wert ist. Es kann vielleicht kurz über den Verlust hinweg helfen - aber, auch wenn das jetzt ziemlich ignorant klingt, weil ich nicht in so einer Situation war, dafür jemanden hinzurichten - da fehlt mir das Verständniss.

Wie ihr also sehen könnt falls das überhaupt jemals jemand durchliest C: lehne ich die Todesstrafe grundsätzlich ab. Klar, der Täter ist außer Gefecht und kann nichts mehr tun - aber das ist genauso wenn er im Gefängniss sitzt - und ausbrechen ist in einem guten Gefängniss auch sehr sehr schwer. Für mich gibt es keinen einzigen Grund die Todesstrafe zu befürworten, aber unzählige Gründe sie abzulehnen.
Ich hoffe dass sie auch mehr Präsenz erhält - es ist für mich wirklich widerlich zu sehen, wie ein gewisser 'zivilisierte'r, westlicher Staat mit dem Finger auf andere zeigt, während bei ihm einige Dutzende darauf warten hingerichtet zu werden - wieviele Unschuldige darunter sind - wer weiß das schon.

Ich erhebe übrigens keinerlei Anspruch auf die 'Richtigkeit' meiner Aussagen, das spiegelt alles nur meine unqualifizierte Meinung wieder :redface:
,,I pay you to listen to my problems. I'm rich. I'm miserable.´´

Meli

Dann halt auch ein Cocobike!

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20

Freitag, 12. Oktober 2012, 19:40

Also ich finde so ne Todesstrafe schon gerecht, würde sogar für foltern zustimmen. Denn die Menschen, die jemanden brutal ermorden oder vergewaltigen etc. sollen genauso bestraft werden. Das ist meine Meinung..

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