Ich wünschte, das Deppenleerzeichen im Titel wäre das Schrecklichste an dieser Episode. Nun … auf Englisch heißt sie „The Kreepy Krab“ und das war einer von SpongeBobs Namensvorschlägen in „Die Kuschel-Krabbe“. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass all seine anderen Ideen auch noch drankommen werden. Jedenfalls konnte ich bereits auf diese verzichten, wo doch schon die letzte Episode mit Slappy im Fokus alles andere als schön war. Licht aus für die Gruselstimmung und Spot Schrott an.
Slappys Blutorange-ohne-Orange-Witz wäre sogar ganz akzeptabel gewesen, hätte er sich nicht wieder mal zehn Sekunden lang völlig übertrieben darüber amüsiert. Das erinnerte mich an die unterirdische Szene in „Slappy vertreibt sich die Zeit“ mit seinem weiblichen Pendant, eine der schlimmsten der Serie. Obwohl Slappys Vorhang-Fail offensichtlich ein Unfall war, wurde er von Nosferatu gefeuert - beide waren in diesem Fall ein Häufchen Elend. SpongeBob fand Slappy im Müllcontainer der Krossen Krabbe und ehrlich gesagt war das ein passender Ort für ihn. Als SpongeBob einen Blick ins Innere der Krossen Krabbe werfen wollte, wurden seine Augen kurioserweise ähnlich zu denen von Mr. Krabs. Keine Ahnung, ob das die Intention war. Und falls die Intention des nachfolgenden Moments mit der Seepocken-Käfer-fress-Szene war, dass mir schlecht wird, war man da gut dabei, allerdings werte ich das nicht positiv. Generell fraß Slappy in dieser Episode mehrfach Insekten und Spinnen, ein fürchterlicher Running "Gag".
Das Abnehmen des Mantels eines Fisches, der gar keinen trug, war trotz Skelett nicht so übel. Thaddäus’ Korrektur, dass SpongeBob der gruseligste Bekloppte wäre, den Mr. Krabs je eingestellt hat, erschien mir fehl am Platz. Oh wow, SpongeBob betätigte die Klingel mit seiner Nase, wie schlimm! Da hätte man sich garantiert was Heftigeres ausdenken können. Dass Slappy dann Fred sein eigenes Bein als Sandwich-Zutat gab, war maximal dämlich. Bei dem Mantel konnte man ja noch irgendwie argumentieren, dass es ein absurdes Missverständnis war, aber hier gab er einem Kunden etwas zu essen, was dieser gar nicht bestellt hatte. Und überhaupt: Ist es für Monster normal, ihre eigenen Gliedmaßen zu verspeisen oder wie kam er auf den irrwitzigen Einfall, dass Fred das mögen würde? Dann spann man das Ganze noch weiter und Slappy wollte den Kunden als Nächstes ihre Arme servieren. Wie witzig! Vielleicht sollte ich Slappy ein Hirn servieren, damit er wenigstens eines in seinem Körper hat. SpongeBob erwiderte völlig richtig, dass Slappy der Kundschaft lieber ihre Bestellungen reichen sollte, sodass den Machern bewusst war, wie bescheuert sie ihn schrieben.
Slappy wurde in seinem Anzug beerdigt und ich lasse das einfach so stehen. Er hingegen ließ Lady Hochnas nicht stehen und flog sie zu einem besonderen Platz oben am Mast. Seit wann gibt es den da und wie sollen Kunden auf normale Weise dort hinkommen? Den möchte ich jedoch nicht so sehr kritisieren, denn die Atmosphäre hier war schon recht cool. Selbstverständlich musste Slappy auch diese ruinieren, indem er das Essen vorkauen wollte und Blödsinn mit seinem abgetrennten Kopf anstellte. Mrs. Puff wurde nach 321b schon wieder als Trampolin missbraucht, ist das nun eine neue Sache? Slappy vergraulte sämtliche Kunden und dennoch hielt SpongeBob zu ihm mit der Aussage, dass Mr. Krabs bei Fehlern tolerant wäre. Gerade in so einer Situation müsste er das besser wissen. Als Slappy gefeuert werden sollte, nahm er das gesamte Getier aus seinem Mund, was erneut eklig war. Doch als er den Besuch vieler Freunde ankündigte, lachten er, SpongeBob und Mr. Krabs zu dritt wie absolute Vollidioten. Es nervte.
Die Monsterdesigns waren weitestgehend in Ordnung, allerdings erblickte ich den weiblichen Slappy und diesen brauchte ich nicht. Zum Glück hatte er keinen großen Auftritt. Die Idee mit dem Frankenburger war eigentlich gar nicht schlecht, konnte mich aber nicht begeistern. Frankensteins Monster musste davon rülpsen, dadurch mochte ich ihn weniger. Mr. Krabs war verwundert, dass es sich bei Slappys Kumpanen um Monster handelte, obwohl bereits Slappy so ungewöhnlich war und sie um Mitternacht ins Restaurant kamen. Da hätte man schon 1 und 1 zusammenzählen können. Der Konflikt mit Nosferatu wurde dann richtig lahm aufgelöst, indem Nosferatu in die Krosse Krabbe kam und sich die beiden schnell aussprachen. Der Gag mit dem Typen, der in dem Blobmonster verschwand, war ganz ok - ebenso SpongeBobs „Ich hab dich lieb, Meister!“ an Mr. Krabs. Plötzlich kamen kurz vor Schluss der Episode noch wütende Dorfbewohner mit einem Bus zur Krossen Krabbe, was komplett random war. Die Erklärung, dass Monster ihre Todfeinde wären, genügte mir nicht, um so einen bekloppten Last-Minute-Auftritt zu rechtfertigen. Vor allem: Wer fährt nach 0 Uhr noch mit einem Bus zu einem Restaurant? Dass Mr. Krabs nicht mal Gewinn machte und sich das Monstergeld als wertlose Insekten entpuppte, war mir gleich klar, weil man es bis zu dem Zeitpunkt nicht richtig in der Kasse sah und es bei weitem nicht das erste Mal war, dass Mr. Krabs doch kein normales Geld einnahm. Ein 08/15-Ende nach Nicht-08/15-Random-Dorfbewohnern also.
Ich lege mich fest: Slappy ist ein Charakter, der für eine komplette 11-Minuten-Episode nicht zu gebrauchen ist. Tatsächlich glaube ich, dass er funktionieren kann, wenn man innerhalb einer Episode eine kurze Gruselszene sinnvoll einbauen möchte, aber so wird das nie was. Slappy bleibt crappy und macht mich nicht happy. Die Episode konnte durch das generelle Spukthema zumindest etwas unterhalten und hatte hier und da ganz gute Aspekte (der Ausblick vom Mast oder der Frankenburger). Ich war erst gewillt, noch eine 4- zu vergeben, allerdings war das schon die zweite schlechte Episode mit Slappy und das muss geahndet werden. 5+.