Nach dem vorherigen Scheißdreck konnte ich eine Reinigung gut gebrauchen, da kam mir diese Episode gerade recht.
Thaddäus war mal wieder in seinem Garten und bei der allerersten Kameraeinstellung mit allen Häusern fiel mir gleich auf, wie merkwürdig es wirkte, dass dieser da war, wenn in den meisten Episoden nur die Osterinselskulptur zu sehen ist. Da er aber schon öfter im Garten war, kritisiere ich das nicht weiter. Dass Thaddäus SpongeBobs Nase für eine Bananenschote hielt, war ganz witzig, doch das anschließende Tintenspritzen aufgrund seiner Angstreaktion erinnerte mich an „Tintenlimonade“ und das ist definitiv keine Episode, die einem ins Gedächtnis gerufen werden sollte. Es war allerdings sinnvoll für die Handlung, da nun Thaddäus’ Hemd schmutzig wurde, also war das in Ordnung. SpongeBob schnitt eine vollkommen übertriebene Grimasse, als Thaddäus den Waschsalon erwähnte und ich hoffte, dass man sich damit im Verlauf zurückhalten würde, sonst hätte der Titel eine unschöne Bedeutung. Meine Befürchtung, dass man zum hundertsten Mal den Gag bringen würde, dass ein Charakter auf magische Weise vor einem anderen bei einem Ort ankommen würde, trat jedenfalls schon mal nicht ein, denn SpongeBob radelte glücklicherweise noch mit seinem Einrad hinter Thaddäus her.
Die komplette restliche Episode spielte im Waschsalon, was ich cool fand, denn so hatte mal ein besonderer Handlungsort viel Screentime. Warum man aber als Allererstes SpongeBobs widerlichen „Stinkesockenfreund“ zeigen musste, leuchtet mir immer noch nicht ein. Dieser unnötige Typ war wirklich das Beste, was der Crew zum Start einfiel? Thaddäus’ Frage an SpongeBob, ob das sein Ernst wäre, könnte man direkt an sie weitergeben. Als Nächstes entblößte Patrick wie so oft seinen Gigantohintern, aber wenigstens war das diesmal nicht erzwungen, wenn er seine Hose in die Waschmaschine tat. Dennoch reizte man das voll aus, indem seine Arschbacken extra herumschwabbelten, nachdem Thaddäus ihm sein Hemd von dort unten abnahm. Dass er sich dann SpongeBob anlegte, war weird und nicht mal neu, da das bereits am Anfang von „Sonnengebleicht“ geschah und das wiederum machte Patricks Bemerkung absurd, dass die zwei noch nicht das Vergnügen hatten. Danach kämpfte Larry wortwörtlich gegen seinen Wäschegestank und Sandy säuberte sich in ihrem Anzug, beide Szenen waren ok. Der Auftritt der großen Fischdame war selbstverständlich wieder klasse und der gebügelte Old Man Walker auch nicht schlecht.
Ruben tauchte auch wieder auf, sagte ein paar Mal „Der Wahnsinn!“ und aß zusammen mit SpongeBob und Patrick seinen gereinigten Hut. Joa. Slappys Moment war ausnahmsweise akzeptabel und in so einer Zusammenstellungsepisode mit verschiedensten Charakteren durfte man ihn ruhig einbauen, auch wenn ich mit dieser Meinung allein sein dürfte. Thaddäus’ Kommentar, dass das Spray nervige Flecken, aber bedauerlicherweise keine nervenden Schwämme entfernt, war ganz lustig. Der Fleck war in der Tat nervig, obwohl klar war, dass ein Running Gag daraus bestehen wird, dass Thaddäus ihn nicht loswerden würde. Das gab es aber nun mal auch schon mit „Der Schmutzfleck“ und diese Episode kam damals gar nicht gut bei mir weg. SpongeBobs RL-Darstellung hatte mal einen effektiven Nutzen, um Thaddäus auf die Idee zu bringen, ihn zum Reinigen zu verwenden. Plankton, der sein radioaktives Zeug in die Waschmaschine kippte, war nicht übel und sorgte für eine Wendung der Handlung, denn nun trieb eine wildgewordene Waschmaschine ihr Unwesen - unter anderem mit Patricks Netzstrümpfen aus dem ersten Film, womit ich das Referenz-Feld auf meiner Bingokarte ausfüllen konnte und Lady Hochnas’ Handschuhen.
Dass Fred diesmal „Mein Hosenbein!“ sagen würde, war sofort absehbar, als er seine Hose in den Händen hielt. Ansonsten war mir das Waschmaschinenmonster recht egal, ich hätte viel lieber weitere Charaktere und ihre Waschsalson-Erlebnisse gesehen. Patricks Hintern wurde wieder gezeigt, diesmal jedoch etwas witziger mit der Reaktion der Leute. Auf SpongeBobs Skelett durch die zu lange Reibung hätte ich aber verzichten können. Immerhin beendete man den Handlungspunkt mit dem Fleck zufriedenstellend, indem dieser das Waschmaschinenmonster außer Gefecht setzte und ich realisiere jetzt erst, dass dadurch beide Aspekte zur selben Zeit erledigt wurden. Es war auf jeden Fall witzig, dass der Fleck so heftig war, dass er sogar das Monster ausgeschaltet hatte. Der spontane Song, um Thaddäus zu feiern, gefiel mir sehr und wir brauchen mehr solcher Musikeinlagen in den Episoden. Leider war er nur von kurzer Dauer - ebenso wie die Wertschätzung von Thaddäus, denn natürlich musste die Episode damit enden, dass er durch ein Niesen den gesamten Waschsalon volltintete und nun alle sauer auf ihn waren. Dass er am Ende zusammengefaltet neben Old Man Walker platziert wurde, war aber gut. Nur möchte ich nicht wissen, warum die Socke Old Man Walkers kleiner Freund ist.
Bevor ich so einen Post schreibe, überlege ich stets, bei welcher Note die Episode wohl landen wird. Ich hätte liebend gern eine 2- gegeben, weil ich den Waschsalon als Handlungsort echt interessant fand und mochte, dass man diverse Charaktere mit ihren individuellen Aktionen hatte. Allerdings hätte man sich bei einigen von ihnen bestimmt was Witzigeres einfallen lassen können. Hinzu kamen die typischen negativen Merkmale vieler Episoden: Ein stupides Gesicht am Anfang, ein random Muffcharakter wie der Stinkesockenfreund, eine unangenehm detaillierte Hinternszene durch das Wackeln, ein nerviger Running Gag mit dem Fleck, eine Referenz zu alten Zeiten… ich hatte das Gefühl, man ging hier die Liste Punkt für Punkt ab. Der Song am Ende hat noch eine Menge rausgerissen, mehr als eine 3+ ist aber auf keinen Fall drin.