Bei dieser Episode hab ich nicht mal den deutschen Titel verstanden. Also ja, es kamen auch mehrere Burger in Blubberbernds Keller vor, doch der Fokus lag eindeutig auf Planktons misslicher Lage. Aber ich möchte nicht zu viel vorweggreifen.
In der Krossen Krabbe preiste Mr. Krabs Krabbenburger-Sammlereditionen an und ich mochte die feierliche Atmosphäre mit den begeisterten Kunden, auch wenn Mr. Krabs von einer Bildeinstellung zur nächsten plötzlich viel weiter hinten an der Wand stand. Planktons Geheimformelklauversuch als Schnurrbartologe fand ich lahm und den Gag, dass SpongeBob und Mr. Krabs mit Schnurrbärten auftauchten, erzwungen. Bei Mr. Krabs ergab es nicht mal Sinn, weil man ihn direkt davor ohne Bart sah - vor allem, wenn er noch stolz darauf war, wie sich sein Bart so kringeln konnte. Dann meinte Plankton, dass er sich den Bart extra sechs Monate lang wachsen ließ. Ist das jetzt so ein neues Ding der Macher? Schon ein enormer Zufall, dass genau dieser Zeitraum gleich in beiden Episoden von Folge 328 vorkam. Und Plankton hätte auch einfach einen falschen Schnurrbart im Lug-und-Trug-Schnurrbart-Fachhandel kaufen können. Dieser Plan schlug zwar fehl, aber mit Blubberbernd witterte der Einzeller sofort eine weitere Chance und sprang an seine Hose, sodass selbstverständlich der Hintern entblößt wurde. Wenigstens versteckte er sich dann in einer Hosentasche und nicht in … ja.
Blubberbernds Kellertür war mit einem Hintern-Scanner ausgestattet, denn ein normaler Gesichts-Scanner hätte es wohl nicht getan. Ich schätze nicht mal Blubberbernd so seltsam ein, dass er sich bewusst für den Körperteil entschieden hat, es war schlichtweg ein ranziger Einfall der Crew. Obwohl Plankton auch hier zunächst in der Hosentasche gezeigt wurde, war er nach dem Öffnen der Tür plötzlich zwischen den Arschbacken, weil die Macher wahrscheinlich so besessen davon sind, Sachen in seine Kimme zu stopfen, dass sie das spontan verwechselten. Die anderen Burger-Sammeleditionen waren ok, aber Mr. Krabs gab irgendwann auf, sich Reime zu überlegen und so gesellte sich nach dem Chatty Patty, Fatty Patty und Bratty Patty der Pickle Patty in die Reihe. Blubberbernds Mutter rief ihren Sohn zur Fußmassage und ich war heilfroh, dass man davon nichts on-screen sah. Plankton hatte ein kleines Malheur und hörte, dass Blubberbernd im Anmarsch war. Wie aber Blubberbernd bei geschlossener Tür hörte, dass ein winziger Einzeller und eine kleine Plastikfigur auf den Boden fielen, war erstaunlich.
Plankton hätte von seiner geringen Größe leicht Gebrauch machen und sich überall verstecken können, aber er war ja an der Uni und hielt es für eine wesentlich bessere Idee, sich als die heruntergefallene Figur auszugeben. Blubberbernd legte ihn in die Verpackung und ich fand das Detail gut, dass Plankton sein Auge schloss, sodass er tatsächlich nicht mitbekommen konnte, wie Blubberbernd Kleber benutzte. Blubberbernds Mutter quasselte was von Fußbutter und ich wiederhole meine Aussage zu dieser Thematik. Man hätte ruhig noch den Kleber um die Verpackung in den Folgeszenen zeigen können, aber das war nicht schlimm. Weil die Macher nun auch absurde Zeitsprünge lieben, vergingen mehrere Wochen. Immerhin war es durch Karens Defragmentierung logisch, dass sie noch nicht nach ihm suchte. Ich fand niedlich, wie gelassen SpongeBob Karen fragte, ob sie wieder zum Stehlen der Formel herkam. Die Plankton-Fallen waren an sich nett, allerdings hätte die locker ein Kunde auslösen können und Patrick tat das sogar bei einer. Demnach war es ziemlich dumm, sie überall in der Krossen Krabbe aufzustellen.
Nachdem Plankton das Zeug aus dem Fass verputzt hatte, wollte er sofort seine Gliedmaßen fressen. Wäre es stattdessen nicht mal angebracht gewesen, sich aus der Verpackung befreien zu wollen? Direkt danach stürzte er sich nämlich problemlos vom Regal - übrigens vom höchsten, obwohl Blubberbernd ihn in einer vorherigen Szene auf dem darunter platzierte. Vielleicht dekorierte Blubberbernd in der Zeit noch mal um. Es wurde ein Loch in die Verpackung gebrannt, durch welches Plankton leicht durchgepasst hätte, aber er wollte scheinbar lieber drinbleiben. SpongeBob und Karen klingelten an der Haustür und Blubberbernd wusste nicht, wer Plankton war. Mir fällt spontan keine richtige Interaktion der beiden ein (höchstens das Ende von „F.U.N.“ mit den Geleebohnen, aber da sprachen sie nicht miteinander), daher dürfte das hier ausnahmsweise mal gepasst haben. Plankton konnte eine Konsole seiner Größe durch das Loch ins Innere holen, aber er selbst wollte immer noch nicht raus. Der Gag mit dem offenen Fenster gefiel mir und SpongeBob war wieder süß, wie er Karen bei ihrer Ausführung zum Hintern-Scanner zuhörte. Die Bemerkung von Blubberbernds Mutter, dass Blubberbernd sein Leben ordnen und sich eine Arbeit besorgen sollte, fand ich ebenfalls super und dass SpongeBob nicht die Turnschuhmann-Statue war, sondern getarnt aus der Wand kam, war einer der besten Gags der Staffel.
Der Truthahn-Burger, durch den Blubberbernd außer Gefecht gesetzt wurde, war merkwürdig. Ich wollte erst lobend hervorheben, dass Plankton SpongeBob und Karen aufgrund der eingekehrten Nacht nicht erkennen konnte und deshalb seinen Roboterplan umsetzte, aber natürlich musste man genau das versemmeln, indem vorher ein Lichtkegel auf die beiden fiel und er trotzdem den Knopf drückte. Die Logik von Blubberbernds Verriegelungssystem kapierte ich auch nicht, denn der Knopf war ganz hinten im Raum und so würde er auf jeden Fall mit den Eindringlingen da drin sein, wenn sich die Tür schließt. Blubberbernds Mutter öffnete die Tür und alle Charaktere waren im Styropor gefangen, aber von Blubberbernd sah man selbstredend nur die Arschbacken, weil es jedes Mal so unfassbar witzig ist. Seine Mutter berührte sogar eine mit ihrem Finger, was auch immer das sollte. Dann fraß sie den Krabbenburger und schloss die Tür, während Plankton heulte. Hätte er halt nicht etliche Wochen da drin verharren sollen. An seiner Stelle hätte ich den Plan längst aufgegeben und auf mich aufmerksam gemacht, damit Blubberbernd mich befreit hätte.
Ich denke, diese Episode wäre so viel besser geworden, falls Plankton nicht die gesamte Zeit in der Verpackung gefangen gewesen wäre. Es hätte vollkommen ausgereicht, wenn er nicht die Kellertür hätte öffnen können und einiges im Keller erlebt hätte. Hier und da fand ich ein paar Stellen sinnfrei und es gab erneut einen unnötig langen Zeitsprung. Weil mir die Zusammenarbeit von SpongeBob und Karen gefiel und ich auch sonst positive Aspekte nennen konnte, gebe ich eine 4.