Leider hab ich Freitag, den 13. um ein paar Tage verpasst, aber ich möchte mit dem Reviewen nicht bis zum 13. März warten, bis das wieder der Fall gewesen wäre.
Ich fand durchaus clever, dass man eine Szene aus Mr. Krabs’ Marinezeit an den Anfang gestellt hat, um seinen Aberglauben nachvollziehbarer zu gestalten. Man hätte sich aber auch die Mühe machen können, keinen Wilhelmschrei zu verwenden. Der Kapitän aus 140b (Willkommen im Bikini-Bottom-Dreieck) war dafür sinnvoll. Eine schwarze Schnecke als Pendant zu einer schwarzen Katze gefiel mir. Mr. Krabs wollte so sehr das Schicksal herausfordern, dass er sogar einen Spiegel mit seinem Antlitz zerbrechen ließ, doch sein Ego hielt dem stand. Der rote Himmel und der Blitzeinschlag waren auch heftig genug zum Abkaufen, dass Mr. Krabs Angst vor Freitag, den 13. bekam. Das Wiehern beim Hufeisen fand ich klasse, aber das Hufeisen hätte nicht genau in Mr. Krabs Augen’ fallen müssen, auch wenn das nicht so schlimm war wie die Szene mit dem Schlüssel in 317b (Mein Papa, das Boot). Wenigstens war ganz cool, wie Mr. Krabs feststellte: „Oh nein … jetzt geht es los!“ Die Reime bei den Sprichwörtern wurden ausnahmsweise mal sehr stark übersetzt und diese fand ich unterhaltsam. Eine Nadel bohrte sich in Mr. Krabs’ Zunge, was auch kein schöner Anblick war, doch durch den Gag mit den harten Fischen, die das lobten, glich man das etwas aus. Glücklicherweise landete die Nadel nicht im Auge.
Das tropfende Rohr über Thaddäus wurde immer mal wieder gut in der Episode benutzt. Die Dame mit den nackten Füßen fand ich merkwürdig und sie wurde zu Recht des Restaurants verwiesen. Lustig war, wie der Pfeiftyp mit seinem Tisch draußen auf der Straße stehenblieb und vom Lkw erfasst wurde. Der Kunde, welcher einen sprechenden Kopf mit zugenähten Augen in der Tasche hatte, war mir dagegen viel zu bizarr. Auch das Auge von Thaddäus, nachdem er heißen Tee ins Gesicht bekam sowie das Design von SpongeBobs Ururgroßvater mochte ich nicht. Der Twist, dass Letzterer gar nicht tot war, wie Mr. Krabs’ Sprichwort aussagte, war aber nicht übel. Dass SpongeBob durch eine Hintertür, die es nicht geben sollte, in Mr. Krabs’ Büro kam, fand ich ebenfalls eher sonderbar, doch hier hatte die fehlende Logik zumindest mal einen Sinn, nämlich Mr. Krabs noch mehr zu verunsichern. Mr. Krabs hatte dann eine Kette von Unglück bringenden Ereignissen und es war super, dass der letztendliche Auslöser für das Erscheinen des Bösewichtels erneut der zerbrochene Spiegel war, der vor Mr. Krabs’ Gesicht gehalten wurde.
Das Konzept des umgekehrten Kobolds mit einem umgedrehten vierblättrigen Kleeblatt auf dem Hut, der Pech brachte, war toll. Er dürfte im Deutschen den Synchronsprecher von Yang aus Yin Yang Yo! gehabt haben, also konnte ich ihn nur mögen. Das Verwandeln von Mr. Krabs, SpongeBob und Thaddäus in Holzversionen war zunächst seltsam, aber es wurde kreativ gegen den Bösewichtel eingesetzt, als die drei auf Holz klopften. Nachdem Thaddäus gegen das tropfende Rohr flog, schoss mehr Wasser daraus und ein Regenbogen erschien, was eine schöne Genugtuung war, weil das Rohr Thaddäus vorher so sehr störte. Mr. Krabs freute sich über den Topf voll Gold und SpongeBobs Bemerkung, dass er damit lediglich seinen Namen auf den Fußboden schreiben würde, fand ich witzig. In dem Topf waren dann doch nur Glücksbringer, welche auf den Bösewichtel geschleudert wurden und ihn gut machten - eine Auflösung, mit der recht zufrieden war. Er verwandelte Mr. Krabs, SpongeBob und Thaddäus zurück und ärgerte selbst als netter Kobold Mr. Krabs ein letztes Mal, indem er den Topf voll Gold verschwinden ließ. Ich habe es geliebt, wie geil er sich fühlte, die Oberhand zu haben. Dann hatten Mr. Krabs, SpongeBob und Thaddäus noch mal Angst vor einer schwarzen Schnecke und der Kapitän aus 140b konnte nicht fassen, wie sich sein alter Marinekumpel verhielt, was ein ganz gutes Ende war.
Folge 329 im Gesamten hatte eine Menge Randomness durch Zaubereien und Unglück/Glück. Es geschah so viel beklopptes Zeug, dass ich mich beim ersten Watchen dieser Episode spätestens ab dem Bösewichtel gar nicht mehr richtig auf alles konzentrieren konnte. Sie war allerdings spaßig und bis auf ein paar unangenehme Momente (das Hufeisen in den Augen, die Nadel in der Zunge, der Kopf mit den zugenähten Augen, Thaddäus’ brennendes Auge und das Erscheinungsbild des Ururgroßvaters) machte sie nichts falsch. Ich gebe eine 2 und somit war Folge 329 ein solides Episoden-Duo, das garantiert nicht langweilig wurde.