Hier fand ich die Kurzbeschreibung im Voraus spannend, weil ich wissen wollte, wie der Fluch genau aussieht und warum das Opfer wieder verflucht werden möchte.
Es begann damit, dass SpongeBob freudig im Park rumrannte und jedes Tier küsste, dem er begegnete. Immerhin hatte er hier nicht so eine hässliche Visage wie in der ersten Szene von „Der Müll-Entsorger“, obwohl beide von Kaz geschrieben wurden. Kaz liebt es anscheinend, Episoden mit GlücklichBob zu starten. Schließlich knutschte SpongeBob ein paar Fadenwürmer und einer von ihnen verwandelte sich in einen No-Name-Charakter. Nun ja, er hatte schon einen Namen: Typ Fischmann. Klar, dass der Name absichtlich so generisch gewählt wurde, aber es wirkte auch so, als hätte man gar keine Lust gehabt, sich irgendwas zu diesem Charakter auszudenken, weil er eh Irrelevantfisch #2491037 war. Wieso sollte ich dann als Zuschauer an ihm interessiert sein? In einer Rückblende erfuhr man, dass ihn eine Hexe verfluchte, weil er ihr im Kino den letzten Platz wegschnappte. Ist das in Amerika normal, dass dort mehr Karten für eine Vorstellung verkauft werden, als es überhaupt verfügbare Sitze gibt? In der Menge saß übrigens auch Siegbert Schnösel, leider ohne Relevanz. SpongeBobs anschließender Kitzelwellen-Tanz gefiel mir, solche an Rückblenden gekoppelten Momente mag ich stets. Es folgte noch eine zweite kurze Rückblende, in der „Typ“ (Mann, ist das ein beschissener Name für ein Review…) vor dem Fluch einen Bürojob auf einer Mülldeponie hatte und seine Fadenwurm-Geliebte rülpste. Fantastisch.
SpongeBob meinte, dass er alles tun würde, damit Typ wieder verflucht wird. Seine Hilfe war in der Tat … phänomenal, kann ich bereits verraten. Es ging schon damit los, dass sie ein Taxifahrer zur Adresse der Hexe führte, den Typ garantiert nicht allein hätte fragen können. Aus Angst vor der Hexe gab es einen cartoonigen Gag, wie der Fahrer sein Taxi hochkrempelte und mit den Füßen weglief. Vielleicht sollte ich nicht ständig zu sehr die Logik hinterfragen, aber es wäre halt schneller gewesen, einfach wegzufahren. Wenn ich sofort merke, dass so was gar keinen Sinn ergibt, zündet die Einlage nicht. Die Hexe Blobba Yaga öffnete die Tür, wurde allerdings zum Hippie namens Skyflower und behauptete, nicht mehr zu zaubern oder leicht wütend werden zu können. Die nachfolgenden Szenen behandelten diverse Versuche, dass Typ sie zum Ausrasten bringen wollte, um wieder verflucht zu werden. Und SpongeBob? Der trottete ständig ohne Eigeninitiative mit. Eine großartige Hilfe! Ich freute mich, Old Man Walker zu sehen, um mal irgendeine weitere Figur in der Episode zu haben, die man kennt. Als Typ eine Essensbestellung auf den Boden schleuderte, meinte Old Man Walker, dass ihm das Leben gerettet wurde, da er die Fleischbällchen nicht vertragen hätte, dabei hätte er doch beim Öffnen der Packung selbst bemerkt, dass sie darin enthalten waren. Nicht mal Typ war jemandem eine wirkliche Hilfe, aber Fabi mir, welcher mich auf diesen Unsinn aufmerksam machte.
Im Wald holzten Typ und SpongeBob unzählige Bäume ab, um die umweltbewusste Skyflower aufzuregen, jedoch wurden die Baumstämme zufällig zu einem Spielplatz angeordnet, was ihr zusagte. Das entschädigte natürlich komplett, dass der gesamte Wald verschwand! Danach stiegen Typ und Skyflower in denselben Bus, in welchem es nur noch einen freien Platz gab, der sich merkwürdigerweise mittig hinten befand. Typ machte sich darüber lustig, dass er ihr erneut den Sitz wegschnappen konnte, was ausreichte, um Skyflower wieder zur Hexe Blobba Yaga werden zu lassen, welche diesmal aber nicht nur ihn in einen Fadenwurm verwandelte, sondern auch alle Fische im Bus, die Leute beim Spielplatz, Old Man Walker und SpongeBob. Die Reaktion fand ich doch sehr überzogen. Seltsam war, dass nur Old Man Walker und SpongeBob spezielle Fadenwurm-Designs bekamen. Bekannte Charaktere erhalten von Blobba Yaga wohl eine Sonderbehandlung. Es war SpongeBob zudem vollkommen egal, dass er ein Fadenwurm wurde und er nahm glücklich an der Trauungsfeier teil. So wie ihm offensichtlich auch egal war, Typ unterstützen zu wollen. Die Episode hätte nach dem Fadenwurm-Kuss literally ohne SpongeBob stattfinden können, weil Typ letztendlich doch selbst die Einfälle hatte, wie er verflucht werden konnte. Das muss man auch erst mal schaffen, den einzigen Hauptcharakter überflüssig in die Episode einzubauen. Blobba Yaga verwandelte am Ende noch die Zuschauer, dabei wurde ich mit der Episode doch schon genug gestraft.
Was ich wirklich schade finde: Man traute sich, mal was anderes zu probieren, indem SpongeBob mit zwei völlig neuen Charakteren abhing. Und ich hätte mich darauf vielleicht sogar irgendwie einlassen können, wenn SpongeBob nicht extrem fehl am Platz gewesen wäre. Die Story drehte sich fast nur um einen langweiligen Normalo und eine Hexe, während SpongeBob mitgeschliffen wurde und er sich nicht mal richtig beteiligte, um Typ zu helfen. Diese Handlung hätte so viel besser als eine dieser Märchen-Episoden mit Alter Egos der bekannten Charaktere funktioniert. Wenn ich SpongeBob einschalte, möchte ich auch SpongeBob sehen und nicht irgendwelche Random-Leute, bei denen der Schwamm als fünftes Rad danebensteht. Aber ich schätze, es hätte noch schlimmer sein können. Die Hexe fand ich zumindest ein bisschen unterhaltsam. 4.