Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: SpongeForum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

streberino

unregistriert

1

Donnerstag, 19. Februar 2015, 23:41

YouTube – Unterhaltung oder Werbung?

YouTube ist erfolgreich und YouTuber ein legitimer Beruf. Dass man auf der Videoplattform durch Partnerschaften, Product Placement, Werbeverträge und Merchandise Geld verdienen kann, ist kein Geheimnis mehr. Was darunter aber leidet, ist der eigentliche Gedanke von YouTube: private Videos auf der Welt mit Menschen zu teilen.

Ein Video, das sehr gut erklärt, wie schamlos mit YouTube Geld verdient wird, ist zum Beispiel das hier:


Und ich wollte einfach mal die Diskussion in den Raum werfen, wie ihr zu der ganzen Geschichte steht. Seht ihr die Kommerzialisierung von YouTube kritisch oder sagt ihr, dass man ja selbst immer noch entscheiden kann, was man guckt und was nicht? Natürlich auch hier der Hinweis, dass es keine richtige und keine falsche Meinung gibt.

Ich persönlich sehe das Ganze sehr kritisch, vor allem wegen der Aspekte, die in dem Video angesprochen werden. YouTube wird mehr und mehr zu einer Werbeplattform. Manager, die hinter YouTubern stehen, gehen gewissenlos vor und verkaufen junge Leute, die vor die Kamera wollen und oftmals wenig Ahnung von der Wirtschaft und damit verbundenen ethischen Entscheidungen haben. Produkte sollen um jeden Preis an den Mann gebracht werden. Dafür wird auch in Kauf genommen, dass 13-Jährige in den YouTubern Vorbilder und "Freunde" sehen, aber in dieser Vorstellung schlichtweg angelogen werden. Natürlich gibt es auch genug gute YouTuber, hinter denen kein kapitalistisches Management steht, aber ich denke trotzdem, dass klare Richtlinien benötigt werden, wie es sie z.B. für Fernsehwerbung auch gibt.

1 Benutzer hat sich bedankt.

Lord3d

Lame But Admin

  • »Lord3d« ist männlich

Beiträge: 983

Dabei seit: 7. Juli 2011

  • Private Nachricht senden

2

Freitag, 20. Februar 2015, 00:12

Ich hab absolut nichts dagegen, wenn man YouTube zu seinem Beruf macht, is für mich nicht viel anders als wenn Leute mit Filmen im Kino Geld machen oder wenn sie für nen Auftritt als Komiker Geld bekommen - nur YouTube ist eben zugänglicher. Natürlich geht es auch darum, irgendwie Zuschauer zu bekommen, damit das überhaupt klappt.
Was ich das leider oft sehe ist, dass einige bei berühmten YouTubern Kommentare ala "Guckt mal bei meinem Channel rein!" schreiben, um irgendwie auf sich aufmerksam zu machen, was ich wiederum nervig finde. Komischerweise schreiben das auch oft Leute mit keinen Videos am Kanal, aber naja, Internet halt.

Was mich aber wirklich bei vielen YouTubern stört, die wirklich von YouTube leben, ist dieses Gefühl von Massenproduktion. Weil sie ja von nix anderem leben, müssen sie ja regelmäßig (meistens wöchentlich) ein Video rausbringen, viele haben da ja einen fixen Terminplan. Da kommt es mir bei vielen leider so vor, dass oft mal einfach irgendwas aufgenommen und hochgeladen wird, nur damit die Fans nicht rumjammern und mit Deabos drohen.
Dadurch wirken aber Videos nach und nach immer lustloser und jede Idee, die man irgendwie hatte, muss verwertet werden, egal wie billig, peinlich oder dumm sie auch ist. So kommt es mir zumindest oft vor, auch bei großen YouTubern, die schon sehr lange dabei sind.
Leider bemerke ich auch sehr oft, wie falsch manche YouTuber sind, wo ich mich beim Reingucken öfter mal frage, ob die sich das eigentlich selbst abkaufen, was sie da sagen.Es gibt z.B. genug YouTuber, die mehrmals in Videos ihre "beste Community der Welt" loben, sich dann aber laufend auf Twitter über richtig dumme Kommentare der User beschweren. Gibt natürlich noch viel schlimmere Sachen, auf die ich nicht näher eingehen will.
Aber wegen dieser Massenproduktion und der Verlogenheit, auf die, wie streberino es bereits erwähnt hat, leider viele 13(+/-)-Jährige reinfallen, habe ich vor ca. 1-2 Jahren aufgehört mich für den Großteil dt. YouTuber zu interessieren, weil da kommen mir diese zwei Punkte am Schlimmsten vor. Natürlich tritt es auch bei YTern in anderen Sprachen auf, aber am meisten fiel es mir bei YTern aus Deutschland auf.

Was ich allerdings richtig toll finde ist, wenn YouTuber ihre Bekanntheit für etwas Gutes einsetzen. Und damit meine ich nicht übertriebene Megaveranstaltungen mit Live Auftritten. Ich rede z.B. von Live Streams für wohltätige Zwecke. Ein Beispiel dafür sind The Creatures, die schon öfter so etwas gemacht haben. Da konnten die Viewer Geld spenden, wobei das Geld an eine Wohltätigkeitsorganisation geht, und wenn ein bestimmter Geldbetrag erreicht wird, machen die Leute im Stream etwas Bestimmtes, z.B. sich die Haare pink färben oder besondere Gegenstände verlosen. Sowas finde ich wirklich unterhaltsam und es ist auch noch für einen guten Zweck.
Und Leuten, die mich wirklich heutzutage noch unterhalten können, gönne ich es auch, dass sie selbst mit ihren Videos Geld verdienen können, auch wenn ich vll. mal den ein oder anderen Werbespot ertragen muss.

streberino

unregistriert

3

Freitag, 20. Februar 2015, 00:33

Ich hab absolut nichts dagegen, wenn man YouTube zu seinem Beruf macht, is für mich nicht viel anders als wenn Leute mit Filmen im Kino Geld machen oder wenn sie für nen Auftritt als Komiker Geld bekommen - nur YouTube ist eben zugänglicher.

Da stimmt ich dir auch absolut zu! Nur muss man da halt auch wieder die Grenze ziehen zwischen Leuten wie Dagibee, die ja ganz bewusst Werbung für Produkte machen und die ganz genau weiß, was sie für ein Publikum hat, und anderen Menschen, die halt offen damit umgehen, dass sie als YouTuber Geld verdienen (so ist es imo oft bei Musikern). Denn in dem Moment, in dem du deinen Fans vorgaukelst, du wärst ihre beste Freundin und würdest ihnen mit deinen tollen Tipps weiterhelfen, aber in echt willst du damit halt nur Kohle machen – und das halt bei Kindern – ist das Ganze moralisch nicht mehr vertretbar.

3 Benutzer haben sich bedankt.

Chrdrenkmann

Sit on a Potato Pan, Otis

  • »Chrdrenkmann« ist männlich

Beiträge: 11 486

Dabei seit: 9. Juli 2011

  • Private Nachricht senden

4

Freitag, 20. Februar 2015, 01:52

Ich persönlich finde ja Jan Böhmermann seit dieser Geschichte wahnsinnig unsympathisch. Zumindest auf Twitter ist er teilweise sehr heftig auf die YouTube-Community losgegangen und das hatte für mich dann auch nichts mehr mit Satire oder Provokation zu tun. Das aber nur als kleiner Exkurs.

Ich halte mich bewusst von sämtlichen größeren YouTubern fern, weil mir deren aufgesetzte Freude oder Artikuation gehörig auf die Nerven geht. Insofern habe ich auch gar nicht wirklich mitbekommen, dass es da einige gibt, die gezielt Produkte anbieten. Die Sache mit Slimani und seinen Büchern war da noch das Krasseste.

Für mich ist YouTube noch nicht so schlimm, wie es in dem geposteten Video dargestellt wird. Man findet noch genug Leute, die anständigen Content bringen und dafür nichts haben wollen. Aber dass gerade die Kinder sich sehr leicht verleiten lassen, ist selbstverständlich richtig. Die meisten YouTuber wissen einfach, wie die Masche funktioniert, um Kinder bei der Stange zu halten: Möglichst auf cool tun und viel Action - gewürzt mit Jump Cuts und Effekten. Mehr braucht man nicht.

Prinzipiell stimme ich also zu, empfinde es aber nicht als Ärgernis.

3 Benutzer haben sich bedankt.

Chrdrenkmann

Sit on a Potato Pan, Otis

  • »Chrdrenkmann« ist männlich

Beiträge: 11 486

Dabei seit: 9. Juli 2011

  • Private Nachricht senden

5

Montag, 30. März 2015, 09:24

https://pbs.twimg.com/media/CBS-7TiWEAAQrJC.jpg:large

Ich hätte kaum ein besseres Bild für den Thread finden können.
Der Tweet ist schon wieder gelöscht worden - nur nicht schnell genug.

6

Freitag, 3. Juni 2022, 18:48

Mittlerweile nur noch Werbung. Ich weiß. Zum reiern sowas.

Chrdrenkmann

Sit on a Potato Pan, Otis

  • »Chrdrenkmann« ist männlich

Beiträge: 11 486

Dabei seit: 9. Juli 2011

  • Private Nachricht senden

7

Mittwoch, 14. September 2022, 15:36

Mein Post gehört nicht direkt zum eigentlichen Thema des Threads, allerdings steht da was von YouTube und Werbung, also egal.

Ich hatte mich lange Zeit aus Bequemlichkeit geweigert, mir für YouTube einen Adblocker zu holen, weil ich irrtümlich dachte, die Einrichtung würde recht kompliziert sein. Aber dann meinte YouTube, mir immer mehr Werbung zu Horrorspielen und -filmen zeigen zu müssen, beispielsweise „The Callisto Protocol“ und „Day Shift“. Ich finde gar nicht die Worte, um die Dreistigkeit zu beschreiben, dass man Leuten, die bereit sind, die Werbung aktiviert zu lassen, solche Clips präsentiert. Als ob ich es geil finden würde, wenn ich mir gemütlich vom Bett aus ein Video anschaue und mich dann plötzlich fünf Monster in 20 Sekunden anschreien – unter anderem mit Jumpscares. Wenn ich schon keinen Adblocker benutze, dann gebt mir wenigstens vernünftige Werbung. Das Ganze wurde mir irgendwann zu nervtötend, daher genieße ich seit ein paar Wochen YouTube werbefrei. Und hey, das hilft auch enorm, meine Zeiten einzuplanen, weil ich nur noch die reinen Videos schaue und nicht noch ein paar Minuten Werbung obendrauf schlagen muss.

Ähnliche Themen

Thema bewerten