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Teewurst

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Montag, 6. Oktober 2025, 15:54

Mal vom Pulverfass der israelischen Politik abgesehen gibts durchaus Gründe für den Ausschluss Israels. Einerseits haben wir halt ein Land das, wie Russland auch, Kriegsverbrechen am laufenden Band begeht und es fraglich ist, ob man die dann so feiern und ihnen eine Bühne geben sollte wie der ESC es tut. Ja, dasselbe kann man auch über einige andere Länder sagen (v.a. wenn man so Richtung Aserbaidschan oder Georgien schielt), aber bei Israel ist es nochmal ein ganz anderes Ausmaß, zumal sie halt die letzten beiden Jahre songs eingereicht haben, die eindeutig auf den 7. Oktober Bezug genommen haben. Den Vorwurf der Staatspropaganda sollten sei sich also schon durchaus gefallen lassen müssen.
Aber okay, selbst wenn man davon absieht gibts halt immer noch das Thema der Stimmenmanipulation. Ich bin jetzt auch nicht so tief im Thema drin, aber man sieht ja anhand des Public Votings für Israel als Außenstehender, dass da wohl etwas Zwinkel Zwonkel behind the scenes vor sich geht. Es gibt auch öffentlich verfügbare Daten darüber, dass in den Semifinals mit Israel in den letzten Jahren deutlich weniger Zuschauer eingeschaltet haben als Televotes abgegeben wurden, während die Semifinals ohne Israel dieselben Daten aufwiesen wie der Normalwert aus vorigen Jahren. Auch die Verhältnismäßigkeit der Zuschauerzahlen und Televotes im Finale sind deutlich anders als in den Jahren davor, was stark nahelegt, dass eine Form von Manipulation stattgefunden hat.

Es bleibt halt ein Beigeschmack, dass mit zweierlei Maß gemessen wird was den Ausschluss Russlands und Israels angeht. Es fällt auch schwer, darüber zu reden, denn jeder hat da einen anderen Ausgangspunkt was Eurovision allgemein angeht. Der Wettbewerb war schon immer politisch, und es ist auch völlig müßig, darüber zu reden. Klar zeigen sich da Länder immer von ihrer Schokoladenseite und wollen sich international profilieren, das steckt in der Natur der Sache. Die Frage ist eher, wie man damit normativ umgeht. Ich persönlich bin ja auf dem Standpunkt "Pro anti Leute töten", und allein da stimmt ja schon nicht jeder zu. Und ja, jedes Land hat Dreck am Stecken und macht scheiße. Aber bei Israel finde ich hat das eine ganz andere Qualität, und da der Broadcaster so eng verbandelt ist mit der Regierung seh ich es, aufgrund der Liedauswahl, aufgrund des Verhaltens der Delegation (man denke an die Niederlande-Situation 2024), aufgrund den Kontroversen was Werbung für und Public Vote im Allgemeinen angeht, äußerst kritisch, da keine Investigationen zu starten oder sie weiterhin teilnehmen zu lassen. Mit einem Ausschluss wären wir 2026 vielleicht auch dieses unsägliche Stummschalten des Publikums los, damit ja nicht die Buhrufe mitübertragen werden, weshalb dieses Jahr einige Acts wirklich viel schlechter rübergekommen sind als sie es hätten können.
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222

Mittwoch, 8. Oktober 2025, 17:56

Also rein musikalisch betrachtet freue ich mich über jedes teilnehmende Land, weil es dadurch eine größere Spanne an potenziellen Liedern gibt, die mir gefallen könnten. Daher finde ich jede Absage und jeden Ausschluss schade. Und auch wenn ich es mir noch so sehr wünsche, dass Politik keinen Einfluss auf diesen Wettbewerb hätte, so ist mir natürlich klar, dass das unmöglich ist. Auch ich habe mich schon gefragt, wie es sein kann, dass Russland zurecht nicht teilnehmen darf, aber Israel noch dabei ist. Letztendlich bin ich ebenfalls dafür, dass Israel ausgeschlossen wird, damit diese Spannungen gelöst werden und man das Event freier genießen kann. Von Merz’ Idee halte ich nicht viel, wobei es schon einen gewissen Reiz hätte, dass ich mir über Deutschlands Abschneiden keinerlei Gedanken machen müsste und diese "Sorge" bereits los wäre. 8O

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Mittwoch, 13. Mai 2026, 00:23

Kommentare zum 1. Halbfinale!

Moldau: So ein geiler Song für den Auftakt. Das Männchen auf der Wand im Hintergrund war niedlich und der Auftritt machte einfach Spaß.

Schweden: Der Song, bei dem ich am meisten abging, als er fürs Finale angesagt wurde. Ich hab den bereits so oft gehört und finde ihn immer noch extrem nice.

Kroatien: Nachdem ich erfuhr, dass es im Musikvideo ein Pferd gibt, setzte ich mich mehr mit dem Song auseinander. 8O Er ist mir inzwischen deutlich mehr ins Auge gesprungen und die Bühnenperformance war krass. Das ist so ein Ding wie Asteromata vom Vorjahr, das ich mehr und mehr feiere.

Griechenland: Es hat lange Zeit gedauert, bis ich dem Song was abgewinnen konnte. Ich fand den Refrain mit dem Ferto-Spam ziemlich nervig und hatte den Appeal nicht verstanden. Und auch wenn ich da immer noch nicht komplett drüber hinweg bin, mag ich den Song mittlerweile mehr. Die Bühnenperformance war mit Abstand die beste des Abends, auch das könnte im Finale punkten.

Portugal: Hier könnte ich 1:1 das schreiben, was ich letztes Mal zu Portugal meinte. Selbst wenn man ruhige Songs favorisiert: Was war speziell an diesem hier gut bzw. blieb im Kopf hängen? Ich hatte mich wirklich bemüht, irgendwas zu finden, was ich an dem Auftritt mochte, aber auch die Bühnenperformance war maximal langweilig. Zum Glück reichte es diesmal nicht fürs Finale.

Georgien: Schade, gefiel mir wirklich. Der Auftritt hatte für mich viel von The Roop und ich hoffte, dass das was bewirken könnte, aber leider kamen wie immer nicht all meine Favoriten weiter, was bei dem starken Halbfinale auch nahezu unmöglich war.

Finnland: Den Takatukka-Dude aus dem nationalen Vorentscheid hätte ich lieber gehabt, allerdings strahlt das hier eine Menge Siegerenergie aus und ist ebenfalls recht cool.

Montenegro: Gar nicht so schlecht, hat bei mir jedoch nie richtig Klick gemacht und wird es nun wohl auch nicht mehr.

Estland: Der Song gab mir harte Anime-Opening-Vibes und bereitete mir viel Freude. Mit dem Revamp war die Hoffnung da, dass sie entgegen der Odds doch das Finale erreichen könnten, aber letztendlich kamen sie mit der Nummer 15 Jahre zu spät und das „Too Epic“ an der Wand war unangenehm.

Israel: An sich ein netter Song, den ich aufgrund der politischen Spannungen aber nicht frei genießen kann und irgendwo auch nicht will.

Belgien: Für mich die Überraschung des Abends. Sah bei den Wettquoten wenig berauschend aus, doch ich fand den Auftritt gut und hab mich beim Finaleinzug tatsächlich gefreut.

Litauen: Ich mochte die Aufmachung leider überhaupt nicht und hatte mir gewünscht, dass im Halbfinale Endstation ist, aber man kann nicht alles haben.

San Marino: Wieder so ein Song, den ich eigentlich mögen sollte, es aber irgendwie nicht kann. Wirkte einfach deplatziert, das Bühnenbild war hingegen toll.

Polen: So dermaßen nichtssagend, dass ich mittendrin mit dem Kopf abschaltete und wenige Sekunden nach dem Auftritt die Melodie vergaß. Keine Ahnung, wie man mit so was durchkommt.

Serbien: Nicht wirklich meins, aber definitiv interessant und zu Recht im Finale für einen bunten Mix an Genres. Der Erfolg stand für mich außer Frage.

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Teewurst

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Mittwoch, 13. Mai 2026, 13:28

So, ich geb dem ersten Halbfinale auch mal meinen Senf dazu, mithilfe der Notizen die ich mir während der Live Auftritte gemacht hatte :pat:

Moldau: War das geil. Nicht nur schön den ESC mit einem Song einzuläuten, der Russland den Mittelfinger zeigt und Europa zelebriert, die hatten auch einfach alle BOCK auf der Bühne! Da war Energie, gute Laune und es hat von vorne bis hinten geknallt. 10 Punkte

Schweden: Ich mag den Song wirklich gerne und fand die Performance mega. Hier und da waren die Töne nicht ganz da wo sie sein sollten, aber dafür regelt ja Autotune. Insaner Banger mit einer coolen Sängerin, kriegt von mir 10 Punkte (eigentlich müssten die beide 12 sein aber ich will die nicht zu oft rausholen)

Kroatien: Ursprünglich fand ich den Song ein wenig flach, auch wenn ich total den Vibe liebe, weil es sich anfühlte als würde der nirgends so richtig hingehen. Das hat sich aber gelegt, und ich bin sehr froh dass die kroatischen Waldhexen weitergekommen sind. Mit so mystisch-okkultem Ethnofolk kriegt man mich halt auch immer, 10 Punkte

Griechenland: Im Voraus einer meiner Favoriten gewesen, aber insgesamt fand ich die Performance irgendwie etwas hinter den Erwartungen. Man könnte sogar sagen, Moldau hat dem so ein bisschen den Rang abgelaufen, auch wenn ich die Kreativität in der Show sehr genossen habe und die Statuen plus Omma richtig cool waren. Als Manko kommt natürlich die KI-Schlonze hinzu, deswegen nur 8 Punkte

Portugal: Joa, Portugal macht Portugal Dinge, typische Balladenschnulze, Snoretugal, 1 Punkt

Georgien: "Brauchbar" beschreibt es glaub ich am Besten. Song ist jetzt nicht verkehrt, den sieht man in ein paar Jahren im Recap und denkt sich "och joa, war nett" und vergisst den dann wieder (hallo Albanien 2022). 5 Punkte

Italien: Auch einer meiner Favoriten, ich liebe den Retro-Italodisco Vibe, und das Charisma dieses südländischen Adonis hat ja wirklich Strahlkraft. Leider waren auch hier einige Töne etwas Shaky, daher gibts nur 8 Punkte

Finnland: Ich muss schon zugeben, ich verstehe wo die fast 50% Winning Odds herkommen. Der Song ist schon ganz cool, aber es ist halt kein Takatukka, deswegen 7 Punkte

Estland: Jolly Roger wo bist du... Ich würde sagen verdient ausgeschieden. Der Song ist nach der Revision auf jeden Fall besser geworden, aber wird trotzdem den Vibe einer Lidl Sauce Hollondaise nicht los. 4 Punkte

Montenegro: Einer meiner drei Top Beiträge im gesamten Jahr. Ich liebe ALLES daran, ich liebe die Sängerin, ich liebe ihre Tänzerinnen, ich liebe den Song, ich liebe die Outfits, ich liebe die Performance. Freunde von mir haben Montenegro zwar als Queerbaiting verhohnepiepelt, aber ich geb trotzdem die vollen 12 Punkte. Der Haken wurde ausgeworfen und ich habe angebissen, manchmal ist es einfach so simpel.

Deutschland: Vielleicht ist es der Gewöhnungseffekt, aber ich find den Beitrag mittlerweile ganz in Ordnung. Sarah Engels hat ne Bühnenpräsenz, hat die Stimme und die nötige Attitude das umzusetzen. Lyrics sind immer noch ass aber joa. Joa. 6 PUnkte

Belgien: Der für alle wahrscheinlich größte Schock-Qualifier, so gern ich es auch mögen wollte, irgendwie hat mir da einfach der letzte Push über die Ziellinie gefehlt. Der Song ist so fast da wo er sein will/sollte, aber er packt einfach die letzten Meter nicht, dafür fehlt einfach die Energy in der Performance; mehr Dancing und weniger Ice. 6 Punkte

Litauen: Normalerweise ist das Baltikum ja entweder totaler Hit oder dicker Miss, Litauen sticht dieses Jahr raus indem es einfach nur mid ist. Für ne Ballade überdurchschnittlich, aber insgesamt dann halt auch nur sone 5

San Marino: An sich mag ich den Song und auch Senhit, die ja mit Pitbull bereits eine der bescheuertsten und damit großartigsten Crossover auf die Bühne gebracht hatte. Hätte sie sich wieder jemand komplett unerwartetes rangeholt, hätten die Synths im Refrain den Song sogar auf eine 7 gehievt, aber mit dem verurteilten Straftäter als Feature gibts aus Prinzip eine 1.

Polen: In meinen Notizen steht lediglich: "Och nee. 2"

Serbien: Mein anderer Favorit in diesem Halbfinale und insgesamter Top 3 Anwärter. Diese Art von Musik hör ich super gerne, ich liebe den Vibe, die Outfits und die Performance total. Waren Montenegro die Goth Lesben sind das hier die Vampirlesben und sahnen die vollen 12 Punkte ab. Haben die anderen Auftritte ein brennendes Schwert als Mikrofonständer während sich jemand im Lack und Leder Look die Seele aus dem Leib schreit? Ich glaube nicht. Darauf noch ein Bäuerchen zum Schluss, Schulz!


Insgesamt war ich mit dem Halbfinale inhaltlich sehr zufrieden, auch wenn die Produktion definitiv zu wünschen übrig ließ. Der halbe Jan Böhmermann war ganz funny, die Let's Dance Moderatorin hingegen konnte mich gar nicht überzeugen. Dass Gojo für die Halbzeitshow da war war cool, auch wenn die Nummer eher so Samstagabends im Porzellan von Andrew Lloyd Webber aufzufinden war (und im nächsten Halbfinale mit Australien und Österreich vielleicht besser gepasst hätte?). Ich freu mcih jedenfalls auf Donnerstag, weil auch dort wieder sehr viele Banger mit dabei sind, diesen Jahrgang find ich wirklich stacked. Vor allem der Balkan hat ausnahmslos Banger anzubieten (na, wer mag schon rätseln, wer der letzte Eintrag in meiner Top 3 wird), deren DNS es sogar durchs Mittelmeer bis nach Zypern geschafft hat.
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Chrdrenkmann

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Donnerstag, 14. Mai 2026, 23:56

Kommentare zum 2. Halbfinale!

Bulgarien: Ich war für eine Weile im Irrglauben, dass das eine sexualisierte Nummer sein könnte. Keine Ahnung, der Songtitel wirkte irgendwie so. Glücklicherweise heißt er übersetzt aber nur „Unruhestifterin“ und der Auftritt war Chaos auf eine positive Weise. Mag ich nun etwas mehr als vorher.

Aserbaidschan: Wenn man schon „Just Go“ sang, war das kein gutes Omen. Durch die Odds war ich zwar komplett voreingenommen, aber auch so war das hier unfassbar öde.

Rumänien: Hier musste ich mich ebenfalls von meinen Vorurteilen losreißen. Der Titel hatte ja eine kleine Kontroverse ausgelöst, die natürlich lächerlich war. Trotzdem hatte ich leider immer im Hinterkopf, dass der Auftritt dann irgendwie … komisch sein müsste. War allerdings geil, gefällt mir jetzt recht gut.

Luxemburg: Den Refrain fand ich catchy und hatte ich regelmäßig als Ohrwurm. Schade also, dass der Song raus ist, wobei ich keine große Hoffnung aufs Gegenteil hatte.

Tschechien: Die Spiegelspielerei war ganz nett, sonst interessierte mich der Song aber überhaupt nicht. Und gegen Ende klang es mehr nach reinem Geschrei.

Armenien: Mein Lieblingssong des Abends. Ging ordentlich ab. Tja, wie immer flog dann was, was ich super fand. Thorsten Schorn, die "gelben Zettel" heißen übrigens Post-its.

Schweiz: Victoria Justice gefiel mir bei Victorious besser.

Zypern: Diese eine Stelle im Refrain, bei der nicht gesungen wird, klingt so nice. Der Song macht Spaß, auch wenn er kein Ultrabanger ist.

Litauen: Für eine Ballade überraschend schön. Und genau die kam dann selbstverständlich nicht weiter. Der Effekt mit dem Glas war ebenfalls klasse.

Dänemark: Steht ja hoch im Kurs, für mich persönlich jedoch nicht greifbar. Der Song war gefühlt all over the place und gleichzeitig nichts, was bei mir hängenblieb. Ich würde es allerdings nicht verübeln, falls der im Finale weit oben landet. Deutlich besser als Balladen oder nervige Songs.

Australien: Sehr starke Bühnenperformance und ich wünschte, von dem Song würde ich mir mehr im Kopf behalten als ein kleines Stück vom Refrain.

Ukraine: Hier ist es ebenfalls so, dass ich mir außer eines Bruchteils des Refrains nichts merken kann. Ist dann auch nicht weiter spannend.

Albanien: Recht solider Song, nur die Untertitel hätten nicht sein müssen. Ich klebte fast nur an denen fest und konnte gar nicht richtig die Performance begutachten.

Malta: Portugal 2.0. Genug gesagt.

Norwegen: Sorry, hier muss ich sehr direkt werden. Der einzige Auftritt in diesem Jahr, bei dem meine Ohren kotzen würden, falls sie es könnten. Ganz grauenhafter Refrain. Da nehme ich jeden langweiligen Song 1000-mal lieber.

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Teewurst

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Freitag, 15. Mai 2026, 01:41

Finds interessant wie unser Geschmack teils auseinandergeht :pat2: Heute leider ohne Notizbuch

Bulgarien: Fand den Song im Voraus schon ziemlich nice, und die Bühnenperformance hats nochmal weiter angehoben. Whacky und campy aber trotzdem künstlerisch und mit sehr viel Energie. 10 Punkte

Azerbaidschan: Running Order 1 und 2 demonstrieren eigentlich perfekt wie dieses Halbfinale sich angefühlt hat, entweder totaler Banger oder absoluter Schnarcher. Dieser Song hat so eine richtige "Ach, die machen auch mit? Och das ja schön für sie" vibes. 1 Punkt

Rumänien: Mein dritter Favourite dieses Jahr neben Serbien und Montenegro. Wahrscheinlich auch der Song, den ich bereits am öftesten gehört habe; nicht nur gefallen mir die Lyrics natürlich, auch dass da ein Haufen Goths und Emos auf der Bühne eine peppige Rocknummer performen und die Sängerin zwischendrin noch die Operetten-Noten raushaut machen das zu einer wahnsinnig coolen und unterhaltsamen Show. 12 Punkte

Luxemburg: Von einem der besten Songs im letzten Jahr zu einem der schlechtesten in diesem. Nichtmal ihre Mausigkeit kann sie da rausretten, weil der Song so fade daherkommt. Da waren schon ein paar coole Ideen im Bühnenbild, aber insgesamt... meh. 3 Punkte

Tschechien: WIE IST DIESER RESTPOSTENTWINK WEITER ABER NICHT ARMENIEN, 1 PUNKT

Armenien: Dadurch dass der Song so spät eingereicht wurde hatte ich ihn nicht wirklich auf dem Schirm, außer dass er Drenkis Favourite war, aber der hat mich so abgeholt. Ich verorte ihn zwar nicht in meinem Top Tier, aber er hat richtig Laune gemacht, der Sänger hatte krass Bock, die Performance war absurd gut und es ist wirklich tragisch, dass der Taubentanz im Halbfinale ertrunken ist. 10 absolut wohlverdiente Punkte

Schweiz: Das ist glaub ich für mich so der mittelmäßigste Song dieses Jahres, aber im positiven Sinne. Ich find ihn weder hervorragend gut noch abgrundtief schlecht, der ist einfach - okay. Die Message ist cool, die Bühnenshow auch, hätte mich nicht gestört wenn der ins Finale gekommen wäre. Der Song ist so Backpulver, damit die Masse angedickt wird. 5 Punkte

Zypern: Im Voraus einer meiner Favourites, hier leider etwas abgerutscht. Ich mag die Melodien und die Instrumentalisierung, aber Antigonis Gesang war leider sehr dünn, sie klang teils außer Atem und hatte sich auch einmal im Text verhaspelt. Da ist noch deutlich mehr drin. Leider nur 8 Punkte

Lettland: Ich habe diesen Beitrag bereits mental dermaßen ausgeblendet, dass ich mich außer an die Kristalle auf dem linken Ärmel an NICHTS mehr erinnern kann, 1 Punkt aber auch nur weil ich mindestens einen vergeben muss

Dänemark: Den Hype um diesen Song, der auch in den obersten Wettquoten mit auftaucht, kann ich durchaus verstehen, und grade so das letzte Viertel vom Song holt mich tatsächlich ab. Leider sind es die Dreiviertel davor, mit denen ich struggle, weil ich die Melodie nicht wirklich mag und der Song viel zu lange braucht, um endlich zu sich zu finden. Die Tanzmoves der Tänzer am Anfang haben mich übrigens sehr an die Fische aus der Thaddäus Handpuppenfolge erinnert, 6 Punkte

Australien: Nach der Performance kann ich auch hier nachvollziehen, warum der Song auf Platz 2 bei den Buchmachern geklettert ist. Ich find ihn persönlich nur okay, ist halt netter Euroslop, allerdings hat Delta Goodrem ne starke Ausstrahlung und weiß auch, mit Kamera und Bühne umzugehen. Der vergoldete Flügel ist darüber hinaus komplett Banane, genauso wie die Empore die daraus hochfährt, und genau deswegen rechne ich das Australien positiv an. 6 Punkte

Ukraine: Leider ein ziemlich schwacher Beitrag meiner Meinung nach, die Ballade ist halt okay für ne Ballade. Nichts besonderes, nennenswertes oder erinnerungswürdiges. Wenn man mir die Beiträge Lettlands und der Ukraine blind vorspielen würde, wüsste ich sie wahrscheinlich nicht voneinander unterscheiden können. 2 Punkte

Albanien: SO geht eine Powerballade, dankeschön! Obwohl Albanien für mich der schwächste Song aus dem Balkan ist, heißt das trotzdem dass er ganz weit oben mitspielt (was vor allem davon zeugt, wie absolut fantastisch die Auswahl aus dem Balkan dieses Jahr ist). Ich mochte die dramatische Aufmachung, die gerade so gleichzeitig ernst und pathetisch aber auch kitschig genug ist, um die Gratwanderung zwischen lächerlich und herzergreifend zu bewältigen. Fand ich sehr geil, 10 Punkte

Malta: An sich auch eine der besseren Balladen, aber kriegt mich halt so überhaupt nicht. Ist eine nette Hintergrundbeschallung im italienischen Restaurant oder für Susi und Strolch aber mehr auch nicht. 5 Punkte

Norwegen: Auch wenn der in rauen Mengen ausgestrahlte Sex Appeal von Jonas Lovv bei mir keinerlei Türen einrennt, fand ich den Beitrag großartig. Ich mag den Song (auch wenn er ein klein wenig repetitiv ist) und genieße sehr, wie es mich mitreißt und antreibt. Darüber hinaus bringt die Band, bestehend aus Twink, Hunk und Bear Solidarity mit dem norwegischen Freddie Mercury am Mikrofon, die Nummer auch brachial gut rüber, wodurch es für mich nie langweilig oder eintönig wird, im Gegenteil. 10 Punkte
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Samstag, 16. Mai 2026, 23:28

12 Punkte: Schweden
10 Punkte: Moldau
8 Punkte: Griechenland
7 Punkte: Kroatien
6 Punkte: Vereinigtes Königreich
5 Punkte: Australien
4 Punkte: Rumänien
3 Punkte: Finnland
2 Punkte: Zypern
1 Punkte: Bulgarien

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Dienstag, 9. Juni 2026, 23:38

Die Postflaute hatte mich seit Mitte Mai doch sehr im Griff und so hielt ich mich selbst ziemlich mit dem Schreiben zurück. Allerdings mag ich keine halben Sachen und werde noch zu ein paar Finalplatzierungen was kommentieren.

Bulgarien: Da muss ich mich ja fast schämen, dass ich nur einen Punkt vergeben habe - und der war zugegebenermaßen auch nur als Wiedergutmachung, weil ich zuvor so schlecht von dem Song dachte. Find das Lied mittlerweile geil und es ist ein würdiger Sieger. Generell freue ich mich immer riesig, wenn ein Land zum ersten Mal den ESC gewinnt und dann war es noch mehr oder weniger ein Überraschungskandidat. Ich denke, niemand hatte so wirklich auf dem Schirm, dass Bulgarien das Ding machen wird, auch wenn es bei den Wettquoten auf Platz 3 lag.

Rumänien: Auch hier sah ich nicht kommen, wie der Track durch die Decke gehen würde. Die zweitmeisten Televotes waren krass. Jedenfalls ein verdienter dritter Platz.

Italien: Mittlerweile kann ich mir zwar ein Stück vom Refrain behalten, doch ich bleibe bei meiner - nett ausgedrückt - Verwunderung, wie Italien Jahr für Jahr in den Top 10 landet. Irgendwann müssen sie doch auch mal wieder einen Ausrutscher haben wie Schweden in diesem Jahr.

Finnland: Dafür, dass das so extrem gehypet wurde, ist der 6. Platz schon fast enttäuschend. Aber das zeigt nur, dass man sich bei diesem Contest nie sicher sein kann, wie es am Ende ausgeht.

Dänemark: Kann ich mir immer noch nix von merken, lul.

Moldau: Über die solide Televoting-Punktzahl habe ich mich gefreut, nur die Jurys hätten noch mehr springen lassen können.

Griechenland: Hier ist mir Platz 10 eigentlich auch zu niedrig. Die Performance war schon sehr stark.

Frankreich: Ich muss zugeben, dass ich mich über die wenigen Telepunkte amüsiert habe. Klappt halt nicht immer im Gesamtergebnis, wenn man was sendet, das von den Jurys verschlungen wird.

Kroatien: Da hätte noch mehr drin sein können, mit dem 15. Platz bin ich nicht wirklich zufrieden. Hätte aber noch schlimmer ausfallen können, I guess.

Tschechien: Es war so klar, dass die ESC-Bubble durchdreht, weil da für drei Sekunden das Bild stehenblieb. Als ob das in irgendeiner Weise das Televoting beeinflusst hätte…

Schweden: Für mich natürlich der größte Schock des Abends. Meine Discord-Freunde und ich hatten hier alle 12 Punkte vergeben. Wenn das so weitergeht, dass solche Songs schlecht abschneiden (ich erinnere an Strobe Lights von Red Sebastian), befürchte ich, dass sie zukünftig weniger vorkommen werden und das würde mich richtig ärgern.

Belgien: Hat keine null Televoting-Punkte verdient, ich mag den Song mittlerweile ziemlich.

Deutschland: Absehbar. Zu dem Song selbst will ich gar nichts weiter sagen. Was jedenfalls wieder gar nicht ging, war Thorsten Schorns Lobhudelei, wie geil Sarah Engels das doch gemacht hätte und während der Televoting-Punkte über die Ergebnisse für die nächsten Länder gebrabbelt hat.

Vereinigtes Königreich: Ich hatte es geahnt, dass das wieder eine Klatsche werden könnte, weil im Vorfeld irgendwer meinte, dass der Song nicht so gut ankommen dürfte und auch die Performance sehr mau war. Dabei war ich erst so optimistisch, dass das Vereinigte Königreich mal was Interessantes sendet und ich find den Song immer noch catchy, bis heute habe ich den Refrain regelmäßig im Kopf. Als meine Mutter am nächsten Tag zu mir sagte, dass das hier furchtbar war und sie mich fragte, ob ich das auch so sehe, war sie entsetzt, dass ich nur peinlich berührt lächeln konnte. :redface:

Freue mich schon sehr auf voraussichtlich Sofia 2027! :pat:

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