Untenstehend findet ihr ein Ranking des Ende Juni erschienenen Debütalbums “Heart” von Lockerz - es handelt sich um ein UK Garage Album mit leichten Einflüssen anderer elektronischer Genres. Wie aufmerksame Leser des letztjährigen “Song des Jahres”-Threads wissen, ist Lockerz mein derzeitiger Lieblingsmusiker, meine Erwartungen an das Album waren dementsprechend hoch. Der Bre hat mich jedoch nicht enttäuscht und konnte sie absolut erfüllen!
Das Album war echt schwer zu ranken, vor allem ab Platz 10 aufwärts, weil ich fast alle Tracks sowas von geil finde, dass ich bei den einzelnen Tracks kaum was zu kritisieren habe und sie auch alle extrem nah beieinander liegen. Vielleicht sollte ich lieber Alben ranken, die ich nicht so feiere, aber irgendwie habe ich nur Motivation, mich so tief mit Musik zu befassen, wenn ich sie richtig gut finde, lel.
Platz 14: Intro (Heart) - Ein 42-sekündiges Intro, daher eigentlich außer Konkurrenz.
Platz 13: Levels - Sicherlich kein schlechter Track ,aber auf jeden Fall der schwächste Track des Albums und der einzige neben dem Intro, der es nicht in meine Main-Playlist geschafft hat. Dabei ist das Intro bzw. der Buildup sogar richtig gut, aber der Drop geht mir leider nicht so gut rein. Vor allem dieser dämliche Fakeout inkl. “Nope”-Sample, bevor der eigentliche Drop kommt, macht mich sauer - sowas kann man ja gerne in einem Live-Set bringen, aber in einem Track mindert es den Hörgenuss dann doch massiv. Ein melodischerer Drop, der besser zum Buildup passt, hätte diesen Track ggf. weiter nach oben katapultieren können, aber in der aktuellen Fassung ist der Drop leider einfach ein zu großer Fremdkörper im Vergleich zum Rest.
Platz 12: Two Step - Der einzige Collab-Track auf dem Album (mit Ashdunn) ist absolut solide. Das Vocal-Sample, das im Buildup verwendet wird, ist mir etwas zu lang und minimal nervig, der Drop ist jedoch durchaus ahnbar. Allerdings ist “Two Step” im Vergleich zu den anderen Tracks des Albums etwas blass und sticht für mich nicht wirklich heraus. Dennoch, der Track (und alle weiteren Tracks ab hier) sind sehr sehr gut, nicht umsonst ist Lockerz mein aktueller Lieblingskünstler!
Platz 11: Burning - Geiles Ding, ich habe nicht viel zu kritisieren, außer dass das Vocal-Sample vielleicht eeetwas zu repetitiv ist. Ansonsten eine gewohnt gute Qualität aus dem Hause Lockerz, starke Melodien und Synths, aber andere Tracks sind noch besser bzw. lösen mehr positive Emotionen in mir aus.
Platz 10: Numb - Leiwande G’schicht! Cooles Vocal-Sample, ultra geile Akkorde und Melodien, und auch ein interessanter und gut passender Trap-Switchup vor dem zweiten Drop, der überraschend gut funktioniert. Wie gesagt, ab hier wird es sehr schwer, das Album zu ranken, weil eigentlich alle Tracks überragend sind. Trotzdem würde ich sagen, dass andere Tracks noch einen Ticken besser sind.
Platz 9: The Night - Auch hier wieder ein guter Track. Es handelt sich hier um eine der vorab veröffentlichten Singles, kann also sein, dass ich den Track schon vor Album-Release ein bisschen “totgehört” habe, weil er mich aktuell nicht mehr so begeistert wie noch zu Anfang. Aber trotzdem, geiles Ding, ich liebe vor allem den in diesem Track verwendeten Bass.
Platz 8: Memory Card - Der einzige Drum and Bass Track des Albums und damit eine erfrischende Abwechslung. Der Track hat eine total coole Stimmung, wirkt irgendwie “airy” oder “ethereal”, so also würde man auf Wolken schweben. Die Piano-Einsprengsel finde ich auch gut.
Platz 7: Heart - Der Titeltrack. Auch hier ist der verwendete Bass ultrageil, noch besser als in “The Night”, und diese gelegentlich aufkommenden “Fills” sind auch brutal gut gelungen. Einfach eine sehr Lockerz-typische Mischung aus geilen Melodien, Bass, Vocal-Samples, und Groove. Kann, muss, u. sollte man ahnen!
Platz 6: Melon - Sehr cooler Drop, der irgendwie gleichzeitig melancholisch und euphorisch ist. Klingt komisch, ist aber nice! Der Track hat keine besonderen Elemente, die krass hervorstechen, die Melodie funktioniert aber einfach sowas von gut, dass ich mir den Track eigentlich immer geben kann.
Platz 5: Take Control - Auch dieser Track wurde als Single veröffentlicht, hat für mich aber etwas mehr staying power als “The Night” oder “Burning”. Diese Melodie/Akkorde/was auch immer, die im zweiten Teil der Drops spielen, finde ich todesgeil. Auch diese Überleitung zwischen dem ersten Drop und weiteren Buildup, einfach herrlich. Solche kreativen, spielerischen Elemente findet man sonst bei keinem anderen UK Garage-Künstler und sind ein Hauptgrund, warum ich Lockerz so dermaßen geil finde.
Platz 4: Secrets - Jetzt kommen wir in der Champions League an. Wobei, eigentlich ist das ganze Album schon Champions League, aber die Top 4 ist nochmal krasser. “Secrets” hat das vermutlich beste Vocal des ganzen Albums, gepaart mit einem unfassbar eingängigen Drop mit überragender Melodie, Drums, Bass, es stimmt einfach alles. Garage in seiner besten Form!
Platz 3: Pulse - Der einzige Dubstep-Track des Albums und nach eigenen Angaben Lockerz’ erster Dubstep-Track überhaupt. Und gleich so ein Banger! “Pulse” ist, rein was Kreativität und Innovation angeht, definitiv der Höhepunkt des Albums. Dubstep ist ein Genre, was mitunter seeeehr gleichförmig klingen kann, viele Artists reiten einfach nur einen bestimmten Trend, ohne dass ihre Tracks eine eigene Identität hätten. Und dann kommt Lockerz und macht etwas, das ich so noch nirgends gehört habe: Er haut einfach ein paar schnelle, brutal geil klingende, Piano-Akkordfolgen in die Drops, macht ein paar Drums und ein bisschen Bass drumherum, und es klingt absolut weltklasse! Irgendwie sollte das gar nicht funktionieren, der Track ist extrem simpel, die Buildups fühlen sich leer an, als seien sie nur Mittel zum Zweck - aber trotz oder gerade wegen der “Reduziertheit” des Tracks ist er in meinen Augen überragend. Gerade im zweiten Drop ist das Piano wirklich sowas von geil. Auch das Vocal Sample, eigentlich irgendwie unpassend, funktioniert für mich. Alles in allem wirklich ein genialer Track, der es schafft, kreativ und innovativ, aber gleichzeitig total nach Lockerz zu klingen.
Platz 2: Lo Siento - Auch wenn Lockerz extrem viele überragende Songs hat, ist das hier für mich ein Paradebeispiel für einen perfekten Lockerz-Track. Nices Vocal-Sample, verspielte Melodien, kreative Verwendung verschiedener Synths und Piano-Elemente, gute Drums und Basslines, und einfach diesen unverkennbaren Lockerz-Touch, der ihn stark von anderen Garage-Produzenten abhebt. Macht einfach Spaß, solcherlei Schwingungen auditiv wahrzunehmen.
Platz 1: Move - Diesen Track habe ich (wie auch viele andere, die später auf diesem Album erschienen), zuerst im “100% Lockerz Mix 2025” gehört. Bereits in diesem Mix ist mir der Track sofort positiv aufgefallen und ich bin in den Monaten vor dem Album-Release sogar mehrfach zu diesem Mix zurückgekehrt, nur um die Stelle mit “Move” zu hören. Dementsprechend habe ich mir natürlich sehr gewünscht, dass der Song zeitnah erscheint. Zum Glück wurde mein Wunsch erhört und er ist auf diesem Album vertreten. Und was soll ich sagen, er ist perfekt! Allein diese Gitarren/Bass-Einsprengsel, die bereits nach wenigen Sekunden Spielzeit bereits meine Ohren beglücken, sind dermaßen geil - wenn ein Track so anfängt, weiß man schon, dass es nur ein Banger sein kann. Generell, die treibenden Bässe in diesem Track finde ich weltklasse. Dann auch das Vocal “If you feel the rhythm, start to move” - Klarsachen, das mache ich! Und alles andere ist auch überragend, Drums, die Vocal-Chops im Drop, überhaupt die Struktur der Drops, dass zwischendrin so eine Melodie kommt und es danach aber nochmal abgeht, es ist einfach alles ganz großes Kino für die Ohren. Stand jetzt handelt es sich hierbei um meinen Song des Jahres 2026 - ob das Ende des Jahres immer noch so ist, wird sich zeigen, aber in den Top 3 wird er wohl auf jeden Fall sein.