Ich habe heute zur weiteren Vorgehensweise gegen den Tinnitus eine MRT-Untersuchung gemacht. Vorab recherchierte ich im Internet, was das ist und las, dass dort extrem laute Geräusche sind. Einige Leute schrieben, dass ihr Tinnitus danach lauter war und mir kamen Sorgen, ob ich das Ganze tun soll. Ich fragte meine Mutter, welche nur sagte, dass ich lediglich bestrahlt werde und es leise ist. Und ich hab ihr das geglaubt.
Als ich gestern Abend den MRT-Fragebogen las, auf dem stand, ob man Ohrgeräusche hat, hätten meine Alarmglocken eigentlich wieder schrillen müssen. Heute, kurz bevor es losging, fragte mich die Ärztin ebenfalls noch mal, ob ich Ohrgeräusche habe. Ich sagte, dass ich welche im Kopf habe - und sie ist nicht weiter darauf eingegangen. Dann sagte sie, dass ich für 20 Minuten in eine Röhre muss und es darin sehr laut wird. In dem Moment hab ich mir nur gedacht, dass das doch wohl nicht gut sein kann - und es dann auch noch wirklich gemacht. Immerhin hatte ich Ohropax und Kopfhörer erhalten.
Während der Untersuchung musste ich mir einige unangenehme laute Geräusche anhören. Ich hab die ganze Zeit gehofft, dass die 20 Minuten schnellstmöglich vorbei sind. Als es dann soweit war, habe ich sofort gelauscht, ob sich mein Tinnitus verschlimmert hat, konnte aber nichts Erhebliches feststellen. Doch eine Stunde, nachdem ich zu Hause war - gegen 11:30 Uhr - stellte ich fest, dass das schlimmste meiner Kopfgeräusche deutlich heftiger war. Ich bin deswegen gerade ziemlich aufgewühlt, weil es ohnehin schon eine Belastung war. Ob es durch die MRT-Untersuchung geschah oder ich es durch Stress, weil ich fürchtete, es könnte was passieren, bekam, weiß ich nicht. Jedenfalls erscheint es nicht logisch, dass ein Geräusch sich erst eine Stunde nach einer Lärmbelastung verschlimmert. Ich hoffe deshalb, dass es tatsächlich rein stressbedingt ist und sich wieder beruhigen wird. Ansonsten wird das eine ziemliche Tortur.
Ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich meiner anfänglichen Intuition nicht glaubte, die MRT-Untersuchung könnte sich nachteilig auswirken. Das Ergebnis wird übrigens an meine Allgemeinärztin geschickt, sodass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal weiß, ob es überhaupt etwas außer neue Sorgen brachte. Pessimistisch, wie ich bei so was bin, glaube ich es nicht.
Jetzt heißt es jedenfalls: Durchhalten und hoffen, dass es wenigstens den vorherigen gerade noch so erträglichen Level erreicht.