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Pollyanna

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121

Sonntag, 3. Juni 2012, 02:26

Hallo Quatschtütenwürger,

Als erstes möchte ich sagen, dass es mir im Glauben an Gott um die Wahrheit geht. Es geht nicht darum ob er oder ich recht haben. Holländer70 hat in seinem ersten beitrag gesagt:

Zitat

Zitat Holländer70
Es dauerte, aber ich habe tatsächlich eine Beziehung zu Gott aufgebaut,

Wie will er eine Beziehung zu Gott aufgebaut haben, wenn er nicht glauben will das Gott ein lebendiger liebender Vater ist? Mit dem er seine Nöte und Ängste besprechen kann, oder wenn ihn ander Menschen nicht verstehen. Gott hatt Millionen von möglichkeiten um mit uns zu sprechen. Durch Träume, visionen,Eingebung, sein Wort die Bibel, sein leises flüstern in unser Herz, oder durch Menschen. Aber das will Holländer70 auch nicht glauben. Ich gebe ja zu es ist wichtig die Bibel gut zu kennen um nicht auf falsche Propheten reinzufallen oder in Sekten reizugeraten. Gott selbst sagt in seinem Wort :

"Prüft aber alles und das Gute behaltet." 1Thessalonicher 5, Vers 21. In diesem Punkt ist die Bibel wichtig. Aber was das Thema Theologie angeht bin ich mit Holländer70 nicht einer Meinug. Theologie ist für mich nur toter glaube. Ich habe solche Theologischen gespräche bei unserer Freikirche mitbekommen. Dort wurde nur über Gott geredet aber nicht mit Gott Persönlich. In der Theologie ist es nicht möglich Gott als liebenden Vater kennen zu lernen, weil es dort nur um die richtigen Antworten geht. Oder es geht um Auswendig Bibelverse, Bibeltehmen diskutiert. Und wo bitteschön ist in diesen Dingen das Persönliche gespräch zwischen Gott und jedem einzelnen von uns. Denn wie ich schon sagte wird über Gott geredet statt mit ihm. Somit ist die Theologie nur toter glaube.

Als ich die 0 8 15 Beziehumg zu Gott, gegenüber Holländer70 erwähnt bezog ich das auf den toten unlebendigen glauben von Theologie, Trditionen und Religion.
In einer Predigt habe ich von einem Pastor, folgendes gehört. "Du kannst sagen Jesus ist mein Herr, das sagt aber nichts uber deine über deine Beziehung zu ihm aus.
Aber wenn du Gott Vater, Papa nennst, das sagt etwas über deine Beziehung zu ihm aus. Im ersten beitrag erwähnt Holländer70 noch etwas:

Zitat

Zitat von Holländer70

und ich habe mit ihm schon unglaubliche Dinge erlebt, und danke ihm jeden Tag für Dinge die er für mich tut

Warum kann er nicht eines von seinen erlebnissen mit Gott erzählen? Einige Menschen erzählen in Christlichen Zeitschriften, wie zum Beispiel Lydia, was sie mit Gott erlebt haben. Menschen die wirklich eine lebendige Beziehung zu Gott haben, haben es nicht nötig Autoren und ihr werk runter zuputzen oder Gott respektlos zu behandeln. Das folgende Zitat von Holländer70 hat mich wütend traurig gemacht.

Zitat

Zitat Holländer70

Hätte der Autor Gott Aussagen sprechen lassen, welche der Bibel widersprechen, wäre er ja auch ein ziemlicher Vollidiot.Es ist ziemlich schlecht.



Ich erwartete ein theologisch niveauvolles Buch. Aber es bleibt alles sehr, sehr flach.

Die "Antworten" bewegen sich etwa auf dieser Schiene: ""Es gibt
Millionen Gründe dafür, Schmerz und Verletzungen zu erlauben, statt sie
auszumerzen, aber die meisten dieser Gründe lassen sich nur im Rahmen
der individuellen Geschichte eines Menschen verstehen. Ich bin nicht
böse. Ihr selbst sorgt dafür, dass eure zwischenmenschlichen Beziehungen
mit Angst, Schmerz, Machtgier, Rechten und Pflichten belastet sind.
Aber eure Entscheidungen sind niemals stärker als meine Absichten, und
ich werde jede Entscheidung, die ihr trefft, dazu nutzen, dem höchsten
Guten Geltung zu verschaffen und die liebevollsten Resultate
herbeizuführen." Bla, bla, bla.

Der eine satz von ihm:

Zitat

Zitat Holländer70

Es ist ziemlich schlecht.

hätte ausgereicht um mir klar zu machen das er das Buch nicht mag. Wie auch immer. Ich habe keine lust auf irgendwelche streitgespräche, dafür sind mir meine Nerven zu schade. Ich hatte nie vor Holländer70 von meinem Religiösen glauben zu überzeugen, eher von der Wahrheit. Aber wenn er seinen lebenslügen weitehin glauben schenken möchte, soll er das tun, ich werde ihn nicht daran hindern. Aber ich möchte nicht seine lebenslügen nicht aufgezwungen bekommen, oder überzeugt werden. Religion und Theologie haben mir noch nie geholfen, andern Menschen von Herzen zu verzeihen wenn sie mir Leid und schmerz zugefügt hatten. Der einzige der mir helfen konnte war Jesus, durch seine liebevolle art, konnte vieles in mir bewirken. Wie zum Beispiel den Menschen zu vergebe, die wie ich schon sagte mir Leid und schmerz zugfügt hatten. Oder über die ich mich geärgert hatte.

Aber das alles ist ein Prozess der noch nicht Abgeschlossen ist. Und es sind Jesus sein heiliger Geist und Gott unser himmlischer Papa, die das gute in mir vollbringen.
Die mir auch helfen diese Zeilen nieder zu schreiben. Gott kann in jedem Menschen etwas gutes vollbringen, wenn der Mensch dazu bereit ist eine lebedige Beziehung zu ihm einzugehen. Das wars erstmal.


Ps.: Die Zeilen sind auch für alle anderen die an mich geschrieben haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pollyanna« (3. Juni 2012, 02:54)


122

Sonntag, 3. Juni 2012, 02:46

Ich möchte auch mal meinen Senf dazu geben.
Ich finde Leute albern, die sich auf die Bibel oder andere Bücher beschränken. Denn von diesen hört man meistens nur irgendwelche Zeilen, aus jenen Büchern. 0% von dem was sie sagen, haben sie sich selbst gedacht etc. Ich kann auch gut nachplappern, aber sich selbst ein Bild zu machen bzw. selbst was auszudenken, kann ich sogar noch besser.
Pollyanna beschränkt sich viel zu sehr auf dieses eine Buch und sogar noch weitere Bücher, ohne aber einen eigenen Sinn zu haben.
Sie hat erzählt wie sie früher, unabhängig von Büchern, eine eigene Meinung zu Religion und Gott hatte. Doch seit sie mit dem Buch in Kontakt kam, glaubt sie alles, was der Autor ihr sagt. Na, habt ihr was bemerkt? Sie richtet sich voll und ganz danach und lässt ihre eigene Meinung weg.
Gut, man kann sich dadurch prägen lassen und kleine Züge übernehmen, aber man sollte nicht einfach blind alles glauben.
Ich selbst habe eine eigene Meinung zu Gott und Religionen. Ich führe keine Beziehung zu Gott, er ist auch nicht mein Vater. Mein Vater wohnt bei mir zu Hause und ist unersetzbar. Auch ist nicht Maria meine Mutter, denn meine Mutter wohnt auch bei mir zu Hause und ist ebenso unersetzbar.
Nein, Gott ist eher sowas wie jemand, an den ich mich wende, wenn ich Probleme hab. Ich kenne ihn nicht, er hat noch nie mit mir gesprochen oder sonstwas, ich weiß also nicht was er von mir denkt oder wie er zu meinen bitten steht. Ich habe ihn das ein ums andere mal um etwas gebeten, aber auf meine Art, nicht das klassisch vorgeschriebene Beten, einiges ist eingetroffen, einiges nicht. Ich kann also nicht sagen, ob er wirklich existiert, aber allein schon, dass man diese (wenn auch fiktive) Person hat, an die man sich wenden kann, ich für mich Gold werd. Ich glaube es gibt ihn, aber er kann halt auch nicht alles.
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LargeStupidity

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Garet

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124

Sonntag, 3. Juni 2012, 02:58

Zitat

Wie will er eine Beziehung zu Gott aufgebaut haben, wenn er nicht glauben will das Gott ein lebendiger liebender Vater ist? Mit dem er seine Nöte und Ängste besprechen kann, oder wenn ihn ander Menschen nicht verstehen. Gott hatt Millionen von möglichkeiten um mit uns zu sprechen. Durch Träume, visionen,Eingebung, sein Wort die Bibel, sein leises flüstern in unser Herz, oder durch Menschen. Aber das will Holländer70 auch nicht glauben. Ich gebe ja zu es ist wichtig die Bibel gut zu kennen um nicht auf falsche Propheten reinzufallen oder in Sekten reizugeraten. Gott selbst sagt in seinem Wort


Na ja, ich weiß ja nicht. Ich persönlich glaube nicht an Gott, aber würde mich trotzdem mal gerne dazu äußern.
Warum muss ich mir Gott zu einem unsichtbaren Psychologen machen und ihn Papa nennen um eine gute Beziehung zu ihm zu haben?
Reicht es nicht Gott einfach als Hoffnungsspender zu sehen, der einen beschützt und Wärme spendet? Ist das nicht eigentlich auch der Sinn eines religiösen Glaubens?

Zitat

Dort wurde nur über Gott geredet aber nicht mit Gott Persönlich. In der Theologie ist es nicht möglich Gott als liebenden Vater kennen zu lernen, weil es dort nur um die richtigen Antworten geht. Oder es geht um Auswendig Bibelverse, Bibeltehmen diskutiert. Und wo bitteschön ist in diesen Dingen das Persönliche gespräch zwischen Gott und jedem einzelnen von uns. Denn wie ich schon sagte wird über Gott geredet statt mit ihm. Somit ist die Theologie nur toter glaube.


Ich glaube, die Theologie setzt sich wesentlich näher mit den Worten Gottes ausseinander, als ein Autor der in einem eventuellen schizophrenen Wahn ein Buch mit Gott schreibt; das ganze geht für mich schon eher in Richtung Sekte.
Ich weiß nicht, vielleicht sollte man auch im Glauben mal ein paar Dinge logisch hinterfragen.

Aber hey - wenn es dir hilft ein angenehmes Leben zu führen ist doch alles cool.

Lord3d

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125

Sonntag, 3. Juni 2012, 11:44

Sollten wir in einem SpongeBob Forum nicht doch lieber über Neptun reden?
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126

Sonntag, 3. Juni 2012, 16:04

Ich halte Pollyannas Ansicht auch für fragwürdig, finde allerdings, dass mittlerweile genug "Nettigkeiten" in Bezug auf sie und ihren Glauben geschrieben wurden. Man weiß inzwischen, dass niemand ihre Argumentation befürwortet. Da müssen nicht mehrere User noch Posts - teilweise einzeilige - verfassen. Beschränkt euch doch einfach auf direkte Diskussionen unter Verwendung von Zitaten mit ihr.

The X-Factor

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127

Montag, 4. Juni 2012, 22:23

Hallo bin neu hier.
Also ich bin Christ (Evangelisch)und glaube auch an Gott.
Also ich habe nichts gegen Atheisten, aber ich mag es nicht wenn Atheisten es nicht akzeptieren können das es auch gläubige gibt.
Zum Beispiel Phuindrad hat mal vorhin geschrieben das Nichtglaübige auch akzeptieren sollen das es auch Gläubige gibt und im nächsten Kommentar schreibt Namenloser vieleicht sollte sie aus der Religion austreten. :mad:
Sorry Namenloser aber das find ich einfach blöd!

also meine Beziehung zu Gott ist schwer zu erklären irgendwie ( hier mal die Kurzform)
also ich glaube das Gott so ne art "Weltgeist" ist und das der irgendwie den Urknall gemacht hat. Und ich glaube das dieser Gott allen
Religionen unter anderen Namen ershienen ist: Den Christen und Juden als Jehova, den Muslimen als Allah; den Hindus als Shiva und Kali und immer so weiter... Also wenn jemand zu Jahwe betet oder zu Allah oder zu Vishnu landen all diese Gebete beim selben Gott zumindest nach meinen Ansichten)
Außerdem glaube ich das dieser Weltgeist bzw. sein Atem durch uns alle weht -auch durch die die nicht an in glauben- und ich denke auch das Gott auch in Momenten vorhanden ist vielleicht ja in diesem Moment ( ich weiß das klingt kitschig aber naja :love: )
Ich bete regelmäßig zu Gott auch wenn ich nicht denke das er richtig in unser Leben eingreifen kann aber es geht mir dann schon besser wenn ich ihm das mitgeteilt hab.
Ich hab sozusagen meine eigene Religion

128

Montag, 4. Juni 2012, 23:43


Zum Beispiel Phuindrad hat mal vorhin geschrieben das Nichtglaübige auch akzeptieren sollen das es auch Gläubige gibt und im nächsten Kommentar schreibt Namenloser vieleicht sollte sie aus der Religion austreten. :mad:
Sorry Namenloser aber das find ich einfach blöd!

Wo ist dein Problem?
Namenloser hat in seinem editieren Absatz (der schon lange vor erstellung dieses posts beigefügt wurde) doch gesagt dass er Phuindrad nicht persönlich anspricht. (Was ja auch sinnlos wäre, da dieser, wie Namenloser bereits richtig sagt, evangelisch ist.)
Namenlosers Grundaussage war nur dass man aus der katholischen Kirche austreten sollte, wenn einem die Regeln dort nicht passen.
Ich sehe da nirgends Intoleranz oder dergleichen ó.o

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Namenloser

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129

Montag, 4. Juni 2012, 23:46

Zitat

Zum Beispiel Phuindrad hat mal vorhin geschrieben das Nichtglaübige auch akzeptieren sollen das es auch Gläubige gibt und im nächsten Kommentar schreibt Namenloser vieleicht sollte sie aus der Religion austreten. :mad:
Sorry Namenloser aber das find ich einfach blöd!
Wo und wann soll ich das bitte geschrieben haben? Ich glaube, du hast mich da völlig missverstanden. Ich bin 100% für Glaubensfreiheit. Davon unabhängig halte ich persönlich aber überhaupt nichts von Religionen, erst recht nicht von Religionsgemeinschaften.

Ich bin dafür, dass jeder seinen Glauben frei wählen darf, aber dafür muss er sich im Gegenzug u.U. auch meine Kritik anhören.

Zitat

Außerdem glaube ich das dieser Weltgeist bzw. sein Atem durch uns alle weht -auch durch die die nicht an in glauben- und ich denke auch das Gott auch in Momenten vorhanden ist vielleicht ja in diesem Moment ( ich weiß das klingt kitschig aber naja :love: )

Klingt ein bisschen nach Pantheismus.

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The X-Factor

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130

Dienstag, 5. Juni 2012, 08:56

Sorry Namenloser da könnte ich was missverstanden haben. Ich dachte halt du meinst das so ungefähr sie sollte wenn sie die Katholische Kirche
nicht mag sollte sie gleich überall austreten. Sorry wollte dich nich verärgern :grin:
Du hast geschreiben es klingt nach Pantheismus ich hab jetzt gelesen was des is und ja so ähnlich glaube ich.
Des muss aber Zufall sein weil ich dafor nie was über Pantheiismus gehört hab.

131

Freitag, 8. Juni 2012, 23:47

Puh, ich weiß grad wirklich nicht was oder wen ich peinlicher finden sollte, die Leute, die hier mit einer gläubigen Person argumentieren oder die gläubige Person selbst, ich tendiere eher zu ersterer Gruppe. MMn spricht es ja nicht unbedingt für euer Selbstwertgefühl (aber das soll ja nicht Thema sein), wenn hier krampfhaft (na gut, es ist ja nicht wirklich schwer, aber Bibelstellen zitieren...) versucht wird, Religion(en) bzw. die Bibel zu widerlegen.

Pollyanna hat einfach ihren Glauben dargelegt, aber alles, was nicht wissenschaftlich belegbar ist, ist bekannterweise Blasphemie. Ich finde es offen gesagt saudumm, Glauben immer so fürcherlich zu reduzieren oder unnötig zu erweitern (mimimi Gott ist nicht lieb, siehe Altes Testament, dein Gott ist somit böse und brutal). Ich vermute, dass die wenigsten Christen tatsächlich die ganze Bibel gelesen haben, weil es leider ein entsetzlich zähes Buch ist. Und wo ist das Problem, Gott auf Liebe zu reduzieren? Wenn man an einen liebenden Gott glaubt, weil es einem dann besser geht, dann ist das schon Berechtigung genug zu glauben. Wenn man glaubt, dass man durch fünfmal täglich gen Mekka beten ins Paradies kommt und sich darauf freut und es einem dann besser geht, dann soll man glauben. Wenn man sich besser fühlt, wenn man einer Kirche Geld überweist (umgangssprachlich auch "Kirchensteuer", "Kirchenbeitrag" oder auch "Ablass"), weil man dann eher in den Himmel kommt, dann soll man das tun.

Und hallo, von einem Buch (ich nehme Bezug auf "Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott") zu erwarten, dass es wissenschaftlich für eine Glaubensrichtung argumentiert, ist echt ziemlich arm. Ich erwarte bei einem Rosamunde Pilcher-Roman auch keine ultimative Hintergrundgeschichte, die so verworren und komplex ist, dass ich auf jeder Seite vor Spannung zum Zittern anfange.

Allgemein finde ich dieses Religionsbashing nur peinlich und dumm, wenn sich Leute sich durch eine Glaubensrichtung besser fühlen, dann sollen sie glauben. Ich verstehe nicht, warum man mit solchen Menschen über etwas diskutieren will, über das man schwer bis gar nicht diskutieren kann. Wenn man glaubt, dann hat man wohl eher wenig Interesse an wissenschaftlichen Tatsachen bzgl. seines Glaubens, ich verstehe daher nicht ganz, warum sich so viele hier unnötig abgemüht haben um eine Diskussion zu führen.

Zitat

Garet

"Warum muss ich mir Gott zu einem unsichtbaren Psychologen machen und ihn Papa nennen um eine gute Beziehung zu ihm zu haben?"

Warum genau sollte man das nicht tun? Erhöht sich sonst das Risiko, von fanatischen Atheisten im Schlaf gemeuchelt zu werden?
-----
Mir hat mal eine afrikanischstämmige Frau einen Zettel in die Hand gedrückt, folgender Text war drauf:
http://www.godssimpleplan.org/gsps-german.html
Und ich fand das schön, dass sie Halt gefunden hat. Ich habe den Zettel dann in meinem Arbeitsplatz gut sichtbar aufgehängt. Er ist dann später auf dem Tisch gelegen, also vermute ich, dass ihn einige gelesen haben werden. Das fand ich auch schön, denn ich hoffte, sie hatten so viel Spaß beim Lesen wie ich.

Mir ist übrigens auch klar, das Pollyanna ein Doppelaccount ist, aber es ist besser, davon auszugehen, dass sie eine tatsächliche Meinung repräsentiert und kein Troll ist.

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Namenloser

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132

Samstag, 9. Juni 2012, 00:40

Wenn man glaubt, dann hat man wohl eher wenig Interesse an wissenschaftlichen Tatsachen bzgl. seines Glaubens, ich verstehe daher nicht ganz, warum sich so viele hier unnötig abgemüht haben um eine Diskussion zu führen.
Ich halte es grundsätzlich für gefährlich, an Sachen zu glauben, die man nicht nachweisen kann, ganz egal ob es eine Religion, eine Verschwörungstheorie oder irgendwas anderes ist.

Ich finde es unheimlich traurig, dass der Mensch seine Fähigkeit zu logischem, wissenschaftichem Denken aus Bequemlichkeit oft nicht nutzt. Dadurch wurde in der Vergangenheit schon viel Unheil angerichtet, und wird es vermutlich auch in Zukunft noch. Wir als Menschheit könnten heute so viel weiter sein, wenn Leute nicht unbegründet Dinge glauben würden sondern konsequent ihren Verstand einsetzen würden.

Natürlich ist der Mensch nicht perfekt – man handelt nicht immer rational, man macht Fehler usw.. Aber wir wären schon einen gewaltigen Schritt weiter, wenn mehr Leute wenigstens versuchen würden, rational zu agieren. Religion hingegen sagt genau das Gegenteil, nämlich „Scheiß auf rationales Denken, ich glaube lieber an Märchen, weil ich das schöner finde“, und ist damit für mich der ultimative Ausdruck von Ignoranz. Darüber hinaus ist keine Steigerung möglich.

Das einzige Mittel gegen Ignoranz ist, sie unbequemer zu machen. Und dazu sind Diskussionen geeignet.

Garet

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133

Samstag, 9. Juni 2012, 11:50



Zitat

Garet

"Warum muss ich mir Gott zu einem unsichtbaren Psychologen machen und ihn Papa nennen um eine gute Beziehung zu ihm zu haben?"

Warum genau sollte man das nicht tun? Erhöht sich sonst das Risiko, von fanatischen Atheisten im Schlaf gemeuchelt zu werden?


Schön aus dem Kontext gerissen, wirklich.

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DX29488

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134

Samstag, 9. Juni 2012, 13:10

Wenn man glaubt, dann hat man wohl eher wenig Interesse an wissenschaftlichen Tatsachen bzgl. seines Glaubens, ich verstehe daher nicht ganz, warum sich so viele hier unnötig abgemüht haben um eine Diskussion zu führen.
Ich halte es grundsätzlich für gefährlich, an Sachen zu glauben, die man nicht nachweisen kann, ganz egal ob es eine Religion, eine Verschwörungstheorie oder irgendwas anderes ist.
Die Frage dabei ist nur, an was du glaubst, wenn du es nicht weißt und auch keine Möglichkeit hast, deine Antwort irgendwie wissenschaftlich herauszufinden. Du hast für dich schon gesagt, dass du sicher an keinen Gott glaubst. Aber kannst du beweisen, dass es keinen gibt? Nein. Genauso wenig, wie ich dir beweisen könnte, dass es doch einen gibt. Du glaubst also auch an Dinge, die sich nicht beweisen lassen, weil du deine Ansicht für besser/sinnvoller/logischer etc. hälst. Steckt übrigens im Wort "glauben" auch drin.
Ich finde es unheimlich traurig, dass der Mensch seine Fähigkeit zu logischem, wissenschaftichem Denken aus Bequemlichkeit oft nicht nutzt. Dadurch wurde in der Vergangenheit schon viel Unheil angerichtet, und wird es vermutlich auch in Zukunft noch. Wir als Menschheit könnten heute so viel weiter sein, wenn Leute nicht unbegründet Dinge glauben würden sondern konsequent ihren Verstand einsetzen würden.
Wieso aus Bequemlichkeit?? Du tust schon wieder so, als wäre eine Nicht-Existenz von Gott schon längst bewiesen und irgendwelche Idioten zu blöd bzw. bequem, das zu akzeptieren. Was du mit dem letzten Satz meinst, versteh ich nicht so ganz. Die Ansicht, dass viele Menschen ihren Verstand zu selten benutzen, teile ich sogar. Ich wüsste nur nicht, was das mit Religion zu tun haben soll, das klingt ja geradezu so, als würdest du jedem, der einer Religion angehört, unterstellen, dass er geistig beschränkt sei.
Natürlich ist der Mensch nicht perfekt – man handelt nicht immer rational, man macht Fehler usw.. Aber wir wären schon einen gewaltigen Schritt weiter, wenn mehr Leute wenigstens versuchen würden, rational zu agieren. Religion hingegen sagt genau das Gegenteil, nämlich „Scheiß auf rationales Denken, ich glaube lieber an Märchen, weil ich das schöner finde“, und ist damit für mich der ultimative Ausdruck von Ignoranz. Darüber hinaus ist keine Steigerung möglich.
Wieder dasselbe Problem: Religion ist kein Gegensatz zu reationalem Denken. Rational heißt mit Vestand/Vernunft und zu einem bestimmten Zweck. Und wenn ich an einen Gott glaube, weil mir das im Leben Halt gibt oder es mein Leben - egal wie - irgendwie lebenswerter macht, dann ist das eine rationale Einstellung. Außerdem gibt es viele Situationen in denen jeder Mensch bewusst nicht rational handelt, weil es ihm beispielsweise Spaß macht. Guck dir doch einfach mal das Spieleforum an und sag mir, dass der Test-Thread irgendeinen rationalen Zweck erfüllt. Der schluckt Speicher und von vorne bis hinten durchlesen wird den jetzt auch keiner mehr. Warum gibt es ihn? Weil die Leute Spaß dran haben, da irgendeinen Blödsinn zu posten. Hat für mich mit Vernunft und Verstand nur wenig zu tun. Und nach meinem Wissen postest du da gelegentlich auch. Worin unterscheidet sich also dein Handeln in diesem Fall von dem irrationalen, das du so verurteilst?

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135

Samstag, 9. Juni 2012, 13:54

Wenn man glaubt, dann hat man wohl eher wenig Interesse an wissenschaftlichen Tatsachen bzgl. seines Glaubens, ich verstehe daher nicht ganz, warum sich so viele hier unnötig abgemüht haben um eine Diskussion zu führen.
Ich halte es grundsätzlich für gefährlich, an Sachen zu glauben, die man nicht nachweisen kann, ganz egal ob es eine Religion, eine Verschwörungstheorie oder irgendwas anderes ist.
Die Frage dabei ist nur, an was du glaubst, wenn du es nicht weißt und auch keine Möglichkeit hast, deine Antwort irgendwie wissenschaftlich herauszufinden. Du hast für dich schon gesagt, dass du sicher an keinen Gott glaubst. Aber kannst du beweisen, dass es keinen gibt? Nein. Genauso wenig, wie ich dir beweisen könnte, dass es doch einen gibt. Du glaubst also auch an Dinge, die sich nicht beweisen lassen, weil du deine Ansicht für besser/sinnvoller/logischer etc. hälst. Steckt übrigens im Wort "glauben" auch drin.


Was würden die Leute sagen, wenn ich allen auf der Straße erzählen würde, ich habe heute im Wald mit einem sprechenden Gartenzwerg und einem Gnom aus der fünften Dimension Blackjack gespielt?
Sie würden mich für verrückt und krank halten, auslachen, mich in die Klapse stecken etc.
Aber das geht doch nicht, sie haben doch keine Beweise dafür, dass es nicht stimmt!!!
Merkst du was? Wenn man oben geschildertes erzählt, wird man für gestört gehalten, wenn man von Gott erzählt ist es normal.
Dabei ist die Vorstellung, irgendeiner sitzt da oben im Himmel und weiß alles über jeden Menschen, hat Kontrolle über deren Schicksäle und die Natur usw., nicht weniger merkwürdig.
Eine Existenz von Wesen wie Gott widerspricht einfach jeglichen Erkenntnissen der Wissenschaft und ist extrem unlogisch.

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136

Samstag, 9. Juni 2012, 14:32

Was würden die Leute sagen, wenn ich allen auf der Straße erzählen würde, ich habe heute im Wald mit einem sprechenden Gartenzwerg und einem Gnom aus der fünften Dimension Blackjack gespielt?
Sie würden mich für verrückt und krank halten, auslachen, mich in die Klapse stecken etc.
Aber das geht doch nicht, sie haben doch keine Beweise dafür, dass es nicht stimmt!!!
Stimmt so nicht. Ein Gartenzwerg ist ein bemaltes Stück Ton, das unmöglich Kartenspielen kann. Das ist schon ein Gegenbeweis. Es müsste ja irgendetwas geben, dass diesen Zwerg zum Kartenspielen gebracht hat. Und wenn du diese Kraft suchst, wirst du schnell wieder bei einem Gott landen.
Merkst du was? Wenn man oben geschildertes erzählt, wird man für gestört gehalten, wenn man von Gott erzählt ist es normal.
So ist das eben oft, wenn man eine Meinung vertritt, mit der man alleine dasteht. Außerdem gibt es viele Leute, die solche Dinge behaupten, obwohl sie nachgewiesenermaßen falsch sind. Und da die Menschen nun mal stark dazu neigen, alles zu verallgemeinern, wirst du natürlich schnell mit denen in einen Topf geschmissen.
Dabei ist die Vorstellung, irgendeiner sitzt da oben im Himmel und weiß alles über jeden Menschen, hat Kontrolle über deren Schicksäle und die Natur usw., nicht weniger merkwürdig.
Das ist deine Meinung.
Eine Existenz von Wesen wie Gott widerspricht einfach jeglichen Erkenntnissen der Wissenschaft und ist extrem unlogisch.
Ich sag's gerne nochmal: Religion ist keine Wissenschaft. Und es stimmt noch nicht einmal: Es gibt keine wissenschaftliche Erkenntnis, die der Existenz eines Gottes widerspricht, wie ich eben schon mal gesagt habe.

137

Samstag, 9. Juni 2012, 16:38


Na ja, ich weiß ja nicht. Ich persönlich glaube nicht an Gott, aber würde mich trotzdem mal gerne dazu äußern.
Warum muss ich mir Gott zu einem unsichtbaren Psychologen machen und ihn Papa nennen um eine gute Beziehung zu ihm zu haben?
Reicht es nicht Gott einfach als Hoffnungsspender zu sehen, der einen beschützt und Wärme spendet? Ist das nicht eigentlich auch der Sinn eines religiösen Glaubens?



Warum sollte es reichen, Gott nur als Hoffnungsspender zu sehen und nicht als Psychologen und liebenden Vater, mit dem man alles bereden kann? Erhöht sich etwa das Risiko... blabla. "Sinn eines religiösen Glaubens", du klingst so, als wüsstest du, wie man an Gott zu glauben hat und wie man ihn sehen soll und wie man mit ihm zu "interagieren" hat, höchstwahrscheinlich meinst du das nicht so, aber es liest sich so. Wennes Menschen Hoffnung gibt mit Gott zu reden (zu beten), warum sollten sie das nicht machen? Warum sollten sie Gott nicht als Vater sehen? Falls ich noch mehr von deinem Kontext übersehen habe, dann melde dich bitte.


Was würden die Leute sagen, wenn ich allen auf der Straße erzählen würde, ich habe heute im Wald mit einem sprechenden Gartenzwerg und einem Gnom aus der fünften Dimension Blackjack gespielt?
Sie würden mich für verrückt und krank halten, auslachen, mich in die Klapse stecken etc.
Aber das geht doch nicht, sie haben doch keine Beweise dafür, dass es nicht stimmt!!!
Merkst du was? Wenn man oben geschildertes erzählt, wird man für gestört gehalten, wenn man von Gott erzählt ist es normal.
Dabei ist die Vorstellung, irgendeiner sitzt da oben im Himmel und weiß alles über jeden Menschen, hat Kontrolle über deren Schicksäle und die Natur usw., nicht weniger merkwürdig.
Eine Existenz von Wesen wie Gott widerspricht einfach jeglichen Erkenntnissen der Wissenschaft und ist extrem unlogisch.

Ein paar würden dich für komplett bekloppt halten, aber einige würden dir sicher glauben und dir begeistert lauschen. Wenn du ihnen dann noch erzählst, dass der Gartenzwerg eine Reinkarnation von Fxljkwei, einem antiken Gott aus dem Universum ist, dann glauben dir das sicher auch einige. Siehe einige dubiose Sekten (wobei eigentlich jede Religion eine Sekte ist), Scientology ist absoluter Blödsinn, trotzdem treten denen Leute bei. Was ich damit sagen will, du kannst noch soviel Mist und Blödsinn reden, wenn für die Leute irgendwie angeblich ein Vorteil rausspringen soll, dann finden sich sicher ein paar Deppen. Und inwiefern widersprichen wissenschaftliche Erkenntnisse der Existenz von Gott? Du scheinst dir deiner Sache sehr sicher zu sein.

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Aku

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138

Samstag, 9. Juni 2012, 18:36


Was würden die Leute sagen, wenn ich allen auf der Straße erzählen würde, ich habe heute im Wald mit einem sprechenden Gartenzwerg und einem Gnom aus der fünften Dimension Blackjack gespielt?


„Wer hat gewonnen?“
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Namenloser

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139

Samstag, 9. Juni 2012, 20:50

Wenn man glaubt, dann hat man wohl eher wenig Interesse an wissenschaftlichen Tatsachen bzgl. seines Glaubens, ich verstehe daher nicht ganz, warum sich so viele hier unnötig abgemüht haben um eine Diskussion zu führen.
Ich halte es grundsätzlich für gefährlich, an Sachen zu glauben, die man nicht nachweisen kann, ganz egal ob es eine Religion, eine Verschwörungstheorie oder irgendwas anderes ist.
Die Frage dabei ist nur, an was du glaubst, wenn du es nicht weißt und auch keine Möglichkeit hast, deine Antwort irgendwie wissenschaftlich herauszufinden.
An nichts?
Du hast für dich schon gesagt, dass du sicher an keinen Gott glaubst. Aber kannst du beweisen, dass es keinen gibt? Nein.

Hab ich auch nie gesagt. Ich habe in diesem Thread sogar explizit schon gesagt, dass es einen Gott geben könnte. Aber es gibt keinerlei Anzeichen dafür. Wieso sollte ich an etwas glauben, wofür es keinerlei Anzeichen gibt? Ich glaube doch auch nicht an das fliegende Spaghettimonster.
Genauso wenig, wie ich dir beweisen könnte, dass es doch einen gibt. Du glaubst also auch an Dinge, die sich nicht beweisen lassen, weil du deine Ansicht für besser/sinnvoller/logischer etc. hälst. Steckt übrigens im Wort "glauben" auch drin.
Nicht an etwas zu glauben heißt nicht, dass man das Gegenteil glaubt. Das habe ich hier auch schon mal gesagt. Ich bin einfach nur konsequent – solange es keinen Beweis für etwas gibt, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass es existiert.
Ich finde es unheimlich traurig, dass der Mensch seine Fähigkeit zu logischem, wissenschaftichem Denken aus Bequemlichkeit oft nicht nutzt. Dadurch wurde in der Vergangenheit schon viel Unheil angerichtet, und wird es vermutlich auch in Zukunft noch. Wir als Menschheit könnten heute so viel weiter sein, wenn Leute nicht unbegründet Dinge glauben würden sondern konsequent ihren Verstand einsetzen würden.
Wieso aus Bequemlichkeit?? Du tust schon wieder so, als wäre eine Nicht-Existenz von Gott schon längst bewiesen und irgendwelche Idioten zu blöd bzw. bequem, das zu akzeptieren.
Die Beweislast liegt nicht bei mir.
Was du mit dem letzten Satz meinst, versteh ich nicht so ganz. Die Ansicht, dass viele Menschen ihren Verstand zu selten benutzen, teile ich sogar. Ich wüsste nur nicht, was das mit Religion zu tun haben soll, das klingt ja geradezu so, als würdest du jedem, der einer Religion angehört, unterstellen, dass er geistig beschränkt sei.
Ignoranz ist nicht das selbe wie Dummheit.
Natürlich ist der Mensch nicht perfekt – man handelt nicht immer rational, man macht Fehler usw.. Aber wir wären schon einen gewaltigen Schritt weiter, wenn mehr Leute wenigstens versuchen würden, rational zu agieren. Religion hingegen sagt genau das Gegenteil, nämlich „Scheiß auf rationales Denken, ich glaube lieber an Märchen, weil ich das schöner finde“, und ist damit für mich der ultimative Ausdruck von Ignoranz. Darüber hinaus ist keine Steigerung möglich.
Wieder dasselbe Problem: Religion ist kein Gegensatz zu reationalem Denken. Rational heißt mit Vestand/Vernunft und zu einem bestimmten Zweck. Und wenn ich an einen Gott glaube, weil mir das im Leben Halt gibt oder es mein Leben - egal wie - irgendwie lebenswerter macht, dann ist das eine rationale Einstellung. Außerdem gibt es viele Situationen in denen jeder Mensch bewusst nicht rational handelt, weil es ihm beispielsweise Spaß macht. Guck dir doch einfach mal das Spieleforum an und sag mir, dass der Test-Thread irgendeinen rationalen Zweck erfüllt. Der schluckt Speicher und von vorne bis hinten durchlesen wird den jetzt auch keiner mehr. Warum gibt es ihn? Weil die Leute Spaß dran haben, da irgendeinen Blödsinn zu posten. Hat für mich mit Vernunft und Verstand nur wenig zu tun. Und nach meinem Wissen postest du da gelegentlich auch. Worin unterscheidet sich also dein Handeln in diesem Fall von dem irrationalen, das du so verurteilst?

Ich sage doch nicht, dass man keinen Spaß haben darf. Spaß zu haben ist per se auch nicht irrational. Ich sage nur, dass man nicht an Dinge glauben sollte, für die man keine Beweise hat – insbesondere solcher, die sich prinzipiell nicht nachweisen lassen. Denn so kann man jede Theorie in sich schlüssig erscheinen lassen, auch Verschwörungstheorien arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Eine kleine Gruppe kontrolliert alles, aber weil sie alles kontrolliert, vertuscht sie auch alles und hinterlässt keine Beweise. Bei Religionen heißt es analog meist, dass Gott aufgrund seiner Übernatürlichkeit oder um „unseren Glauben zu testen“ nicht beweisbar wäre. Ist exakt das selbe Denkmuster und der selbe Fehlschluss – bloß weil eine Theorie in sich schlüssig erscheint, stimmt sie noch lange nicht. Aber ich drifte ab.

Wikipedia definiert Rationalität als „vernunftgeleitetes und an Zwecken ausgerichtetes Denken und Handeln“. Der Aspekt der Vernunft wird verletzt, wenn man an nicht nachweisbare Dinge glaubt.

Und zum Thema Zweck von Religionen: Natürlich haben Religionen (mindestens) einen Zweck – würde ich nie bestreiten; ich frage mich nur, ob dieser Zweck die negativen Nebenwirkungen aufwiegt, und meine persönliche Antwort darauf ist Nein. Zumal man prima auch ohne Religion Halt finden kann.

DX29488

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Sonntag, 10. Juni 2012, 16:22

(Ich hab jetzt mal nicht mehr zitiert, weils sonst zu unübersichtlich geworden wäre. Ich hoffe man erkennt, worauf ich mich jeweils beziehe.)

An nichts glauben ist auch ein Glauben. Wenn du nicht weißt, was sich hinter einer Tür befindet und du glaubst daran, dass dahinter nichts ist, dann ist das dasselbe, als würdest du irgendwas anderes dahinter vermuten. Erkläre mir den Unterschied zwischen "Ich glaube nicht, dass hinter dieser Tür ein Schrank steht" und "Ich glaube, dass hinter dieser Tür kein Schrank steht". Beide Male schließt du die andere Möglichkeit aus. Wenn du nicht wirklich sagst "Ich weiß es nicht, vielleicht steht dahinter einer, vielleicht auch nicht", ohne dabei festzulegen, welche Variante dir wahrscheinlicher erscheint, glaubst du. Und wenn du jetzt die Tür und den Schrank durch Gott ersetzt, kommt dasselbe raus. Nur, dass man eine Tür öffnen kann, um seine Vermutung zu überprüfen, eines Gottesexistenz kann man nicht überprüfen.

Interessant ist, dass du das Wort "Beweislast" einbringst. Wer soll denn hier wem was beweisen? Geht ja, wie gesagt, erstens sowieso nicht und zweitens will ich dich übrigens gar nicht davon überzeugen an irgendeinen Gott zu glauben (wäre ein ziemlich unrealistisches Ziel ^^), ich kritisiere nur, dass du Religion als Ignoranz hinstellst, die eine Gefahr darstellt. Zumindest so allgemein gehalten ist das falsch. Es gibt sicherlich Religionen, deren Ansichten und Ziele gefährlich sind, besonders wenn zu viele Leute daran glauben, keine Frage. Aber wenn jemand an einen Gott glaubt, der ihm im Leben hilft, kann das eigentlich nur gut für seine Person und damit auch für die Menschheit sein.

Hmmh, Wikipedia definiert Ignoranz als "(Unwissenheit, Beschränktheit) zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person etwas – möglicherweise absichtlich – nicht kennt, nicht wissen will oder nicht beachtet". Also, wer das tut, der ist für mich automatisch auch dumm. Ich wüsste nicht, wie ich Dummheit anders definieren sollte.

Und ich finde es nicht per se unvernünftig, an nicht nachweisbare Dinge zu glauben. Kommt natürlich darauf an, was man glaubt. An einen Gott zu glauben, der mich in die Hölle steckt, wenn ich nicht 50x am Tag bete, fände ich unvernünftig, weil es mein Leben verschlechtern würde. An einen Gott zu glauben, der mich unterstützt, ist für mich nicht unvernünftig. Und auch das mit dem Verhältnis von Zweck zu Gefahr oder "Nebenwirkungen" kannst du so allgemein nicht sagen. Ich will – wie gesagt – gar nicht ausschließen, dass es Religionen gibt, die gefährlich sind. Ich bin mir sogar sicher, dass es solche gibt. Und vielleicht sind die Auswirkungen, wenn man alle Weltreligionen zusammenzählt unterm Strich tatsächlich negativ (wobei ich das für fraglich halte). Aber das sollte noch kein Grund sein, Religion für sich selbst abzulehnen, denn sie kann unbestritten auch positive Seiten haben.

Und dass du ohne Religion Halt finden kannst - sei froh. Ich könnte es bisher auch, aber so geht es nicht jedem. Stell dir vor, du verlierst von heute auf morgen jemanden, der dir nahesteht. Du kannst mir nicht erzählen, dass dich das völlig kalt lassen würde. Das wäre z.B. ein Fall, wo Religion einem helfen kann. Nämlich z.B. in der christlichen Vorstellung des ewigen Lebens - dass man sich also später nach dem eigenen Leben auf der Erde mal wiedersehen wird. Vom Verstand her würdest du natürlich jetzt ganz rational sagen "Gut, er ist weg, ich kann ihn nicht mehr zurückholen, egal. Mein Leben geht weiter". Aber wenn derjenige dir wirklich nahestand, dann geht das nicht so einfach. Das kann eine Maschine, aber eben kein Mensch.

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