Am schlimmsten ist es meines Wissens im Saarland
natürlich, da ist alles am schlimmsten
Zum Thema:
Ich finde das deutsche Schulsystem gar nicht mal sooo übel. Der Bildungsweg selbst ist zwar teilweise noch verbesserungswürdig (dazu komm ich gleich), aber der größte Kritikpunkt liegt darin, dass die Schulen nicht einheitlich lehren. Es wurde ja schon angesprochen, dass Abschlüsse in bestimmten Bundesländern in anderen nichts wert sind, aber es fängt ja schon lokal an: 2 unterschiedliche Schulen, die in der selben Stadt (in diesem Fall sogar in derselben Straße) liegen, haben unterschiedliche Lehrpläneund benutzen andere Bücher. Wenn man noch ein wenig mehr ins Detail geht, gibt es in ein und dem selben Jahrgang nicht einmal den selben Stand. Das liegt teilweise aber nicht einmal an der Qualität der Schüler, sondern an den Lehrern, grade in den Naturwissenschaften werden viele Themenunterschiedlich stark behandelt. So hat Klasse A in Chemie bereits gelernt, wie die innermolekularen Wechselwirkungen aussehen, während Klasse B noch nie etwas von Dipolen gehört hat. Das ist mMn das größte Problem, an dem deutsche Schulen kranken.
Wie oben erwähnt habe ich einen Vorschlag zur Umgestaltung des deutschen Bildungswesens (kam in der Sozialkunde-Klausur zustande), dessen Kern vor allem in der Similarität der jeweiligen Bildung in den Bundesländern liegt. Alle Kinder gehen nämlich gleich (ganz gleich ob lernbehindert, aus bildungsfernen Schichten oder sonstwas) in den Kindergarten und Vorschule, wo alle die selben Grundlagen gelehrt bekommen, in erster Linie (grade in Hinsicht auf die steigende Migrantenrate) die Grundlagen der deutschen Sprache, was ja für die nativen Kinder auch nützlich ist. In der Grundschule (die nach wie vor landesweit den selben Lehrplan und Standard hat) kommen dann die weiteren Grundlagen: Lesen, schreiben, rechnen. Und nicht etwa schon Religion, "Sach-" oder (Gott bewahre) Sexualkunde, und wenn dann nur ab der 3. oder vierten Klasse (mit Ausnahme von letzterem natürlich). Ab der 5. Klasse folgt nun allerdings im Gegensatz zum jetzigen Schulsystem keine Aufteilung in 3 Schularten, sondern alle Schüler besuchen eine Schule (mit einem Niveau das dem der Realschule entspricht) bis zur 8. Klasse. Erst dort erhält der Schüler die Wahl, ob er auf eine Gymnasium-artige Schule wechseln möchte bzw. kann (anhand seiner Fähigkeiten) um danach die Universität zu besuchen, oder ob er noch zwei Jahre weiterhin auf dem aktuellen Niveau bleiben möchte um danach eine Ausbildung anzufangen. Der Clou dabei ist, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt die Interessen und Zukunftsziele des Schülers zumindest grob herausgebildet haben sollten, und er somit für sich selbst die Entscheidung über seine Zukunft fällt.
Probleme hierbei sind natürlich, dass Schüler von dem Realschulniveau unter- sowie überfordert sein werden, für diese würde es natürlich besondere Förderung geben. Essentiell ist wie oben schon gesagt, dass alle Menschen dasselbe Recht und die selben Chancen auf Bildung haben sollten. Dass es bei geistig behinderten Menschen besonderer Förderung bedarf ist klar, jedoch erachte ich es als wichtig, diese Menschen zu integrieren und ihnen grade durch die Tatsache, dass sie mit "normalen" Menschen in einem Klassenraum sitzen und Seite an Seite mit ihnen zu lernen aufzuzeigen, dass auch sie eine Chance haben und dementsprechend zu motivieren.
Soweit meine bescheidene Meinung